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Küss mich und töte das Biest

Eskapismus in der Literatur

Von Laura Freisberg

Folgen Sie unserer Heldin auf ihrer Reise von Mittelerde über das verregnete Nordamerika bis ins düstere Panem. Denn sie muss auf einmal die Welt retten oder diesen verliebten Vampir – oder zumindest die eigene Haut. Schon in den alten Märchen der Gebrüder Grimm geht es um Prüfungen, die bestanden werden müssen: Apfelbaum schütteln, Hexe verbrennen, den Prinzen bezaubern. In den Märchen des 21. Jahrhunderts ist alles gleich ein bisschen größer: Hier erblühen Welten, in denen es um die ganz großen Kämpfe zwischen Gut und Böse geht, in denen von der Entscheidung: „Küss ich den Werwolf oder den Vampir?“ mehr abhängt, als das eigene kleine Glück. Unsere Heldin kämpft gegen bösartige Mächte, die zunächst unbesiegbar scheinen und sie kämpft mit einer Identitätskrise: Wer bin ich, was wage ich, wenn es darauf ankommt? Auf wen kann ich vertrauen? Vielleicht wird sie durch ihren Mut, ihre Liebe und ihr reines Herz das Böse besiegen. Oder sie zieht sich doch die Bettdecke über den Kopf und sagt: „Keinen Bock“.

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© Bayern 2 ,13.11.2015, Nachtstudio

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