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„Künstlerin, Forscherin, Weltreisende“ Die lange Nacht über Maria Sibylla Merian

Von Halina Dyrschka (DLF).Maria Sibylla Merian war beseelt vom frühen Geist der Aufklärung – und ist heute vielen unbekannt. Dabei zeigt ihr bemerkenswertes Leben die Möglichkeiten auf, wie eine Frau im 17. Jahrhundert zur angesehenen Künstlerin und Forscherin avanciert.

Was haben Zar Peter I., Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Wolfgang von Goethe und Carl von Linné gemeinsam? Sie alle kannten Maria Sybilla Merian. Kurioserweise ist heute diese einzigartige Künstlerin vielen unbekannt, obwohl ihre bemerkenswerte Lebensgeschichte die Möglichkeiten aufzeigt, wie eine Frau im 17. Jahrhundert zur angesehenen Künstlerin und Insektenforscherin avanciert. Die hochbegabte Malerin und Kupferstecherin widmete ihr gesamtes Leben der Erforschung der Insektenwelt. Beseelt vom frühen Geist der Aufklärung, ließ sie die Faszination der Metamorphose – wie sich eine Raupe zum Schmetterling wandelt – ein künstlerisch einzigartiges OEuvre erschaffen. Neben ihrer Forschung gründete sie eine Malschule für Mädchen, bekam Aufträge von der adeligen Gesellschaft und betrieb Handel mit Farben, Tuch und Tierpräparaten. 1699 – bereits 100 Jahre vor Alexander von Humboldt – reiste sie allein nach Surinam, um dortselbst das Insektenuniversum zu studieren. 1705 erschien ihr bis heute zitiertes Werk „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“. Maria Sibylla Merian war ausgestattet mit Kühnheit, Unabhängigkeit und Forschergeist und offenbart sich in ihrer aufregenden Biografie als „moderne“ Naturforscherin.



Künstlerin, Naturforscherin, Weltreisende
Eine Lange Nacht über Maria Sibylla Merian
Von Halina Dyrschka
Regie: Philippe Brühl

© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 15.4.2023

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