Die Radiotipps für den 4.3.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Update Cologne“ Junge Ensembles der Kölner Musikszene. Von Hubert Steins
Freundschaften und Netzwerke, die sich während der Ausbildungsgänge an der Kölner Musikhochschule entwickeln, sind in Köln der Boden für die Gründung hoch qualifizierter Ensembles neuer Musik. Die Sendung stellt junge Ensembles der Rheinmetropole vor.
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
BalkaNova verzaubern mit „July Morning“ & mehr Musik grenzenlos
DEN Moment sollte man in Bulgarien nicht verpassen: Ende Juni an die Schwarzmeerküste reisen, um auf Klippen und an Stränden den Sonnenaufgang am Morgen des 1. Juli zu erleben.
19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature
„Zersetzung 2.0“ Opfer von DDR-Unrecht werden zweimal bestraft
Von Alexa Hennings Regie: Claudia Kattanek Deutschlandfunk 2024
Seit 2019 können erstmals die Opfer von „Zersetzung“ durch die Stasi eine einmalige Entschädigung von 1.500 Euro beantragen. Doch es hagelt Absagen von den Gerichten. So setzt sich altes Unrecht bis heute fort.
Wenn die Stasi das perfide Ziel der „Zersetzung“ verfolgte, bedeutete dies berufliche und private Diskreditierung, Destabilisierung der Persönlichkeit, Zerstörung von Beziehungen. Doch selbst Betroffene, die dies anhand ihrer Stasi-Akte oder anderer Belege nachweisen können, haben oft keinen Erfolg. Viele fühlen sich zum Rückzug genötigt – wenn sie nicht klagen wollen oder es sich nicht leisten können. Auch jene, die wegen politisch motivierter Verfolgung in Haft waren: Sie bekommen zwar eine Rehabilitierung zugesprochen, doch wer soziale Ausgleichsleistungen beantragt, scheitert meist. Kleine Renten und dauerhafte Gesundheitsschäden machen für viele Betroffene den Alltag schwer. Bei den Versorgungsämtern können sie Unterstützung – etwa in Form einer kleinen Rente – bekommen. Doch nur zehn Prozent aller Anträge von – gerichtlich bereits anerkannten – DDR-Opfern werden genehmigt. Ein Skandal – sagen Opferanwälte, Historikerinnen, Wissenschaftler. Eine Demütigung mehr, sagen die Betroffenen, eine „Zersetzung 2.0“.
19:30 Uhr Ö1 Konzert
Lukas Sternath mit dem RSO
ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Markus Poschner; Lukas Sternath, Klavier.
Mathilde Wantenaar: Prélude à une nuit américaine
Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26
Richard Strauss: Aus Italien. Symphonische Fantasie G-Dur op. 16
(aufgenommen am 20. Februar im Großen Konzerthaussaal in Wien in 5.1 Surround Sound)
Der 2001 in Wien geborene Pianist Lukas Sternath zählt zu den derzeit wohl gefragtesten Talenten des Landes. 2022 gewann er den ARD-Wettbewerb, in dieser Saison ist er ECHO Rising Star. Gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien interpretiert Lukas Sternath das 3. Klavierkonzert von Sergej Prokofjew – jenes Konzert, das heute zu den vielleicht beliebtesten des Komponisten zählt, und das, obwohl es bei seiner Uraufführung in den USA 1921 aufgrund der waghalsigen Klangsprache auf eher wenig Zuspruch des amerikanischen Publikums stieß. Umrahmt wird Prokofjews Klavierkonzert vom 2019 entstandenen „Prélude à une nuit américaine“ der niederländischen Komponistin Mathilde Wantenaar, und von Richard Strauss‘ erster Tondichtung „Aus Italien“.
