Brigitte Reimann, von Lesern geliebt, von SED-Genossen angefeindet, wurde nur 39 Jahre alt. 1973 starb sie in Berlin-Buch an Krebs.…
Brigitte Reimann gilt als eine der bemerkenswertesten Stimmen der DDR. Die Schriftstellerin wäre am Freitag 90 Jahre alt geworden. Carsten Gansel hat eine umfassende Biografie der früh verstorbenen Autorin geschrieben. Von Juliane Bergmann.
1933 geboren, wächst Brigitte Reimann auf in Burg in Sachsen-Anhalt, in einer kleinen Villa, Kirschbäume im Garten. Mit acht liest sie Shakespeare und Goethes „Faust“. Zuhause ist jede Lektüre erlaubt. Der Schulstoff hingegen ist – unter Hitler – durchtränkt mit Ideologie, schreibt sie in einem Brief:
„Ich war bei Kriegsende elf Jahre alt, ich hatte noch gelernt, mit erhobenem Arm zu grüßen und den schwarzen Schlips korrekt zu tragen, wenig mehr.“
Auszug: „Ich bin so gierig nach Leben“
© NDRkultur, 20.7.2023/alle Texte: NDRkultur
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