Radiotipps für den 21.3.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht
„Unter Strom und zwischen Welten“ Eine Lange Nacht für die Literatur des Donauraums
Moderation: Maike Albath und Jörg Plath
Regie: Hans Dieter Heimendahl
„Unter Strom und zwischen den Welten“: Die Schwerpunkt-Reise der diesjährigen Buchmesse führt die Donau hinab und stöbert spannendes literarisches Treibgut auf, das im Literatursalon des Deutschlandradios in angenehmer Weise präsentiert wird: in Gesprächen mit den Autor*innen (z.T. mit Übersetzungen), mit Kostproben aus den Werken und schwungvoller Musik.
03:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart
„Klassik reloaded“ Nikolaisaal, Potsdam
Aufzeichnung vom 14.02.2026
Bohuslav Martinů: Sinfonietta “La Jolla”
Astor Piazzolla: “Oblivion” für Oboe und Streichorchester
Johann Sebastian Bach: Konzert für Cembalo, Streicher und Basso contuinuo d-Moll BWV 1052
Keith Jarrett: Adagio für Oboe und Streichorchester
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 96 D-Dur “The miracle”
Giorgi Gigashvili, Klavier; Kammerakademie Potsdam
Leitung und Oboe: François Leleux
(Wdh. v. 22.02.2026)
05:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Aus den Archiven
„Halbstark!“ RIAS Berlin und Rundfunk der DDR 1956-1960
Vorgestellt von Ralf Bei der Kellen
Berichte über die rebellische Jugend in den 1950er-Jahren.
Mitte der 1950er-Jahre schwappte ein neues Lebensgefühl von den USA nach Deutschland. Die Jugendlichen, die sich damit infizierten, nannte man hierzulande abschätzig „Halbstarke“. Die vor allem männlichen Angehörigen dieser Subkultur erhielten ihre Inspirationen aus Filmen wie „Saat der Gewalt“ und „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean. Musikalische Vorbilder waren Bill Haley und Elvis Presley. Diese Jugendbewegung, die nicht selten ein Protest gegen fehlende Treffpunkte war und die von manchen als Vorläufer der späteren 68er gesehen wird, bereitete Bürgern wie Regierenden in Ost und West schlaflose Nächte.
15:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt
Kleine Lieder, große Gefühle
Warum wird in der Oper gesungen? Gängige Erklärung: Weil das Gefühl so groß ist, dass es einfach raus muss. „Someone bursts into a song“ – dieses Phänomen gibt es auch in Musikgenres, die mit weniger Aufwand auskommen. Wir hören uns heute ein paar Beispiele an. Mit dabei: Joe Pernice, Buck Meek und Aldous Harding.
15:05 Uhr SWR Kultur Feature
Wissenschaft unter Druck – Trumps Angriffe auf US-Universitäten
Von Egon Koch (Produktion: WDR/SWR 2026)
Seit Donald Trump wieder Präsident ist, hat sich die Lage an US-Universitäten drastisch verändert: Studierende fürchten Abschiebungen, Wissenschaftler verlieren ihre Stellen und wichtige Forschungsprojekte werden gestrichen.
18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
Muss Strafe sein? Teil 2: Verletzung, Vergeltung, Alternativen. Von Johanna Bentz
Regie: die Autorin
Musik: Matthias Klein Ton: Hermann Leppich
Deutschlandfunk 2026 (Ursendung)
Wann ist welche Strafe sinnvoll? Im zweiten Teil dieses Doppelfeatures begleitet die Autorin einen Vergewaltigungsprozess, geht der Geschichte des Strafens nach und wird Zeugin eines Täter-Opfer-Ausgleichs.
