Radiotipps für den 1.3.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 Uhr ARD Jazz. Die Nacht
„Kontemplation, Storytelling & Frankophilie“
Höhepunkte des Konzertjahres 2025, vorgestellt von Karsten Neuschwender (SR)
Bei den internationalen Jazztagen St. Wendel befreite Nik Bärtsch mit Ronin Geist und Fantasie, inspiriert von der rituellen Strenge der asiatischen Kultur. Die gebürtige Saarländerin Charlotte Planchou kehrte als Jazz- und Chansonsängerin zum Internationalen Festival Saar „fill in“ zurück in ihre Heimat und ARD Jazz. Die Nacht würdigt die Illinger Jazzlounge, deren letzte Ausgabe nach über 20 Jahren im Jahr 2025 stattgefunden hat.
0:05 Uhr Ö1 Jazznacht
Ralph Towner + Spot on Flamenco
der spanische Pianist David Peña Dorantes im November 2025 im Wiener ORF RadioKulturhaus
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Mit allen Ohren, mit allen Sinnen sein“ Der polnische Komponist Wojtek Blecharz
Von Thomas Groetz (Wdh. v. 31.03.2026)
Mit seinen multimedialen Installationen möchte der Komponist die „hörenden Körper freilegen“, damit sie „ganz Ohr werden“.
12:00 Uhr HR 2 Literaturland Hessen
Politische Gefühle: Harald Welzer und Ines Geipel
Welche Spuren hat die Geschichte des geteilten Deutschlands in den Köpfen hinterlassen? Wie unterscheiden sich heute noch die politischen Gefühlslandschaften in Ost- und Westdeutschland? Und was kann helfen, Unterschiede zu überbrücken und wieder mehr ins Gespräch zu kommen?
13:00 Uhr HR 2 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen
Rock ’n‘ Roll und Ringelsocken – Jugend in den 1950ern
Der Rock ‘n‘ Roll gehört zu den 50er Jahren und der Hula-Hoop-Reifen. Einen Fernseher hatte noch kaum jemand, Musik hörte man nur von Schallplatte oder im Radio, und der Krieg war gerade erst vorbei.
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person: Der Schriftsteller und Künstler Richard Schuberth im Gespräch mit Joachim Scholl
Er schreibt in vielen Gattungen, zeichnet, komponiert und führt Regie: Der Österreicher Richard Schuberth, Jg. 68, ist ein Allround-Talent. Sein jüngster Roman „Der Paketzusteller“ spielt in der Welt der sozialen Medien und wird allseits gefeiert.
15:00 Uhr radio Die Hörbiografie
Franz Schubert: Die Liebe liebt das Wandern – Rauschender Beifall (1828)
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (9/9)
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
Die Kraft der Reduktion – Minimalismus in der Kunst
Von Rainer Praetorius
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Erinnerungen einer Überflüssigen“ von Lena Christ
Komposition: Evi Keglmaier, Greulix Schrank
Regie: Stefanie Ramb BR 2020
15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera
Das Magazin – Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen
16:00 Uhr radio 3 Hörspiel
„Begehren“ Komposition: Sabine Worthmann
Technische Realisierung: Bernd Bechtolt, Benjamin Ihnow
Regieassistenz: Oliver Martin Regie: Andrea Getto rbb 2023
Von Fantasien, Ängsten, Langzeitaffären und Beziehungshopping. Hörspiel über Lust und Liebe in allen ihren Spielarten, erzählt von sechs Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und sexueller Orientierung.
17:00 Uhr radio 3 Das Gespräch
„Die Macht der Farben“ Der Farbforscher Axel Buether im Gespräch
Farben beeinflussen die Konzentration, das Wohlbefinden und sogar den Heilungsprozess. Das zeigen die Studien von Prof. Dr. Axel Buether von der Universität Wuppertal. Dank seiner Farbkonzepte für Krankenhäuser sind die Menschen dort zufriedener: die Mitarbeitenden melden sich seltener krank und die Patienten brauchen weniger Beruhigungsmittel.
17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik
„Das erste Mal, als ich Mahler gehört habe, habe ich mich zu Hause gefühlt.“ – Der Dirigent Eliahu Inbal
Fast sein ganzes Leben hat der 90-jährige Dirigent mit Musik verbracht. Geschätzt wird er vor allem für seine Aufführungen der Sinfonien von Gustav Mahler, Anton Brucker und Dimitry Schostakowitsch.
