Radiotipps

Radiotipps für den 2.5.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht

„Künstlerischer Traum und irdischer Spielplan“ Eine Lange Nacht über das Theatermachen
Von Horst Konietzny Regie: der Autor

In einer medial überfüllten Gegenwart stellt sich eine alte Frage neu: Welche Rolle spielt das Theater heute und welche kann es noch spielen? Diese Lange Nacht folgt keinem Spielplan und keinem Feuilleton. Sie beginnt mit einer Begegnung und setzt sich fort nach der Logik eines Dominospieles. Von einer Theaterpersönlichkeit zur nächsten, wie ein heimlicher Staffellauf hinter den Kulissen. Horst Konietzny folgt dieser Spur quer durch die Landschaft des deutschen Schauspieltheaters: vom Schauspiel Nürnberg über das Theater Bremen, zum Schauspiel Essen, dann nach Hannover. Vom Schauspiel Köln, zum Theater Magdeburg hin zum Festival Osten in Bitterfeld. Weiter zum Berliner Ensemble, den Münchner Kammerspielen und so fort. So entsteht ein vielgestaltiger Gang durch Probenräume, Kantinen, Zuschauerräume und innere Landschaften. Eine Reise, erzählt aus der Perspektive derer, die Theater machen. Im Zentrum steht ein Spannungsfeld: der innere Kreis der Sehnsucht nach dem „guten Theater“, als utopischem Ort, als Möglichkeitsraum, als Gegenwelt, und der äußere Kreis einer Realität, die geprägt ist von Erwartungsdruck, medialer Beschleunigung und den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Zwei Systeme, die einander berühren, reiben, manchmal widersprechen. Zwischen Ideal und Institution, Traum und Betrieb, fragt diese Lange Nacht nach der künstlerischen Wirksamkeit des Theaters und erkundet dessen Zukunft.


05:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Aus den Archiven

Historischer Machtwechsel in der Bundesrepublik
Schmidt geht, Kohl kommt – Das konstruktive Misstrauensvotum 1982

O-Ton-Collage zusammengestellt von Isabella Kolar
Das konstruktive Misstrauensvotum am 01.10.1982 war ein Wendepunkt in der deutschen Politik, bei dem Helmut Kohl (CDU) den amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) stürzte. Es war das erste und bislang einzige Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass ein Kanzlerwechsel auf diese Weise vollzogen wurde, eingeleitet durch den Bruch der sozialliberalen Koalition.


15:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt

Title Tracking
Ist der titelgebende Song das Herzstück eines Albums? Oft ist das so: Es soll ein bestimmter Track oder das mit ihm verbundene Statement hervorgehoben werden. Manchmal erscheint der Titeltrack aber auch eher unbedeutend oder fehlt sogar. Wir werden der Sache auf den Grund gehen. Mit dabei: This Is The Kit, Video Age und Sven Wunder.


16:00 Uhr radio 3 Deep Doku

Was kostet unser Essen wirklich? Landwirt Björn Scherhorn kämpft ums überleben. Von Tim Schleinitz.
Fünf Uhr morgens, Ende November. Während die Melkmaschine im Takt arbeitet, beginnt für Bauer Björn Scherhorn ein weiterer Tag, der selten unter zwölf Stunden endet. Was nach ländlicher Idylle klingt, ist für viele Landwirt:innen in Deutschland ein Leben am Limit. Björn Scherhorn ist Bio-Landwirt, Familienvater – und Überlebender. Über Jahre hinweg führten ihn wirtschaftlicher Druck, fallende Preise und die Logik der industriellen Landwirtschaft in eine tiefe persönliche Krise.
Schulden, Existenzängste, körperliche Überlastung und schließlich Suizidgedanken: „Ich wusste nicht mehr weiter. Gar nicht mehr“, sagt er. Sein Schicksal ist kein Einzelfall. Studien zeigen: Landwirt:innen sind deutlich häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als der Durchschnitt.
Hinter gepflegten Höfen und weiten Feldern verbirgt sich oft ein Alltag aus Dauerstress, finanzieller Unsicherheit und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit. Björn Scherhorn hat seinen Weg aus der Krise gefunden und macht deutlich, dass es nicht nur individuelle Stärke braucht, sondern auch ein Umdenken im System.


18:00 Uhr radio 3 Orte und Worte

Mit Helene Bukowski in der ehemaligen DDR-Spezialschule für Musik In Berlin-Mitte.
Eine Kiste voll mit Fotos, Briefen, Notizen und Kassetten war der Ausgangspunkt für Helene Bukowski ihren neuen Roman zu schreiben. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ erzählt die Geschichte der jungen Pianistin Christina, die als Wunderkind erst an der Spezialschule für Musik in Ost-Berlin und dann am Konservatorium in Moskau ausgebildet wird. Aber mit nur 24 Jahren nimmt sie sich das Leben. Wer war die junge Frau? Und wie nähert man sich der Biografie einer Fremden? Wie kann und darf man sie erzählen?
Dafür hat Helene Bukowski eine ganz eigene Form gefunden und ist damit für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.


