„Honeyfeet“ Konzertmitschnitt vom 26. Juli 2018 vom Schlossplatz Oldenburg
Sie ist eine eindrucksvolle, raumgreifende Persönlichkeit und eine famose Sängerin: Ríoghnach Connolly, geboren und aufgewachsen in Nordirland, seit gut anderthalb Jahrzehnten in England zuhause.
Connolly ist der beseelte Dreh- und Angelpunkt der Gruppe Honeyfeet. Die siebenköpfige Formation aus Manchester war erstmals im März 2017 in Deutschland: für ein Konzert im Rahmen des „women in emotion“-Festivals in der Music Hall, Worpswede.
Gefeierter Konzert-Akt
Stilistisch kann man die Gruppe schwer fassen. Beherzter Soul wird mit einer Irish-Folk-Flöte garniert, Funk und Blues verschmelzen mit Rap-Parts, Posaune und Mundharmonika sorgen für Jazz-Flair, atmosphärische Balladen münden in furiose Rock-Parts. Ein unwiderstehliches Ganzes, das lange gediehen ist. Connolly und Gitarrist Ellis Davies, gebürtiger Waliser, brachten die erste Ausgabe von Honeyfeet vor etwa zehn Jahren aufs Gleis. Das Problem: Da sich die Band mit ihrer festiven Vielfalt allen üblichen Vermarktungsformeln entzieht, war sie meist auf sich allein gestellt, was Alben und Tourneen angeht. Beim Schlossplatz-Konzert im Rahmen des Oldenburger Kultursommers wurden Honeyfeet ebenso gefeiert wie tags zuvor auf der Bremen Zwei-Bühne der Breminale.
© Bremen 2, Sounds in Concert, 29.9.2018