17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial
„Jazzrockpionier Gabor Szabo“ Ein Porträt des Gitarristen Gabor Szabo
Der ungarisch-amerikanische Gitarrist Gabor Szabo ist heutzutage ein wenig in Vergessenheit geraten, in den 1960-er Jahren war der in Budapest geborene Musiker aber ein echter Star, der mit seiner Verbindung von Jazz, Pop, Rock und auch ungarischer Folklore musikalische Spuren hinterlassen hat. Als 20-jähriger verlässt er nach der missglückten ungarischen Revolution sein Heimatland und kann sich in der kalifornischen Jazzszene etablieren. Als Mitglied des Chico Hamilton Quintetts und vor allem später als Solokünstler integriert er Einflüsse aus der Rockmusik in sein Spiel, viele Jahre, bevor der Trompeter Miles Davis das getan hat. Der Geburtstag des 1982 verstorbenen Gabor Szabo jährt sich am 8. März zum 90. Mal.
18:00 Uhr HR 2 Feature
Caroline von Schelling und Dorothea von Schlegel: Porträt zweier Salonièren des 18. Jahrhunderts
Von Margareta Bloom-Schinnerl
Caroline und Dorothea sind klug und gebildet, begnadete Briefschreiberinnen, mehrfach verheiratet und scheren sich wenig um die Normen der Gesellschaft. Und beide haben vor 250 Jahren das Licht der Welt erblickt.
18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel
Baudolino (4/4) – Pndapetzim
Nach dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco
18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
Stolz und Vorurteil (2/3) Nach dem Roman von Jane Austen
Übersetzung: Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié
Bearbeitung und Regie: Kai Grehn
Musiker: Murat Parlak (Klavier), Cristian Braica (Kontrabass), Michael Höfele (Oboe), Peter Zelienka (Violine), Ulrich Horn (Violoncello), Claudia Graue, Maeve Metelka und Hanna Plaß (Gesang)
Komposition: Murat Parlak
Musikproduktion: Philipp Knop, Lisa Harnest und Lutz Keller
Ton: Jean Szymczak
Produktion: HR/Deutschlandfunk Kultur/Hörverlag 2022
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Thrillbox (1)
hr-Bigband feat. Vincent Peirani, cond. by Magnus Lindgren, Staatstheater, Darmstadt, März 2018, Teil 1
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Patrick Ziegelmüller
Musik als Medizin
Pina Palau kommt aus Zürich, hat ihr Medizinstudium fertig, zieht aber trotzdem lieber als Musikerin los. Ihr drittes Album „You Better Get Used To It” bietet eine Mixtur aus folkiger Intimität und einer rohen, ungeschminkten, emotionalen Indie-Rock-Direktheit einer Courtney Barnett. Musik kann ja auch heilende Wirkung haben.
Cootie Catcher sind ein Quartett aus Toronto. Auf „Something We All Got“ ist knarziger und verspielter Gitarrenpop im Stile der Pastels oder Beat Happening zu hören.
Michelle David lernte das Singen in den Kirchen New Yorks. Im Laufe ihrer Karriere tourte sie mit diversen Broadway-Musicals durch die Welt, wirkte bei Theatershows mit und zog in den 90er-Jahren in die Niederlande. Mit ihrer Backing-Band True-Tones macht sie stilechte Soul-Musik zwischen Gospel-Leidenschaft, Vintage-Soul und Rhythm & Blues. „Soul Woman“ heißt das neue Album von Michelle David & The True-Tones.
Außerdem gibt es neue Musik von Bill Pritchard, The Wave Pictures, Mitski, Buck Meek, Bill Callahan, Iron & Wine, Archive, Gorillaz, RJD2, Bibi Club sowie eine ausführliche Vorstellung von „Garip“, unserem Album der Woche von Altin Gün.