18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„Prinzenbad“ Eine Saison im Berliner Wasserdorf. Von Ralf Bei der Kellen
Regie und Ton: der Autor
Deutschlandfunk 2026
Das Prinzenbad in Berlin-Kreuzberg ist das vermutlich bekannteste Freibad Deutschlands. Unser Autor Ralf Bei der Kellen ist seit Jahren Stammgast. Eine komplette Sommersaison lang hat er andere Stammgäste begleitet: Lebensgeschichten am Beckenrand.


18:20 Uhr SWR Kultur Jazz

A Walk On The Wilder Side – Der Komponist Alec Wilder im Jazz. Von Odilo Clausnitzer
Der Amerikaner Alec Wilder (1907 – 1980) war als Komponist nirgends so ganz zuhause. Er schrieb originelle, manchmal jazzbeeinflusste Musik für klassische Kammerbesetzungen und mehrere Opern, aber auch rund 200 „Popular Songs“. Besonders seine lyrischen Balladen wie „I’ll Be Around“ oder „While We’re Young“ waren in Jazzkreisen beliebt. Keith Jarrett hat mehrere davon aufgenommen, Pianist Roland Hanna und Posaunist Bob Brookmeyer haben jeweils ganze Wilder-Alben gemacht. Und Frank Sinatra hat Wilders Ensemblemusik sogar dirigiert, um den Außenseiter bekannter zu machen.


20:00 Uhr ByteFM Electro Royale Musik aus Strom mit Martin Böttcher

Von Senfgurken…!
Irgendwie muss man seine Tracks ja benennen. Aber: „SenfgurkenPrämenöde“? Pdqb wird wissen, was damit gemeint ist. Außerdem in der Show: Mathias Kaden, die Colombian Drone Mafia, Dina Summer, Aarp und viele mehr.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„MAMA MEGA“ Von Ava Tabita Yul
Bearbeitung & Regie: Dunja Arnaszus

Regieassistenz: Christina Ertl-Shirley
Ton: Peter Avar Schnitt: Katrin Witt
Komposition: Peta Devlin, Thomas Wenzel
Dramaturgie: Juliane Schmidt rbb 2025
Marlis und Liv finden sich in der Therapiestunde bei Dr. Wu wieder. Muttersein ist irgendwie doch nicht immer so romantisch. Zwischen Postnataler Depression, Schlafentzug und Spielplatz-Crinch versuchen sie dem Bild einer guten Mutter zu entsprechen, ohne dabei durchzudrehen, aber das ist eben gar nicht so einfach. Dr. Wu empfiehlt ihren ausgebrannten Patientinnen erstmal das Computerspiel „MAMA MEGA“. Ein bisschen Zocken für die seelische Gesundheit, warum nicht? Da kann frau sich abreagieren.


22:00 Uhr Bremen2 Sounds in concert

Zinssou Quartet
Das Zinssou Quartet aus Aarhus gilt als die aufstrebende aktuelle Band aus Dänemark. Als Gewinner des renommierten Wettbewerbs „Jazzkonkurencen“ kamen sie am 6. März zum ersten Mal für ein Konzert nach Deutschland.


23:00 Uhr ByteFM Eingefleischt mit Johnny Moonlight & Marcus „Bart“ Grasseck

50 Jahre No Future! Paradoxon Punk
Auch in Deutschland kam der musikalische Befreiungsschlag mit einiger Verspätung an. Johnny & Bart präsentieren Euch in diesem Deutschpunk-Special einen schönen Querschnitt von den 1970ern bis heute.


23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht

„Künstlerischer Traum und irdischer Spielplan“. Eine Lange Nacht über das Theatermachen
Von Horst Konietzny Regie: der Autor

In einer medial überfüllten Gegenwart stellt sich eine alte Frage neu: Welche Rolle spielt das Theater heute und welche kann es noch spielen? Diese Lange Nacht folgt keinem Spielplan und keinem Feuilleton. Sie beginnt mit einer Begegnung und setzt sich fort nach der Logik eines Dominospieles. Von einer Theaterpersönlichkeit zur nächsten, wie ein heimlicher Staffellauf hinter den Kulissen. Horst Konietzny folgt dieser Spur quer durch die Landschaft des deutschen Schauspieltheaters: vom Schauspiel Nürnberg über das Theater Bremen, zum Schauspiel Essen, dann nach Hannover. Vom Schauspiel Köln, zum Theater Magdeburg hin zum Festival Osten in Bitterfeld. Weiter zum Berliner Ensemble, den Münchner Kammerspielen und so fort. So entsteht ein vielgestaltiger Gang durch Probenräume, Kantinen, Zuschauerräume und innere Landschaften. Eine Reise, erzählt aus der Perspektive derer, die Theater machen. Im Zentrum steht ein Spannungsfeld: der innere Kreis der Sehnsucht nach dem „guten Theater“, als utopischem Ort, als Möglichkeitsraum, als Gegenwelt, und der äußere Kreis einer Realität, die geprägt ist von Erwartungsdruck, medialer Beschleunigung und den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Zwei Systeme, die einander berühren, reiben, manchmal widersprechen. Zwischen Ideal und Institution, Traum und Betrieb, fragt diese Lange Nacht nach der künstlerischen Wirksamkeit des Theaters und erkundet dessen Zukunft.


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