Radiotipps

Radiotipps für den 13.5.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Chormusik

Johann Kuhnau: „Lobet, ihr Himmel, den Herrn“ Kantate zu Christi Himmelfahrt
Opella Musica; camerata lipsiensis
Leitung: Gregor Meyer
Johann Sebastian Bach: „Lobet Gott in seinen Reichen“ BWV 11
Oratorium zu Christi Himmelfahrt
Vox Luminis; Freiburger Barockorchester
Leitung: Lionel Meunier


17:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt

Nabelschau
Im neunzehnten Jahr dieser Sendereihe soll zum ersten (und einzigen) Mal die Musik der Gastgeberin im Mittelpunkt stehen. Aus Anlass der Renaissance ihres Soloprojekts blickt Sandra Zettpunkt zurück auf gut drei Jahrzehnte tönender Extravaganzen. Kommt ziemlich was zusammen.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Lambert: Der Mann hinter der Maske & mehr Musik grenzenlos
Der in Berlin beheimatete Pianist hat sich im soften Neoklassik-Sound der Playlisten bisher vor allem durch seine exzentrische Maske hervorgetan. Auf seinem neuen Album legt er sie ab und schreibt wunderschöne Songs für seinen singenden Freund*innenkreis.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Umweltschutz von rechts“ Naturverbundenheit als ideologische Waffe
Von Michaela Vieser

Wie rechte Akteure Umweltschutz und Umweltbewusstsein für ihr völkisches Weltbild instrumentalisieren.
„SS-Männern der oberen Ränge leuchteten die Augen, und die Stimme brach, wenn sie an ein Leben auf dem Lande dachten“, schreibt der Historiker David Schoenbaum: Adolf Hitler war Vegetarier, Heinrich Himmler ein vermeintlicher Öko-Bauer, Fritz Todt begrünte die Autobahn. Im Nationalsozialismus wurde Naturverbundenheit zur ideologischen Waffe, und das erste Reichsnaturschutzgesetz, 1935 von den Nationalsozialisten entworfen, bildete die Grundlage für den deutschen Naturschutz bis 1976. Erst dann wurde der ästhetische Aspekt des Naturschutzes, der immer schon anfällig für rechte Ideologien war, durch die Ökologie als Leitwissenschaft abgelöst. Durch die Studentenbewegung aus Amerika nach Deutschland getragen, wird diese Strömung seither als linke Bewegung wahrgenommen. Rechte Akteure dagegen diffamieren Klimaschutz als „globalistisch“ und glorifizieren Heimatschutz als authentisch, bodenständig und „volksnah“.
Wie lässt sich Naturschutz als progressives Anliegen verteidigen, um Klimakrise, Wasserknappheit und Artensterben zu bewältigen – Herausforderungen, die alle zugleich geopolitische Implikationen haben? Und: Mit welcher Sprache und welchen Polemiken unterwandern und instrumentalisieren rechte Akteure den Naturschutz heute wieder, um auszugrenzen und völkische Weltbilder zu etablieren?


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Begegnungen mit dem Dichterkomponisten Gerhard Rühm (2/5)
Die Wiener Gruppe und der Berliner Kreis

Von Carolin Naujocks und Florian Neuner
Am bekanntesten ist Gerhard Rühm sicher als Autor mediale Grenzen überschreitender Poesie und als Mitbegründer der legendären Wiener Gruppe.


20:03 Uhr ARD Konzert

Silence and Music
SWR Vokalensemble
Leitung: Marcus Creed
Werke von u.a. Elgar. Vaughan Williams, Vautor, Gibbons, Bingham, Stanford, Harvey
(Konzert vom 27. März 2026 in der Liederhalle, Stuttgart)


22:00 Uhr ByteFM Hidden Tracks mit Kai Bempreiksz

Sixties Freakout
Das kleine griechische Label SunnyBoy66 Records versorgt die Welt seit einigen Jahren mit raren Aufnahmen vorangig aus den 60/70er-Jahren. Im März kam die aktuelle Kompilation „Middle East Freakout (Garage/Beat/Pop & Psychedelia Underground 1965–69)“ heraus. Dazu Musik, die so klingt, als wäre sie in der Zeit entstanden von den Fuses und Frog.


