Live At Fabrik Hamburg mit neuen Veröffentlichungen von Gil Evans und Pianist McCoy Tyner

Der NDR sichtet sein Archiv und veröffentlicht neue alte Konzertmitschnitte aus den wilden Zeiten des Hamburger Kulturzentrums „Fabrik“. Die Jazz-Anekdoten aus den 80ern erzählen auch eine Geschichte gelebter Gegenkultur. Von Jan Paersch.

Pressekonferenzen in Ballsälen sind selten geworden. Zumal, wenn es darum geht, Neuigkeiten im Genre Jazz zu verkünden. Doch Joachim Becker hat offenbar gute Verbindungen zum schicken Hotel „Atlantic“ an der Alster. Also sitzt der Chef der Plattenfirma Jazzline über teurem Parkett unter Kronleuchtern und berichtet mit rheinischem Zungenschlag von seiner Begeisterung für eine norddeutsche Konzert-Location: „Alle von mir betreuten Künstler sagen das – wenn Hamburg, dann Fabrik.“



Becker kümmert sich auf seinem Label um Jazzgrößen wie Randy Brecker, doch in einer neuen Reihe geht es um längst Verstorbene. Konzerte von Arrangeur Gil Evans und Pianist McCoy Tyner machen den Anfang bei „Live at Fabrik“. Gemeinsam mit NDR Kultur hat Becker das Archiv des Senders durchforstet und veröffentlicht nun erstmals Konzertmitschnitte aus den Achtziger- und Neunzigerjahren.





© TAZ, Kultur, 7.4.2022

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