Radiotipps

Radiotipps für den 20.3.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„21s“ Von Emiddio Vasquez
Deutschlandfunk / CTM Festival / ORF 2026 (Ursendung)

Auf der Insel Zypern befinden sich zwei britische Militärbasen. Sie spielen eine wichtige Rolle für die lokale Clubszene und für den Musikstil Grime. Der DJ Emiddio Vasquez untersucht die Verbindungen von Militarismus und Underground.
Seit vielen Jahren ist der DJ Emiddio Vasquez Teil der zypriotischen Elektro-Musikszene. In seiner Arbeit zieht er komplexe Verbindungslinien zwischen der Clubkultur und der Geschichte der geteilten Insel. Es geht um militärische Präsenz, Spannungen und deren Spuren in der Musikproduktion.


01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Global

Moderation: Olga Hochweis
Dunaj, Dunav, Dunarea, Danube oder Duna: So unterschiedlich die Namen der Donau, so heterogen klingt die Musik der zehn Länder, die der 3.000 km lange Fluss durchquert und inspiriert. Zur Leipziger Buchmesse mit ihrem Fokusthema Donau geht es musikalisch flussaufwärts von der Ukraine bis in den Schwarzwald. Weitere Stationen der Tonart Nacht sind der lateinamerikanische Kontinent – in Interpretationen des argentinischen Trios Dos Más Uno – sowie neue iranische Musik.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

Die Dominic Miller Band beim April Jazz Festival 2025 in Espoo, Finnland
Dominic Miller, weithin bekannt als Stings langjähriger Gitarrist, ist auch als Solokünstler äußerst erfolgreich und hat bislang zwölf Alben unter eigenem Namen veröffentlicht. Mit seiner letzten Arbeit „Vagabond“ war er 2025 auf Tour und entfaltete in seinen Konzerten eine faszinierende Klangmischung, in der sich Jazz, Pop, akustischer Folk, zeitgenössische klassische Musik und lateinamerikanische Einflüsse begegneten. Gemeinsam mit Keyboarder und Sänger Mike Lindup (bekannt von der britischen Jazz-Funk-Band Level 42) sowie Nicolas Fiszman (Bass) und Ziv Ravitz (Schlagzeug) gab die Band am 23. April 2025 ein hingebungsvolles und ausgedehntes Konzert im Rahmen des April Jazz Festival in Espoo, Finnland. Die Darbietung zeigte eindrucksvoll die ganze Bandbreite des 1960 in Buenos Aires geborenen Dominic Miller, auf dessen Konto auch zahlreiche der bekanntesten Hook-Lines gehen, die häufig Sting zugeschrieben werden.


19:00 Uhr ByteFM Tiefenschärfe mit Dirk Domin

Kosmos, Kolombo und so
Neue und spannende Musik gibt es diesmal unter anderem von Koda Kosmos aus Düsseldorf, von der Französin Fantastic Twins und von Kolombo. Und ein paar „true classics“ von Hercules and Love Affair, Forest Drive West und Ricardo Villalobos.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar & mehr Musik grenzenlos

Amsterdam Klezmer Band: neues Album „Diaspora“
Sie sind wieder da – die Sechs der Amsterdam Klezmer Band. Auf dem Cover: eine mit Musikinstrumenten bunt bemalte Rakete und aufgewirbelter Rauch. Ja, anschnallen ist hier durchaus angesagt beim neuen Album der Combo, denn was drauf ist auf der CD, ist auch drin: expansiv treibende Musik mit dem Zweck, Körper in Bewegung zu bringen.


19:00 Uhr NDRKultur Musica Jazz

Batucada-Grooves stammen aus den Samba-Schulen und werden beim Karneval in Rio traditionell auf der Straße gespielt. Im Mai 2009 brachte der schwedische Saxofonist und Flötist Magnus Lindgren die brasilianischen Rhythmen ins Rolf-Liebermann-Studio des NDR und präsentierte dort sein Projekt „Batucada Jazz“.


20:00 Uhr radio3 Konzert

Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2026. Teil 3. Mit Andreas Göbel
Ultraschall Berlin präsentierte auch in diesem Jahr vom 14. bis zum 18. Januar Uraufführungen, Deutsche Erstaufführungen und Werke der jüngsten Vergangenheit ebenso wie Klassiker der Avantgarde – das Heterogene, das irisierend Vielfarbige der Neuen Musik. Frei von Aktualitäts- und Uraufführungszwängen ließ das Festival wesentliche Entwicklungen, die die Musik der Gegenwart prägen, aufscheinen und warf einen Blick auf die jüngere Vergangenheit, um ausgewählte Werke in einem veränderten Kontext neu zu beleuchten.