18:20 Uhr SWR Kultur Jazz
Me and My Music – Sera Kalo. Von Fanny Opitz
In unserer Sendereihe MMM stellen sich Musiker*innen in einer Wort-Musik-Collage selbst vor. Heute im klingenden Selbstporträt: die in Berlin lebende Sängerin, Produzentin und interdisziplinäre Künstlerin Sera Kalo. Geboren in den USA und aufgewachsen in einer karibischen Familie, ist ihre Arbeit von kultureller Vielstimmigkeit geprägt und dem Wunsch, als Künstlerin gesellschaftlich zu wirken. Als visionäre Erzählerin bewegt sie sich zwischen Jazz, Hip-Hop, und Spoken Word. Hier stellt sie uns ihr neuestes Projekt Sera Kalo eX.II vor und erklärt, was Jazz für sie mit Punk zu tun hat.
19:00 Uhr HR 2 Jazz and More
Heute u. a. mit einer seltenen Einheit von Jazzensemble und Chor
Carl Clements and the Real Jazz Trio: Retrospective | Paul Scheugenpflug: Who I am | Edgar Knecht: Colours of Europe | Charlie Wood: Your love is my home | Alternativ Guitar Summit: Don’t forget your guitar | Dave Holland, Norma Winstone: Vital Spark | Evi Filippou & Robert Lucaciu: Love at last sight.
19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk Playback
25 Jahre Gorillaz. Mit Ralf Summer
2001 kam es raus: das erste Album der Gorillaz. Die zunächst virtuelle Band von Damon Albarn – er war zuvor Sänger der Brit-Pop-Legende Blur – und Illustrator Jamie Hewlett. Bekannt als Zeichner des Comics „Tank Girl“. Er zeichnete die vier Figuren der Comic-Band: 2D (Gesang, Keyboard / Damon Albarn), Murdoc Niccals (Bass), Noodle (Gitarre / Gesang) und Russel Hobbs (Perc / Drums). Längst gelten die Gorillaz als „erfolgreichste virtuelle Band“. Wir lassen die Geschichte des Londoner Projekts Revue passieren und hören wichtige Gorillaz-Songs aus dem letzten Vierteljahrhundert. Wie das dubbige „Clint Eastwood“ vom Debüt, das ihre Liebe zum jamaikanischen Reggae zeigt. Oder ihr Streaming-Hit „Feel Good Inc.“ – er hat über zwei Milliarden Plays – als Gäste: De La Soul. HipHop-Stars am Mikro – wie so oft. Wenn die Gorillaz rufen, sagen die meiste angefragten Artists gern zu, zum Einsingen ins Studio zu kommen bzw in eines zu gehen. Im Interview zählt Albarn aber auch Absagen auf: Morrissey und Sade hatten keine Lust auf die Feature-Könige Gorillaz. Ansonsten gilt jedoch: bei ihnen trifft sich die globale Musik-Elite. Sie sind sozusagen die Voll-Versammlung des Pop. Und Damon Albarn ist der neue David Byrne (Talking Heads): je älter er wird, desto weiter wächst sein Musikgeschmack, desto globaler sein Netzwerk.
20:00 Uhr radio3 Konzert
Giancarlo Guerrero dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Die Natur bestimmt diesen außergewöhnlichen Konzertabend. Er beginnt mit Faunus, dem Waldgeist oder Gott der Natur, und endet mit dem Frühling, unterbrochen von einer neuen Schöpfung.
Claude Debussy: „Prélude à l’après-midi d’un faune“
Jessie Montgomery: Auftragswerk für Violoncello und Orchester (Uraufführung)
Igor Stravinsky: „Le sacre du printemps“
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin; Abel Selaocoe, Violoncello
Giancarlo Guerrero
20:00 Uhr ByteFM Electro Royale Musik aus Strom mit Martin Böttcher
The Bassline!
Ordentlich Bass in der neuen Ausgabe von Electro Royale! Und Gefühl! Und Verwirrung! Am Ende klärt sich alles auf, auch dank Barker, Barker (US), Birrd, Kerrie und Petru (KSS). Sollte gut werden! Aus Taka-Tuka gesendet. Oder doch vom Planet Claire?
