Nach hören: „Eine Schneise“

Hörspiel nach dem gleichnamigen Musiktheaterstück von Händl Klaus

Kathrin, die Lehrerin, lebt mit ihrem Sohn Lukas in einem einsamen Dorf. Ein Brand im Wald lockt den Inspektor in ihre verschworene Nähe und lässt die Schutzhaut ihrer Geheimnisse schmelzen. Wie eingekapselt in eine andere Zeit, in unausgesprochene Zweifel und Fragen und an einem rätselhaft aus der Welt gefallenen Ort leben Mutter und Sohn. Wer ist der Vater? Wer hat den Brand im nahen Wald gelegt – und wer ist der kauzige Bienenzüchter, der plötzlich auftaucht? Vier Menschen tanzen umeinander, nehmen sich die Worte aus dem Mund, deuten Sätze um – am Ende formulieren sie die Grundlagen ihres Daseins neu.

Uraufgeführt auf den Salzburger Festspielen 2012 und für die osttiroler Musicbanda Franui geschrieben, erfährt das Stück von Händl Klaus in seiner Hörspielfassung und mit der Musik des Jazzgrenzgängers Martin Schütz eine konzentrierte Zuspitzung in der Infragestellung von Worten und Werten.

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Händl Klaus, geboren 1969 als Klaus Händl in Innsbruck/ Tirol, lebt als Dramatiker, Filmemacher, Hörspiel- und Prosaautor in Wien, Berlin und Port/Schweiz. Er wurde für sein Schaffen vielfach ausgezeichnet. Für die Schwetzinger SWR Festspiele schrieb er 2011 mit „Bluthaus“ und 2013 mit „Thomas“ die Libretti zweier Opern des Komponisten Georg Friedrich Haas.

Mit: Sophie Rois, Jens Harzer, André Jung und Kristof van Boven
Musik: Martin Schütz
Hörspielbearbeitung und Regie: Erik Altorfer
(Produktion: WDR 2013)

© SWR 2, Hörspiel-Studio / Foto: Sibylle Anneck

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