„Mundgerechte Mundgefechte“ Der niederländische Vokalist und Lautpoet Jaap Blonk (!!!)
Anfang der 1980er-Jahre entdeckte Jaap Blonk sein Talent als Lautpoet und erweitert seitdem systematisch die Grenzen des Ausdrucks. Ein Feature von Hubert Steins. Worin Jaap Blonk auch selber zu Wort und Ton kommt.
Jaap Blonk wurde 1953 in Woerden/Niederlande geboren Seine Studien der Physik, Mathematik und Musikwissenschaft ebenso wie diverse Tätigkeiten in Büros und anderen geradlinigen Systemen verstärkten seinen Hang zum Dadaismus. Der eigenwillige Autodidakt, Musiker, Klangpoet und Vocal-Performer entdeckte durch den Vortrag von Gedichten (Artaud, Lucebert, Schwitters u.a.) die Direktheit und Beweglichkeit des stimmlichen Ausdrucks. Er spezialisierte sich in der Aufführung von Lautpoesie und zeichnet sich durch seine kraftvolle Bühnenpräsenz und seine ungebremste Freiheit des Improvisierens aus.
Er arbeitete mit dem Niederländischen Bläserensemble und der Ebony Band zusammen und wirkte in einem Stück von Carola Bauckholt bei der Berliner Musik-Biennale 1999 mit.
Jaap Blonk trat bereits in zahlreichen europäischen Ländern, den USA, Kanada, Indonesien und Lateinamerika auf der Bühne, im Radio und im Fernsehen auf. Er unterrichtete unter anderem an der Schule für Dichtung in Wien und an der School of the Art Institute in Chicago. © Text: https://www.lyrikline.org
© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 1.5.2018