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
Philharmonie Berlin
Samy Moussa: Neues Werk für Orchester (Uraufführung – Auftragswerk des DSO)
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“
Mao Fujita, Klavier; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Kent Nagano
Aufzeichnung vom 28.03.2026
20:00 Uhr radio3 Konzert
Alan Buribayev dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Werke von Michail Glinka, Peter Tschaikowsky und Milij Balakirew mit Daniel Müller-Schott, Violoncello in einer Konzertaufnahme vom 03.03.2017
20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal
Konzert der Jungen Deutschen Philharmonie in Frankfurt
Mozart: Andante C-Dur KV 315 für Flöte und Orchester
Pintscher: Transir für Flöte und Kammerorchester (2005/06)
Strawinsky: Feuervogel-Suite (Fassung 1919)
Ravel: La Valse
(Aufnahme vom 14. Januar 2024 aus der Alten Oper Frankfurt)
Anfang 2024 gab die Junge Deutsche Philharmonie im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt ein Konzert mit Werken von Mozart, Pintscher, Strawinsky und Ravel. Eingeladen dazu haben sie den Schweizer Flöten-Virtuosen Emmanuel Pahud und – erstmals – die estnische Dirigentin Anu Tali.
20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature
„Pragmatische Utopisten“ Wie Architekten wie Alejandro Aravena die Welt verändern wollen
Von Gabriele Pfaffenberger BR 2016
Raus aus dem Elfenbeinturm! Eine neue Generation von Architekten hat keine Lust mehr auf abgehobene Prestigebauten. Sie wollen ehrliche Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit finden: Migration, Naturkatastrophen, Armut, Ungleichheit.
20:03 Uhr WDR 3 Konzert
Outsidermusic inside Eigelsteintorburg
Wenn internationale musikalische Abenteurer:innen zu Burgfrauen und -Rittern der Kölner Eigelsteintorburg werden: acbty 2025 präsentiert The Space Lady, Kara-Lis Coverdale, Bex Burch & Peter Zummo
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
Reihe: 18 Plus! „SPEARA“ Mit einem Atemzug in die Tiefe
Von Florian Baron Regie: der Autor
Regieassistenz: Asssunta Alegiani
Ton und Technik: Lukas Wilke Komposition: Jana Ilmert
Redaktion: Katrin Moll Deutschlandfunk 2026
Mitsuki Hara ist Weltrekordhalterin in der Disziplin des Speerfischens. In einer männerdominierten Subkultur kämpft sie für Selbstbestimmung, Respekt und Nachhaltigkeit.
20:58 Uhr Ö1 Konzert
Neue Konzerte von John Adams und Olga Neuwirth
Zwei hochkarätige Live-Mitschnitte: Ein virtuoses Klavierkonzert für Vikingur Ólafsson und eine komponierte Erinnerung von Olga Neuwirth an ihren Vater.
Der erste Sonntag mit dem neuen, dreistündigen „Zeit-Ton“-Format klingt mit aktueller Orchestermusik und zwei herausragenden Solisten unserer Zeit aus. In dieser Premiere-Ausgabe sind zwei außergewöhnliche Solokonzerte zu hören: ein Klavierkonzert von John Adams sowie der Uraufführungsmitschnitt eines neuen Klarinettenkonzerts von Olga Neuwirth.
Das Klavierkonzert mit dem Titel „After the Fall“ hat der US-amerikanische Komponist John Adams für den gefragten Klaviervirtuosen Víkingur Ólafsson geschrieben. „After the Fall“ würdigt Ólafssons „meisterhafte Anmut und Präzision“ („San Francisco Chronicle“) sowie seine besondere Nähe zu Bach und zitiert aus Bachs Präludium in c-Moll. Der eigenständige Umgang mit Energie und Rhythmus ist dabei zu 100 Prozent Adams. Wir senden die London-Premiere dieses im Jänner 2025 uraufgeführten Erfolgsstücks: einen Mitschnitt aus der Royal Festival Hall vom 25. Februar 2026 mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche
Kammermusikfest Spannungen 2025
Gustav Mahler: Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier a-Moll [Fragment]
Ethel Smyth: Sonate für Violine und Klavier a-Moll, op. 7
Luciano Berio: Folk Songs (Auswahl) für Mezzosopran und sieben Instrumente,
arrangiert von Hans-Kristian Kjos Sørensen für Violine, Viola und Schlagzeug
Dmitri Schostakowitsch: Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello g-Moll, op. 57
Hyeyoon Park, Violine
Aufnahme vom 21.6.2025 aus dem Kraftwerk Heimbach
Am Mikrofon: Marie König
Historische Ereignisse prägen Kompositionen. Wer sie heute hört, lauscht zugleich der Vergangenheit.
