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Frank Zappa und sein Verhältnis zum Jazz „Anrüchig?“

Heute Abend 23.03 Uhr SWR 2 NOWJazz

Frank Zappa und sein Verhältnis zum Jazz
Von Harry Lachner

Ein Bonmot, so leicht während eines Konzertes 1973 im „The Roxy“, Hollywood, dahingesagt, wurde zum geflügelten Wort. Jazz, sagte Frank Zappa, sei nicht tot, er rieche nur etwas komisch. Da war die erste, anarchisch experimentierfreudige Formation seiner „Mothers of Invention“ bereits aufgelöst – und vom Konzept seiner Instrumentalplatten „Grand Wazoo“ und „Waka/Jawaka“ aus dem Jahr 1972 hatte er sich auch schon wieder verabschiedet. Gerade hier aber enthüllte sich der Einfluß des Jazz in besonderem Maße: Auf diesen beiden Alben gelang jenem als gnadenloser Perfektionist verschriene Gitarrist und Komponist eine einzigartige Fusion von Jazz, Rock und ausgefeilter Komposition, die sich in eigenwilliger Weise vom Gros der damals üblichen Jazzrock-Versuche abzusetzen vermochte. Bis zu Zappas letzten Aufnahmen war der Jazz immer mal wieder in seinem Werk präsent: allerdings entweder eher unterschwellig – oder als Schreckwort wie in „Jazz from Hell“. Denn je älter Zappa wurde, desto enger wurden die Spielräume für die Improvisationen seiner Musiker. Die eigenen, grandiosen Gitarren-Soli selbstredend ausgenommen.

© SWR 2 Now Jazz, 29.1.2016

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