20:03 Uhr Bayern 2 Salon Hörspiel & Podcast

Telephobia – Anett und die geheimen Schwestern (5/6)
Anett hat ihren Vater nur einmal gesehen – vor 33 Jahren. Jetzt will sie ihn anrufen. Denn er hat etwas, das sie dringend braucht…
Von Lea Utz und Amelie Hörger BR 2025

Unter uns
Im fiktiven Münchner „Café Willkür“ trifft sich Anfang der 1970er Jahre jeden Freitag eine jüdische Clique um den 21-jährigen Michael. Die Verdrängungsmechanismen der Nachkriegsgesellschaft machen Michael als jungem Juden besonders zu schaffen. Außerdem verüben palästinensische Terroristen 1970 mehrere Anschläge auf Juden und jüdische Einrichtungen. Keine einfache Zeit für einen jungen Mann zwischen Uni, Nachtleben, überfürsorglichen Eltern – und neuerdings auch noch der verliebten Ulla.
Von Dana von Suffrin
Komposition: Raphaël Hénard
Regie: Christiane Huber BR 2024


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Dunkelkonzert mit dem WDR Rundfunkchor
„Lux aeterna“ – das ewige Licht war das Leitmotiv eines Konzerts des WDR Rundfunkchors, der sein Publikum auf eine Reise durch Zeiten und Klangwelten eingeladen hat.
Leitung: Philipp Ahmann
Aufnahme vom 22. November 2025 aus der Trinitatiskirche, Köln


20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert – LIVE

SWR Symphonieorchester
Karen Gomyo (Violine); Leitung: Constantinos Carydis

Periklis Koukos: 3 archaische Tänze für Orchester
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll op. 64
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“
Nikos Skalkottas: 5 griechische Tänze
(Liveübertragung aus der Stuttgarter Liederhalle)


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

Ich brauche ein Zimmer für mich allein – und jetzt?! (3+4/4)
Teil 3: Aufräumen, Wegschmeißen und Ordnung halten
Teil 4: Alte Eltern, Verantwortung und radikale Akzeptanz
Von Karen Muster Regie: Karen Muster
Produktion: Deutschlandfunk 2024
Karen braucht dringend Platz. Die Autorin wohnt mit Mann und Kindern auf 75 Quadratmetern – ein Killer für Beziehung und Arbeit.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

Gitarrengrooves und Malimelodien: Vieux Farka Touré (ML)
Aufnahme vom 4.7.2025 beim Rudolstadt Festival

Am Mikrofon: Babette Michel
Musikalische Traditionen Niafunkés mit Rock, Funk, Latin oder Reggae.
Der Gitarrist und Sänger Boureima „Vieux“ Farka Touré wurde 1981 in Niafunké am Fluss Niger in Zentral-Mali geboren. Als Sohn des legendären Ali Farka Touré erhielt er dessen Namen mit dem Zusatz „Vieux“ (der Alte). Sein Vater wollte zunächst nicht, dass auch der Sohn Musiker wird, erkannte jedoch früh sein Talent und begann, ihn gezielt zu fördern. „Vieles, was ich heute tue, kommt von meinem Vater“, sagt Vieux Farka Touré. Sein wichtigster Lehrer aber wurde der Meister der Harfenlaute Kora, Toumani Diabaté. Seit 2006 lebt Vieux Farka Touré in den USA, wo er seine internationale Laufbahn aufgebaut hat und zugleich eigene Wege geht, geprägt von vielfältigen Kooperationen. Er trägt die musikalischen Traditionen Niafunkés in die Welt, verbindet sie mit Rock, Funk, Latin oder Reggae. Neben der Musik engagiert er sich als Präsident der Ali Farka Touré Foundation sowie von Amahrec Sahel, einer humanitären Initiative zur Unterstützung der Menschen in der Sahel-Region.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Miriam Davoudvandi, Journalistin und Autorin
Als Tochter eines Iraners und einer Rumänin kam die Journalistin und Autorin Miriam Davoudvandi mit sechs Jahren nach Süddeutschland, wo sie in Armut aufwuchs.
Darüber hat sie jetzt ein Buch geschrieben: „Das können wir uns nicht leisten“. In ihrem Podcast „Danke, gut.“ spricht sie mit Gästen über Pop und Psyche und berichtet auch über ihre eigenen Erfahrungen mit Depressionen und ADHS.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Iberian Moods – Jazz aus Spanien und Portugal
Die Iberische Halbinsel hat starke musikalische Traditionen. Kein Wunder, dass der Jazz ein wenig Zeit brauchte, um mit Fado oder Flamenco zu fusionieren. Ralf Dombrowski geht auf Klangreise.