22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
Gast: Michel Friedman, Publizist und Talkmaster
Ende der 90er war der Jurist Michael Friedman eine der bekanntesten Medienpersönlichkeiten Deutschlands, bis 2003 eine Affäre um Zwangsprostitution und Drogenkonsum ihn erschüttert hat. Mittlerweile publiziert der jüdische Jurist und Philosoph wieder. 2025 ist sein jüngstes Werk „Mensch“ erschienen. Zu seinem 70. Geburtstag am 25. Februar wiederholen wir ein Gespräch vom Januar 2024.
22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz
Vielfalt à deux – Der Saxofonist Urs Leimgruber und sein Projekt AIR
Der Saxofonist Urs Leimgruber ist ein Schweizer Urgestein des freien Spiels. In den Siebzigern tourte er mit der Rockjazzband OM, er improvisierte jahrelang im Quartet NOIR und im Trio mit Pianist Jacques Demierre und Bassist Barre Phillips. In dem Duo-Projekt AIR aber kommt Leimgrubers subtiler und feinsinniger Umgang mit seinem Instrument und den Mitmusiker*innen vielleicht am besten zur Geltung. Auf diversen Alben sind diese Treffen mit jeweils einem Gegenüber dokumentiert – mit einer klanglichen Vielfalt von zartester Intimität bis zu hochexplosivem Klangrausch.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
„Oobliadooh!“ Die deutsche Literatur und der Jazz
Von Helmut Böttiger
Zu Synkopen lässt sich schlecht marschieren – die deutschen Schriftsteller setzen nach 1945 auf den Jazz.
Auf den Jazz reagierte man im Deutschland der Nachkriegszeit genauso aggressiv wie im Nationalsozialismus: Da war rassistisch von „Urwald“ und von „Dschungel“ die Rede. Die auflagenstarke Zeitschrift „Hörzu“ startete eine massive Kampagne gegen „antideutsche Rhythmen“, nachdem der NWDR „Ein Abend mit dem Radiotanzorchester“ und mildem Bigband-Swing ausgestrahlt hatte. Der ungeheure Wirbel, den der Roman „Die Blechtrommel“ von Günter Grass im Jahr 1959 entfachte, ist nur vor diesem Hintergrund zu erklären. Der kleine Oskar Matzerath versteckt sich mit seiner Trommel unter der Tribüne einer Nazikundgebung und bringt die Marschmusik mit gegenläufigen Jazzrhythmen durcheinander: Jazz war Ausdruck des Widerstands gegen Kleinbürgertum und NS-Ideologie. „Denn unser Herz und unser Hirn haben denselben heißkalten Rhythmus: den erregten, verrückten und hektischen, den hemmungslosen“, heißt es in Wolfgang Borcherts aufrüttelndem „Das ist unser Manifest“ vom Frühjahr 1947. Es ist ein aufregendes Kapitel der deutschen Literatur nach 1945 bis heute, wie sie den Jazz einsetzt.
23:03 Uhr SWR Kultur ars acustica
„Blue Yeti“Mit: Audrey Chen und Hanno Leichtmann
Komposition und Realisation: Hanno Leichtmann
(Produktion: SWR 2025 – Premiere)
„Blue Yeti“ erforscht die obskure, oft überzeichnete Klangwelt von Social-Media-Videos, in denen extrem nahe Mikrofonierungen, Zeitraffer und harte Schnitte alltägliche Geräusche in schrille akustische Miniaturen verwandeln. Zwischen Ironie, Irritation und Faszination entsteht ein Hörstück, das Fundstücke aus dem Internet – von ASMR-Flüstern über klirrende Alltagsobjekte bis zu kuriosen Tutorials – in neue musikalische Zusammenhänge setzt. Die Klänge wurden im Studio extrahiert, neu aufgenommen, geschichtet und mit Filtern, Vocodern sowie Tempo- und Tonhöhenmodulationen zu abstrakten oder rhythmischen Texturen verarbeitet.