Playback „Björk“ Eine Hommage zum 50. Geburtstag

Mit Judith Schnaubelt

Es war einmal vor langer Zeit, da hat Madonna die um sieben Jährchen jüngere Björk zu sich nach Los Angeles eingeladen, weil Björk so schöne Verse für ein Lied gedichtet hat, das Madonna gerne sang: „Bedtime Stories“. Die Queen of Pop wusste sehr genau um die Talente des Elfenmädchens aus Island. Man schrieb das Jahr 1994, und Björk kam nicht nach Los Angeles. Björk machte gerade selbst Pop-Karriere in Europa. Und zwar solo. Im Sommer 1994 auf dem Glastonbury Festival waren während des Konzertes von Björk auf der NME-Stage bereits reihenweise Mädchen in Ohnmacht gefallen. Björk war einer der Hypes dieses Festivals. Und wer es damals in Glastonbury schaffte, dem war der internationale Durchbruch ziemlich sicher. Oasis, Blur und Pulp das im selben Jahr hier auch passiert. Natürlich geht es kaum klischeehafter, von Björk, dem Elfenmädchen aus Island zu sprechen. Björk war Punk. Sie hat bei Hausbesetzern in Berlin gelebt, als sie 16 war. Sie hat das Spielen von Instrumenten und Gesang jahrelang gelernt. Bei den Sugarcubes hat sie an allen Songs mit komponiert. Sie war nicht nur musikalisch talentiert, mit außergewöhnlicher Stimme gesegnet, für die sie sich eine außergewöhnliche Gesangstechnik verpasste, nein, Björk war und ist besessen von Musik. Sie ist personifizierte Musik! Madonna ist die Antithese dazu. Madonna ist inszeniert. Björk hat dagegen nur das, was sie tatsächlich ist, visualisiert. Wir müssen uns Björk als glücklichen Menschen vorstellen. Happy Birthday.
© Bayern 2, Nachtmix, Judith Schnaubelt,11 / 2015 / FOTO: afp

 

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