Filmdienst Kino Tipp: Ein Tag ohne Frauen
Von Gaby Sikorski. Doku über einen Frauenstreik, der 1975 einen Tag lang Island lahmlegte und an dem sich 90 Prozent aller isländischen Frauen beteiligten. „Ein Tag ohne Frauen“ ist ein echter Gute-Laune-Dokumentarfilm – voller Hoffnung, Humor und Optimismus. Ein Film, der Zeichen setzt. Wie ein Sonnenstrahl an einem trüben Tag.
Den Frauenstreik hat keine der Beteiligten vergessen. „Das war einer der bewegendsten Momente meines Lebens“, sagt eine, und eine andere ergänzt: „Vielleicht war er das Wichtigste, was in meinem Leben passiert ist.“ Das alles wird in „Ein Tag ohne Frauen“ so unterhaltsam, lebendig und kurzweilig geschildert, dass man darüber leicht den subversiven Charakter des Films übersehen könnte. Um dies zu verhindern, haben die Filmemacherinnen Animationssequenzen eingefügt, die bisweilen mit hübscher Ironie die Originalbilder aus den 1970er-Jahren und die aktuellen Interviews ergänzen und verstärken, manchmal auch konterkarieren. Das macht den Film abwechslungsreich und erschafft zusammen mit den gut aufgelegten Protagonistinnen eine sehr fröhliche Atmosphäre. © Alles Texte: Filmdienst.
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