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„Die verborgenen Unterströmungen“ Ein Porträt des Gitarristen Ferenc Snétberger Mit Karl Lippegaus

Ferenc Snétberger wurde 1957 als jüngstes von sieben Kindern in eine sehr musikalische Familie hineingeboren. Der Vater Robert Snétberger spielte Harfe, Gitarre und Trompete im nordungarischen Salgótarján. Mit 13 Jahren bekam Ferenc klassischen Gitarrenunterricht und studierte dann später in Budapest Jazzgitarre.

Von Karl Lippegaus

1988 zog er um nach Berlin und machte sich daran, einen Stil zu entwickeln, der seine vielen Interessen an diesem Instrument reflektiert: Django Reinhardt, europäische Klassik, süd- und lateinamerikanische Anklänge, vor allem Baden Powell – und US-amerikanischer Jazz.

Mit seiner nylonbesaiteten Gitarre reist Snétberger ständig um die ganze Welt. Aus ihr klingt es zuweilen melancholisch, jedoch niemals sentimental. Bei aller Präzision des Spielers ist da immer eine Wärme spürbar, die direkt zurückverweist auf Snétbergers Tzigane-Erbe. „Mein Vater ist Sinto, aber meine Mutter Roma, und ich bin glücklich, Blut von beiden zu haben.“

Ein Highlight in Ferenc Snétbergers Diskografie ist sein aktuelles, wie von abendlicher Stille umhülltes Trio-Album „Titok“ – kammermusikalischer Jazz im besten Sinne des Wortes.

© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 6.7.2017

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