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature
„Energiewende im Osten“ Angst vor der „Grünen Diktatur“ .Von Peter Podjavorsek
Wenn Naturschützerinnen und rechtspopulistische Gruppen zusammen gegen Windkraftanlagen kämpfen. Im Saale-Orla-Kreis, im Süden Thüringens, stehen bereits zahlreiche Windkraftanlagen. Nun sollen noch mehr hinzukommen, und viele Anwohnerinnen sind dagegen. Sie haben Bürgerinitiativen ins Leben gerufen, weil die Windräder ihrer Meinung nach den Boden und das Grundwasser vergiften und die Landschaft verschandeln. Zuverlässig sei die Windenergie auch nicht. Politische Gruppen, insbesondere die AfD, nutzen den Unmut der Menschen. Die „grünen Diktatur“ bevormunde die Menschen, und wetterabhängige Energiequellen könnten den Wirtschaftsstandort Deutschland zerstören.
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Stelio Molo Auditorium, Lugano“
Britta Byström: „A drama in the air“ für Orchester
Johannes Brahms: Sonate für Klarinette und Klavier f-Moll op. 120 Nr. 1 (Orchestrierung von Luciano Berio)
Arvo Pärt: „Fratres“
Dmitrij Schostakowitsch: Kammersinfonie c-Moll op. 110a (nach dem Streichquartett Nr. 8 bearbeitet von Rudolf Barschai)
Corrado Giuffredi, Klarinette; Orchestra della Svizzera Italiana
Leitung: Holly Hyun Choe
Aufzeichnung vom 30.01.2025
20:03 WDR 3 Konzert
Musik der Zeit – Fern vertraut
Georges Aperghis: Étude für Orchester Nr. VIII
Georges Lentz: …to beam in distant heavens…
Olga Neuwirth: Masaot/Clocks without Hands
Arabella Steinbacher, Violine; WDR Sinfonieorchester; Leitung: Ryan Bancroft
Aufnahme vom 8. Februar aus der Kölner Philharmonie
20:10 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel
„Hundelebensberatung“ Von Tom Heithoff
Regie, Komposition und Ton: der Autor. Autorenproduktion 2009
21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik
Diatom Ribbons – Kris Davis beim Jazzfest Berlin 2024. Von Julia Neupert
Eine Dokumentation über Kieselalgen (engl. Diatom) hatte Kris Davis vor einigen Jahren zum Bandnamen ihres damals neuen Projekts inspiriert, inzwischen ist „Diatom Ribbons“ zu einer ihrer größeren künstlerischen Organismusgruppen herangewachsen. Zum aktuellen Kern der Band gehören neben Kris Davis an Piano und Fender Rhodes die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington und Val Jeanty an Sampler und Turntables. Als Gast am 1. November in Berlin dabei: Nick Dunston an E- und Kontrabass. In ihrem furiosen Konzert beim Jazzfest Berlin verbanden die Vier Jazz mit R&B, freier Improvisation und Spoken Word.
21:00 Uhr radio 3 / NDRKultur Neue Musik
Metzmacher hört! György Kurtág
Am Mikrofon: Friederike Westerhaus
In dieser Sendung geht es um den ungarischen Komponisten György Kurtág. Geboren wurde er am 19. Februar 1926 und ist auch im stolzen Alter von fast 100 Jahren nach wie vor musikalisch aktiv. Erst mit über 90 hat er seine erste Oper „Fin de partie“ beendet. Viele von Kurtágs Werken zeichnen sich durch eine enorme Kürze und Intensität aus – das Wesentliche bringt er auf den Punkt, ohne groß auszuholen. „Bei ihm geht es um höchste Konzentration auf den Moment, der ihm einfach ungeheuer kostbar ist“, so Ingo Metzmacher, „er hat eine Liebe zu jedem einzelnen klanglichen Ereignis.“ Friederike Westerhaus begleitet Ingo Metzmacher auf seiner Entdeckungstour in die Welt der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live
„Spontane Blütenlese“ Der Pianist Nitai Hershkovits
Aufnahme vom 10.10.2024 aus dem Kammermusiksaal im Beethoven-Haus Bonn. Mit Odilo Clausnitzer
Es gibt keine feste Abfolge von Stücken, wenn der israelische Pianist Nitai Hershkovits einen Soloabend am Flügel gestaltet, nur eine lose imaginierte Reihe von Stimmungen und Texturen. Sein Konzert im Kammermusiksaal des Bonner Beethoven-Hauses war eine innere Reise durch zärtliche, versonnene, nachdenkliche und unbeschwerte Seelenräume. Mit überirdisch leichtem Anschlag zauberte Hershkovits eine reich schillernde Blütenlese von impressionistischen Charakterstücken aus der Tastatur – manche davon ganz spontan kreiert. Musik, bei der sich die Grenzen zwischen Jazzimprovisation und klassischem Klavierrecital in Luft auflösten.
