Musiktipps

Für Sven-Åke Johansson … Nachrufe, Mitschnitte …

Alexander Meyer spricht in seinem wunderbaren Nachruf für Sven-Åke Johansson, wenn ich das mal so schreiben darf, von einem „Ein Universalkünstler, der eigentlich Schlagzeuger war“ und das trifft es ziemlich genau.

Jan Granlie (saltpeanuts*) „Hier bei salt peanuts* haben wir Johansson stets ganz oben auf dem Thron der improvisierenden Schlagzeuger und Perkussionisten sitzen lassen. Und es besteht kein Zweifel, dass die Welt mit Johanssons Tod einen der spannendsten und kreativsten Schlagzeuger und Perkussionisten verloren hat.“

Ich habe hier mal die verfügbaren Mitschnitte mit Sven-Åke Johansson zusammengefasst. Dazu noch Nachrufe von Alexander Meyer und Jan Granlie.

West-Berliner Stadtmusik – Nachruf auf Sven-Åke Johansson (1943-2025)

Der 1943 in Schweden geborene Avantgardist und Klangforscher, Schlagzeuger und Universalkünstler Sven-Åke Johansson ist tot. Er kam 1968 nach West-Berlin und zählte zu den Pionieren des europäischen Free Jazz. Ein Nachruf von Alexander Meyer.

© www.tip-berlin.de, 17.6.2025

Verfügbare Mitschnitte:

In St. Wendel am Schlossplatz“ Klangkunst von Sven-Åke Johansson und Oliver Augst

Sven-Åke Johansson und Rüdiger Carl, Live zu Gast bei Karl Bruckmaier im Nachtmix

Lounge Konzert: Mit „Kapital Band 1“ und dem „Duo Johansson/Carl“

Ruhe in Frieden, Sven-Åke Johansson von Jan Granlie

In letzter Zeit scheint es, als hätten wir einen Verlust an Schlagzeugern zu beklagen. Der erste, der uns verlassen hat, war der Norweger Axel Skalstad, dann verließ Louis Moholo-Moholo unsere Welt. Und heute erreichte uns die Nachricht, dass der schwedische Perkussionist, Schlagzeuger, Komponist, Dichter und bildende Künstler Sven-Åke Johansson von uns gegangen ist. Er wurde 1941 in Mariestad geboren und lebte seit 1968 in Berlin.

Johansson ist einer der ersten europäischen Free-Jazz-Schlagzeuger. Er war Teil des Peter Brötzmann Trios, das zusammen mit dem Bassisten Peter Kowald die Alben For Adolphe Sax (1967) und Machine Gun (1968) aufgenommen hat. Für kurze Zeit war er 1968 Mitglied einer frühen Formation von Tangerine Dream und spielte im Globe Unity Orchestra sowie mit dem deutschen Holzbläser Alfred Harth und der belgischen Pianistin Nicole Van den Plas in E.M.T.
1972 nahm er das Album Schlingerland auf, eine der ersten Solo-Free-Jazz-Aufnahmen eines Schlagzeugers. Johansson arbeitete 1976 im Duo mit dem Pianisten Alexander von Schlippenbach und spielte danach mit Musikern wie Hans Reichel, Jeanne Lee, Gunter Hampel, Michel Waisvisz, Axel Dörner, Albert Oehlen, Rhodri Davis, Ken Vandermark, Otomo Yoshihide, Rüdiger Carl, Andrea Neumann und vielen anderen.
Johansson hat zu zahlreichen Ausstellungen, Publikationen und Hunderten von Aufnahmen beigetragen. Außerdem hat er Hörspiele für mehrere deutsche Radiosender produziert. Seit 2010 arbeitet er mit dem deutschen Sänger und Komponisten Oliver Augst zusammen. Das Duo hat ein Konzertprogramm namens Eisler im Sitzen sowie verschiedene Hörspiele geschaffen, darunter In St. Wendel am Schloßplatz, das 2017 im Deutschlandfunk ausgestrahlt und an verschiedenen Orten live präsentiert wurde. Seit 2017 arbeitet Johansson auch mit dem Elektronikmusiker Jan Jelinek (am modularen Synthesizer) zusammen.
Hier bei salt peanuts* haben wir Johansson stets ganz oben auf dem Thron der improvisierenden Schlagzeuger und Perkussionisten sitzen lassen. Und es besteht kein Zweifel, dass die Welt mit Johanssons Tod einen der spannendsten und kreativsten Schlagzeuger und Perkussionisten verloren hat.
Svend-Åke Johansson ist heute, am 15. Juni 2025, von uns gegangen.

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