„Es ist Zeit“ ‒ Paul Celan von der Atemwende zur Zeitenwende
Auf den Spuren von Paul Celan und Ingeborg Bachmann. Von Uta-Maria Heim und Frank Hertweck (SWR Kultur). Über hundert Jahre nach der Geburt von Paul Celan blicken wir auf die Aktualität des Dichters und verfolgen sein Gespräch mit Ingeborg Bachmann anhand von Briefen und lyrischen Versen.
Paul Celan ist einer der größten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts. Sein lyrisches Werk verwandelt die Jahrhundertkatastrophe des Holocaust, die Celan als Jude nur knapp überlebte, in Dichtung.
Seine Poesie gilt als hermetisch, aber gleichzeitig ist sie voller biografischer Bezüge. Diese Spannung macht Celan einzigartig.
Wir verfolgen seine Beziehung zu Ingeborg Bachmann, der großen österreichischen Schriftstellerin; wir lauschen dem Dialog der Briefe zwischen den beiden und erspüren eine geheime Kommunikation zwischen den lyrischen Versen.
Wir fragen uns, warum der deutsche Philosoph Martin Heidegger Celan so schätzte. Und wagen uns an ein heikles Feld der Celan-Forschung: die Einflüsse der Psychiatrieaufenthalte auf sein lyrisches Spätwerk.
© SWR Kultur, 1.11.2025