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„Es gibt kein Ziel!“ Dem Saxofonisten und Komponisten Henry Threadgill zum 80. Geburtstag

Henry Threadgill, geboren am 15.2.1944, gehört zu den großen Persönlichkeiten aus dem Umkreis der an kreativen Musikern nicht gerade armen Chicagoer AACM. Mit Odilo Clausnitzer.

Doch keiner seiner Kollegen ist in seinem Werk so wandlungsfähig geblieben wie er. Mit „Air“ definiert er in den 1970er-Jahren das Format Saxofontrio neu. Er erfindet das „Hubkaphone“, ein Instrument aus gestimmten Radkappen, macht mit seinem schlagzeuglastigen „Sextett“ oder der doppelten Tuba-Power von „Very Very Circus“ eine höchst individuelle Groovemusik und entwickelt ein neues, eigenes Tonsystem. 2016 erhält er als einer von bisher nur drei Jazzmusikern den Pulitzer-Preis für Komposition. Aber „geschafft“ hat er es deshalb keineswegs, sagt er: „Es gibt keinen kreativen Endpunkt!“



© Deutschlandfunk, Milestones, 16.2.2024

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