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Hörspiel „Lauter Liebe Worte“ Von Karlheinz Koinegg (Teile 1-4)

Worte finden, wo es nur Schweigen gab. Karlheinz Koinegg macht sich auf Spurensuche im Leben seines Vaters, der Selbstmord beging, als der Autor neun Jahre alt war.

Sommer 1969 in der „Jupp-Kolonie“, einer Zechensiedlung in Duisburg-Hamborn. Der junge Stahlarbeiter Johann Koinegg öffnet in der Küche seiner Wohnung ein Fläschchen mit dem Unkrautvernichtungsmittel E 605. Im Wohnzimmer spielt sein 9-jähriger Sohn leise auf dem Fußboden, um den Vater bei der Mittagsruhe nicht zu stören. Stunden später wird der Junge seinen Vater auf dem Bett im Kinderzimmer finden. Der junge Stahlarbeiter, der sein Leben mit 36 Jahren an diesem schönen Sommertag beendet, ist der Vater von Karlheinz Koinegg. Der kleine Sohn ist der Autor selbst. Fast 50 Jahre später besucht Koinegg die Menschen, die dieser Tod seither begleitet, mit einem Aufnahmegerät. Anhand der O-Töne erzählt er die Geschichte seines Vaters. Und mit ihr die Geschichte des Arbeiter-Milieus der 1960er Jahre, des Ruhrgebiets und des Umgangs mit psychischer Krankheit – und mit dem Schweigen.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

„Lauter Liebe Worte“ Von Karlheinz Koinegg

Musik: Julia Klomfaß
Technische Realisation: Benno Müller vom Hofe
Regie: Karlheinz Koinegg und Martin Zylka
Redaktion: Christina Hänsel
Produktion: WDR 2017 

© WDR 3, Hörspiel, Juni 2019

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