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Seelenspiegel, Musikgemälde, Sozialkritik?“ Warum Tiere auf die Musikbühne treten
Von Katalin Fischer

Sie sind nicht nur Mitgeschöpfe, sie stehen auch für menschliche Eigenschaften und Unzulänglichkeiten. Tiere haben einen festen Platz in der Musik, denn sie eignen sich auf vielfältige Weise als Projektionsflächen musikalischer Intentionen. Einerseits bieten sie eine Spielwiese für klangliche Abenteuer. Durch Instrumentierung, Melodie und Rhythmik können Wesen, Aussehen und Dynamik von Tieren erfasst und dem Zuhörer vor das geistige Auge gemalt werden. Zum anderen taugen sie als allegorische Trägerfiguren für den kritischen Blick auf die menschliche Natur. Figuren aus Mythen und Märchen greifen archetypische Muster auf und regen von jeher die musikalische Fantasie an. Wie komponiert man einen Drachen? Wie eine Fee, die sich in einen Schwan verwandelt?


22:05 Uhr Deutschlandfunk Milestones

„Un Américain à Paris“ Der Gitarrist Jimmy Gourley (1926-2008). Mit Karl Lippegaus
Wenn Clifford Brown oder Stan Getz in Paris spielten, fiel ihre erste Wahl als Begleiter auf Jimmy Gourley.
Auf der Highschool weckte Lee Konitz seine Liebe zum Jazz, durch Platten von Charlie Christian und Jimmy Raney lernte Jimmy Gourley die Kunst der Jazzgitarre. 1926 wurde er im US-Bundestaat St. Louis geboren und wuchs in Chicago auf. In Indiana gründete sein Vater eine Musikschule, seine spanische Mutter weckte im Sechsjährigen das Interesse an Gitarrenmusik. Mit 25 Jahren zog Gourley nach Paris, wo er sich rasch etablieren konnte und für immer blieb. Die französische Zeitung „Le Monde“ sah in ihm „die Verkörperung eines Jazz-Lexikons“, weil er jeden kannte. 1959 war Gourley bei der letzten Session von Lester Young dabei, aber erst nach 20 Jahren als Sideman erschien sein erstes Album. 2008 ist Jimmy Gourley gestorben, seine Witwe Rolande Hugard-Gourley soeben eine Biografie über ihren Mann veröffentlicht, „Un Américain à Paris“.


23:00 Uhr NDRKultur NDR Bigband

Mike Westbrook und NDR Bigband meet Gioacchino Rossini
90 Jahre alt wird Mike Westbrook am 21. März, nicht nur deswegen eine Art „Godfather of British Jazz“. Seit Ende der 1950er-Jahre aktiv, hat der Pianist und Komponist vor allem mit seinen Bigbands ab Mitte der 1960er-Jahre ganze Generationen von Jazzmusikern geprägt und gefördert, dem Jazz neue Spielfelder erschlossen, durch Zirkusarenen, Kabaretts und Opernhäuser geführt.


23:03 Uhr BR Klassik Jazztime

Live von der 55. Internationalen Jazzwoche Burghausen
Mit dem Shuteen Erdenebaatar Trio und anderen


23:03 Uhr Ö1 Zeit-Ton extended

Ein legendäres Ensemble aus New York auf Wien-Besuch
Das International Contemporary Ensemble musizierte gemeinsam mit dem Webern Ensemble Neue Musik im Rahmen von Wien Modern

Das 2001 gegründete New Yorker International Contemporary Ensemble Werke hat auf Einladung von Wien Modern gemeinsam mit Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) gearbeitet.
Eines der dabei entstandenen Programme wurde am 23. November 2025 im Wiener Musikverein präsentiert. Dabei konnten die jungen Musikerinnen und Musiker erfrischende Zugänge zur Musik erfahren, denn einige der Stücke verlangten eigenständige musikalische Entscheidungen von den Interpretierenden. Zu hören waren drei Werke von George Lewis, dem Leiter des International Contemporary Ensemble, sowie Kompositionen von Hannah Kendall und Chaya Czernowin. Rainer Elstner hat mit Studierenden, Musiker:innen des International Contemporary Ensemble und des Webern Ensemble Neue Musik der mdw sowie dem Dirigenten Clement Power über dieses besondere Projekt gesprochen.


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