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Elektro-Festival Insomnia: „Wind stärkt die Gemeinschaft“

Von Julian Weber (TAZ). Wo Trolle Kunst machen. Das Festival Insomnia im norwegischen Tromsø vereint die arktische Natur der Region mit zeitgenössischem Elektroniksound.

Im Tal beginnt die Wanderung einer hippen Gilde. Da die Sonne bereits um 17 Uhr hinter einem Bergmassiv verschwunden ist, dämmert es. Nieselregen setzt ein, im arktischen Teil Norwegens ist es mit Temperaturen unter 10 Grad Celsius – hallo Klimawandel – mild.

150 Personen machen sich vom Parkplatz auf ins Hochtal Tromsdalen zum Auftakt des Elektronikfestivals Insomnia, das alljährlich in der Stadt Tromsø stattfindet, dieses Jahr zum 23. Mal. Ziel ihrer Wanderung ist eine Freilichtbühne unterhalb des Bergs Fløya. Er wird nach einem sanft ansteigenden Weg vorbei an Gestein und gluckernden Bächlein erreicht.

Wild, schön und launenhaft präsentiert sich die norwegische Natur, sodass man zunächst gar nicht Notiz nimmt von einer grotesken Fantasiegestalt, in weiße Wolle und Plastikfolie gehüllt, die sich am Hang zu schaffen macht. Zwischen Baumstümpfen hampelt dieser Zerberus in der Berglandschaft.



© TAZ, Kultur, 25.10.2024

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