Harry Lachner: Eine Rekapitulation meines Hörjahres 2024
Wie immer boten die Ewigkeitsbegleiter Toru Takemitsu, György Ligeti, Cecil Taylor, Charles Mingus und Giacinto Scelsi einen besänftigend ausgestatteten Rückzugsort wider die Anwehungen der ästhetisch fragwürdigen Pop-, Rock- und Jazz-Industrieware.
Die alte Binse sagt ja, je souveräner sich Musik einem Genrezugriff oder einer abgesicherten Stilwelt widersetzt, desto anspruchsvoll hörbar wird sie. Um allfällige Zuordnungsbemühungen aus dem Weg zu gehen, verzichte ich lieber auf leichthändig vergebene Begriffszuschreibungen. Ohne Kategorisierung – und in gebotener Kürze – heißt es einfach: „…und das lief, vor allem…“
Die komplette Liste ist zur jeweiligen Musik, Release verlinkt. Viel Freude am Endecken!
Radio Cologne Sound: „Das Studio Für Elektronische Musik Des WDR“
Bertrand Chamayou: „Cage²“
Chafouin: „Chafouin Play Play Terry Riley In C“
Gilles Gobeil: „Promenades“
Painkiller: „Samsara“
The Flying Luttenbachers: „Losing the War Inside Our Heads“
Brandon Ross: „Off the End“
Gastr del Sol: „We Have Dozens of Titles“
Keiji Haino, Jim O’Rourke, Oren Ambarchi: „With pats on the head, just one too few is evil…“
Peter Evans: „Extra“
Phantom Orchard: „Hit Parade of Tears“
Skerik: „Compersion Quartet“
Catherine Graindorge: „Songs for the Dead“
Gnod: „Spot Land“
Thou: „Umbilical“
Diamanda Galas: „Diamanda Galás In Concert“
Simon Fisher Turner: „Instability of the Signal“
Xiu Xiu: „13“ Frank Beltrame Italian Stiletto with Bison Horn Grips“
Kim Gordon: „The Collective“
Buñuel: „Mansuetude“
Neben diesen (und etlichen anderen interessanten) Neuheiten war dann
doch noch genügend Hörraum für die Re:View alias „…a little nostalgia for the old folks…“