22:03 Uhr ARD Jazz

Das Magazin. Von Mauretta Heinzelmann


22:05 Uhr Deutschlandfunk Spielweisen

„Wortspiel – Das Musik-Gespräch“ Jessie Montgomerys Cellokonzert wird uraufgeführt
Am Mikrofon: Giancarlo Guerrero

Der Ausnahmecellist Abel Selaocoe präsentiert ein brandneues Werk der Grammy-Preisträgerin Montgomery.
Jessie Montgomery verwebt klassische Musik, Improvisation und Folklore und lässt auch Themen wie soziale Gerechtigkeit in ihre Werke einfließen. Die „Washington Post“ lobte ihren Stil als „turbulent, bunt und voller Leben“, die BBC nannte sie „eine der markantesten Stimmen in den USA“. Die 1981 in New York geborene Komponistin, Geigerin und Pädagogin gewann 2024 einen Grammy für ihre Komposition „Rounds“. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin beauftragte sie mit einem neuen Cellokonzert, im Rahmen des Projektes „Afrodiaspora – Composing While Black“. Der Saisonschwerpunkt widmet sich der Musik Schwarzer Komponistinnen und Komponisten aus vier Jahrhunderten und drei Kontinenten. Im Casual Concert wird das neue Werk uraufgeführt. Den Solopart übernimmt der südafrikanische Cellist Abel Selaocoe, ein virtuoser Grenzgänger und überzeugender Improvisator.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Die Zeremonie“ Von Cécile Wajsbrot
Übersetzung aus dem Französischen von Hans Thill
Regie: Christiane Ohaus
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn und Susanne Beyer
Deutschlandradio Kultur/RB 2011
Jedes Jahr geht es nach Beaune-la-Rolande. Fast 30 Jahre lang immer wieder, um nicht zu vergessen: Von diesem französischen Konzentrationslager ging es nach Auschwitz, und auch der Großvater war dort.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Hund, Katze, Maus … und anderes Getier (3/4). Mit Eva Schramm


23:03 Uhr WDR 3 Open

Zukunftsmusik: Das Morgenland Festival. Mit Noelle O’Brien-Coker
Kammermusik mit Kamantsche, Maqam-Jazz, arabischer Avant-Rock: Jedes Jahr wird Osnabrück zur Adresse für innovative Musik aus Regionen östlich von Deutschland. Noelle O’Brien-Coker war zu Gast.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Playback The Art Of Noise“ Anne Dudley zum 70. Geburtstag. Mit Ralf Summer
Wiederholung vom 9. Mai 2026

Sie zählt zu den führenden Elektronik-Tüftlerinnen der 80/90er und ist heute gefragte Soundtrack-Komponistin. Am 9. Mai wird die Britin 70. Pop-musikalisch war die Zeit ihres Trios The Art Of Noise die spannendste Phase. Zu deren größten Hit „Moments In Love“ – ein Mix aus Synthie-Pop, New Age und Neo-Klassik – schritten Madonna und Sean Penn zum Traualtar. The Art Of Noise war auch die Hausband von ZTT – dem Label von Trevor Horn (The Buggles). So wirkten sie auf den Songs von Frankie Goes To Hollywood mit. Die Hi-Tech-interessierte Gruppe arbeitete schon Mitte der 80er mit einer KI-Stimme. Ihre Prince-Coversion „Kiss“ mit Tom Jones wurde ein Top10-Hit. Dudley war der musikalische Kopf von AON: sie spielte Keyboards / Piano und arrangierte Streicher. Und wurde auch gebucht von ABC, a-ha, Annie Lennox, Debbie Harry, Electronic, Malcolm McLaren, Marc Almond (Soft Cell) und Propaganda. Seit der Auflösung von The Art Of Noise schreibt sie TV-Melodien und Soundtracks. Und wurde für die Filmmusik zu „The Full Monty“ mit dem Oscar gekrönt. Anne Dudley ist zudem die erste weibliche Komponistin, die mit dem BBC Orchestra zusammenarbeitete. Auch weil man sie hierzulande nicht (mehr) so gut kennt: Zeit für ein Porträt dieses „hidden champions“.


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