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Erinnerungen an einen Exzentriker: Der Pianist Herbie Nichols

Das originelle Schaffen des Pianisten und Komponisten ist nur auf wenigen Platten dokumentiert – er verband Bebop, Neue Musik, Calypso und show tunes, sperrig und humorvoll. Zu Lebzeiten blieb er obskur, heute gilt er als einer der großen Exzentriker des Jazz. Mit Niklas Wandt.

1957 entstand seine letzte von nur einer Handvoll Studioaufnahmen. Auf der Bühne gestanden mit seinen eigenen Werken hat Herbie Nichols so gut wie nie. Erst Mitte der 1970er Jahre wurden seine Aufnahmen für Blue Note Records neu aufgelegt und kurz darauf zeigten einige Tribut-Einspielungen, wie einflussreich Nichols‘ Schaffen vor allem auf den freien Avantgarde-Jazz war – der Posaunist Roswell Rudd, der Saxophonist Steve Lacy und der Pianist Misha Mengelberg haben als erste die Stücke Nichols‘ interpretiert. Ab den frühen 1990er Jahren lässt sich auch in der zeitgenössischen New Yorker Szene wieder ein verstärktes Interesse an Herbie Nichols‘ eigentümlichem Modern Jazz verzeichnen.



© WDR 3, Jazz, 12.4.2023

Every cloud | 3:55
Herbie Nichols Trio

Chit Chattin‘ | 4:03
Herbie Nichols

The Gig | 4:25
Herbie Nichols

House Party Starting | 5:39
Herbie Nichols

Cro-Magnon Nights | 3:00
Herbie Nichols

Lady Sings The Blues | 3:44
Billie Holiday

Blue Chopsticks | 6:19
Roswell Rudd, Steve Lacy, Misha Mengelberg, Kent Carter, Han Bennink

It didn’t happen | 4:21
Herbie Nichols

Hangover Triangle | 8:00
Herbie Nichols Trio

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