Er hat mein Gehör erschüttert. Und seine Musik das Verständnis von Jazz und Neuer Musik. Zum siebzigsten Geburtstag des amerikanischen…
Regisseur Mathieu Amalric zeigt in seiner Dokumentarfilmtrilogie „John Zorn I, II, III“ den New Yorker Ausnahmekünstler als umgänglichen Menschen. Von Ljubiša Tošić.
Heiter ist jene Szene, in der John Zorn sein Wissen über Weißwurst und ihr Verhältnis zum Österreicher preisgibt. Der Österreicher, so Zorn, schäle die Weißwurst nicht, er sauge sie tatsächlich einfach aus, erzählt er einer lachenden Kollegenschaft. In der Trilogie John Zorn I, II, III über den komponierenden Saxofonisten aus New York ist auch für Verwechslungen von Bayern und Alpenrepublik Platz, und das ist gut so. Man kommt dem ernsten Innovator im Geiste der Postmoderne unerwartet nahe.
© Der Standard, Kultur, 25.4.2024
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