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Feature: „Der zerbrochene Spiegel“ Über die Angst vor der Hässlichkeit Von Uta Rüenauver

Wir leben in (selbst-) bildversessenen Zeiten. Durch die Selfie-Manie auf Instagram, Snapchat und WhatsApp wird das eigene Aussehen wichtiger als je zuvor. Aber der Blick in die Kamera und den Spiegel fällt nicht jedem leicht. Die Angst vor der vermeintlichen Hässlichkeit nimmt zu und kann auch krankhafte Züge annehmen.

Kein Selbstbewusstsein ohne Selbstbild – und dafür ist der Blick in den Spiegel unerlässlich. Er liefert uns ein vermeintlich objektives Bild von uns: Wie wir uns im Spiegel sehen, so sehen uns wohl auch die anderen. Doch der Blick in den Spiegel ist trügerisch.

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es. Die Hässlichkeit ebenso. Und so blickt einem aus dem Spiegel mitunter ein Monster entgegen.

Der Betrachter sieht ein niederschmetterndes Bild von sich, das nur er sieht, von dem er aber glaubt, alle anderen sähen es auch. Im Netz werden Bilder vielfach inszeniert und bearbeitet und bleiben doch oft zurück hinter dem angestrebten Ideal. Kein Wunder, dass Psychiatrie und Psychologie vermehrt eine körperdysmorphe Störung diagnostizieren: die Angst vor Hässlichkeit.

Der zerbrochene Spiegel
Über die Angst vor der Hässlichkeit
Von Uta Rüenauver

Regie: Susanne Krings
Es sprachen: Claudia Hübbecker, Andre Kaczmarczyk, Lisa-Marie und David Vormweg
Ton und Technik: Christoph Rieseberg und Christoph Schumacher
Produktion: Dlf 2020

 

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