„Paradies für Nerds“ Im Synthesizer-Museum in Berlin kann man die Instrumente selbst spielen
Ein Bericht von Markus Ströhlein (JungleWordl). Im temporär eingerichteten Synthesizer-Museum in Berlin kann man die Instrumente nicht nur besichtigen, man kann auch selbst auf den guten Stücken spielen. Ein Besuch.
Zuerst ist nur ein einzelner, stehender Ton zu hören. Sobald eine Steckverbindung das Signal von einer bestimmten Buchse zu einer anderen leitet, wird aus dem Ton ein gleichmäßiger Puls. Noch eine Steckverbindung kommt zum Einsatz und aus dem gleichmäßigen Rhythmus wird ein unregelmäßiges Klackern und Puckern. Ein bisschen Hall dazu, schon klingt der elektronische Schluckauf wie ein außerirdisches Morsesignal.
Das Instrument, das diese Klänge hervorbringt, stammt nicht aus dem All, sondern aus Kalifornien. Es ist ein Buchla Music Easel, benannt nach seinem legendären Erfinder Don Buchla, der es Anfang der siebziger Jahre auf den Markt brachte. Ein Exemplar des Synthesizers, der in einen handlichen Koffer (40 mal 57 mal 17 Zentimeter) passt, ist im temporären Synthesizer-Museum Berlin zu sehen, zu hören und auszuprobieren.
Synthesizer Museum Berlin, Skalitzer Str. 135a, 10999 Berlin, täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr, Eintritt zwölf Euro,
www.synthesizermuseum.info
© JungleWorld, Dschungel, 17.4.2025