Musikszene: Vom „Schifferklavier“ zum Klassikstar. Das Akkordeon als Instrument des Jahres 2026
Von Klaus Gehrke (DLF). 1829 erfunden, erst in der Volksmusik, ab 1920 dann mit über fünf Oktaven auch in klassischer Musik eingesetzt: das Akkordeon.
Seit seiner Erfindung 1829 galt das Akkordeon bis weit in das 20. Jahrhundert hinein vor allem als beliebtes Instrument der Volksmusik, das drinnen wie draußen für Stimmung sorgte. Dabei boten gerade die nach 1920 gefertigten großen Modelle mit einem Tonumfang von über fünf Oktaven und mehreren Manualen sowie etlichen technischen Spielhilfen interessante Möglichkeiten für die Interpretation von anspruchsvoller Musik. Erst zum Ende des vergangenen Jahrhunderts konnte das Akkordeon seinen Ruf als reines Volksmusikinstrument abstreifen und sich durch raffiniert virtuose Bearbeitungen sowie mit ungewöhnlichen Sounds einen Namen in der klassischen und der zeitgenössischen Musik machen. 2026 wurde es zum „Instrument des Jahres“ gekürt.
© Deutschlandfunk, Musikszene, 21.2.2026