Eine Lange Nacht über Conrad Schnitzler „Manchmal artet es in Musik aus“ ist wieder online !

Zirpen, blubbern, flimmern, es klingt mal nach Fabriksirene, mal nach einem ratternden Zug oder einem pulsierendem Schiffsdiesel. Der Intermedia-Künstler Conrad Schnitzler mischt alle diese Geräusche zu neuer Musik. Als Handwerker ohne musikalische Ausbildung wird er ein wichtiger „Klangarbeiter“ – und gilt als einer der Wegbereiter der elektronischen Musikszene der 70er-Jahre.

Von Beate und Stefan Becker

Inspiriert wurde Conrad Schnitzler (1937 – 2011) von der Neuen Musik von Cage bis Stockhausen. 1968 eröffnet er in Berlin mit dem Zodiak den ersten Underground-Club der Stadt als Freiraum für Happenings, Theater- und Musikperformances.

Schnitzler ist Musiker, Komponist und Produzent seiner Stücke, nennt sich Intermedialist, arbeitet mit Videotechnik und als Aktionskünstler. Ob in kleinen Galerien in New York, in den Straßen von Linz bei der Ars Electronica, im Aufzug des Musée d’Art moderne in Paris oder auf der Empore der Ostberliner Erlöserkirche: Freiheit und Unabhängigkeit sind seine obersten Prämissen. Die kommerzielle Verwertbarkeit seiner Kompositionen hingegen ist kein Kriterium für ihn.

Conrad Schnitzler gilt als einer der Wegbereiter der elektronischen Musikszene der 1970er-Jahre, und wird von Industrial-, Noise- und Ambiente-Musikern ebenso wie von Techno-Djs als Vorbild genannt. Eine Lange Nacht über einen Pionier der elektronischen Musik.

„Wenn ich die Hand aufmache und da ist nichts drin, dann ist das schon Intermedia. Die Luft die ich atme ist schon ein Ereignis und die Töne, die ich mache, lösen sich in Luft auf.“

(Conrad Schnitzler)

Weiter lesen … !!!

Manuskript PDF

© Deutschlandradio Kultur, 11.3.2017, Lange Nacht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.