22:00 Uhr radio3 / NDRKultur Jazz
„Elbjazz 2025: Nubiyan Twist“ Eine Sendung von Thomas Haak, NDR
„Wenn das neunköpfige Kollektiv die Flamme findet, dann brennt’s lichterloh“ – schrieb der Rolling Stone 2024 über Nubiyan Twist und ihr viertes Album „Find Your Flame“. Für die Initialzündung sorgte 2015 ihr selbstbetiteltes Debut, danach folgten Vorband-Auftritte für Künstler wie De La Soul oder Robert Glasper sowie BBC-Live-Sessions mit Jamie Cullum, DJane Mary Anne Hobbs und Fernsehgastgeber Jools Holland. 2011 im nordenglischen Leeds gegründet, hat es die Multikulti-Band mittlerweile nach London verschlagen, wo sie ihren treibenden Afrobeat mit Funk, Soul, Dub und Jazz anreichert.
22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Open World
Mit Spieß und Stachel: Tonkunst mit asiatischen Kniegeigen
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
„Die Lobby“ Im Vorraum der Macht
Von Lorenz Schröter Regie: der Autor. Deutschlandfunk 2020
Unternehmensverbände und Industrievertreter beeinflussen die Gesetzgebung in Berlin und Brüssel. Sie gelten als fünfte Macht im Staat. Ein Blick sowohl hinter die Kulissen als auch hinter die Klischees des Lobbyismus.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Musikszene
„Strenge und Magie“ Die Orchestermusik von Maurice Ravel. Von Sylvia Systermans
Raffiniert, sinnlich und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk: Die Musik von Maurice Ravel verströmt einen Zauber, dem man sich kaum entziehen kann. Der „Meister klingender Masken“ mischt Reminiszenzen an Vergangenes mit neutönenden Harmonien, geniale Orchestrierung mit formaler Strenge. Zum 150. Geburtstag des exzentrischen Franzosen spüren wir der poetischen Magie und den präzise kalkulierten Effekten seiner großen Orchesterwerke nach: in der von spanischen Tänzen inspirierten „Rhapsodie espagnole“, der schwebenden Klangmalerei seines Balletts „Daphnis et Chloé“ bis zum verstörenden Taumel von „La Valse“ und dem nie endenden Faszinosum „Boléro“.
23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf
Am Tisch mit Maximilian Doeckel (Quarks Science Cops)
Kleine Kapseln, die das Körperfett schmelzen lassen, ohne dass man Sport machen muss, Glasperlen, die heilen, weil sie mit besonderen Frequenzen aufgeladen sind, Nahrungsergänzungsmittel, die alles heilen von Kopfweh bis Krebs: Es wird viel Unfug erzählt im Netz, in Foren und im Fernsehen.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
Mit Matthias Röckl
23:03 Uhr WDR 3 Open
The Last Time Ever I Heard Their Voice – Bye Bye Soul People. Mit Klaus Walter
“Roberta sang und brachte unsere Herzen zum Singen.” Schrieb Jerry Butler, Soul Man erster Güte, 1970 in seinen Linernotes zu “Chapter Two”, dem zweiten Album von Roberta Flack. Butler starb am 20.Februar mit 85, Flack vier Tage später, mit 88.
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton
„Neuerscheinungen und andere Entdeckungen“ Aktuelle Aufnahmen zeitgenössischer Musik