20:03 Uhr ARD Radio Kulturnacht
„Unter Büchern“ zur Leipziger Buchmesse
Drei Stunden für die ganze ARD: „ARD Radio Kulturnacht Unter Büchern“ mit Carsten Tesch und Katrin Schumacher wird auch 2026 bundesweit übertragen, Literatur pur von Nord bis Süd, Ost bis West.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel
Um zwölf Uhr mittags ist Zukunft. Zeit zum Essen
Von Erik Altorfer aus Texten von den Theater HORA-Ensemblemitgliedern Remo Beuggert, Gianni Blumer, Matthias Brücker, Caitlin Friedly, Robin Gilly, Simone Gisler, Nikolai Gralak, Matthias Grandjean, Frank Häusermann, Lucas Maurer, Tiziana Pagliaro, Simon Stuber und Fabienne Villiger
Komposition: Martin Schütz Regie: Erik Altorfer BR 2025
Was war am Anfang? Das Wort, der Urknall oder bloß gespenstische Stille? Warum wollen und warum müssen wir arbeiten? Was macht eine Gemeinschaft aus und wer ist dafür verantwortlich, dass eine Gesellschaft funktioniert? Wofür leben wir? Und wann ist Zukunft?
22:03 Uhr BR Klassik Jazz live: Highlights aus Burghausen 2026
Live aus dem Mautner Schloss: 55. Internationale Jazzwoche Burghausen
Die 55. Internationale Jazzwoche Burghausen glänzt mit den Saitenstars Mike Stern und Robben Ford, feiert mit einem Projekt des Trompeters Theo Croker den 100. Geburtstag von Miles Davis. Drummer Wolfgang Haffner kommt mit illustren Gästen, und junger Jazz steht mit Tastenkünstler Cory Henry, Bassistin Amy Gadiaga sowie Pianistin Shuteen Erdenebaatar im Fokus.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik
„In memoriam Marek Kopelent“ Von Robert Nemecek
Erinnerungen an den führenden Vertreter der tschechischen Neuen Musik in den 1960er-Jahren.
Marek Kopelent war in den 1960er-Jahren der führende Vertreter der tschechischen Neuen Musik. Nach dem gewaltsamen Ende des „Prager Frühlings“ geriet er ins Abseits. 15 Jahre lang musste er als Korrepetitor seinen Lebensunterhalt verdienen. Erst die „Samtene Revolution“ von 1989 brachte auch für ihn eine Wende. Als Musikberater des Präsidenten Václav Havel war Kopelent ein vielgefragter Mann. Später wurde ihm nach und nach deutlich, dass auch die freie Marktwirtschaft für die Neue Musik keine problemfreie Zone ist.
23:00 Uhr HR 2 The Artist’s Corner
Makiko Nishikaze: Metro.Chikatetsu.U-Bahn
Ihr Hörstück „Metro.Chikatetsu.U-Bahn“ realisierte die japanische, seit den 1990er Jahren in Berlin lebende Komponistin Makiko Nishikaze (*1968) mit Sounds, die sie in verschiedenen Zügen und auf unterschiedlichen Bahnsteigen aufgenommen hat.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Singer-Songwriter: In Meerestiefen – Musik vom Abtauchen. Mit Moritz Chelius
Das Wasser ist das Element, zu dem es wohl die meisten von uns hinzieht: Zum Schwimmen, Boot fahren oder Surfen, um Steinchen flippen zu lassen oder der Brandung zuzuhören. Auch Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt erzählen Geschichten vom Wasser, ahmen mit ihren Instrumenten Wellen und Fische nach oder nehmen uns mit auf ausgedehnte Tauchgänge.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Elektronische Musik
Profil [23] David Tudor. Mit Frank Hilberg
Ein Porträt des Elektro-Pioniers, Klaviervirtuosen und Zeitkünstlers, der 1926 (vor 100 Jahren) geboren wurde und 1996 (vor 30 Jahren) starb.
Die unnachahmlichste Fähigkeit von David Tudor lag darin, selbst die dynamischsten Aktionen aus einer unbeirrbaren Ruhe heraus durchzuführen. Er schien aus der Tiefe der Zeit zu agieren, ja, Zeitlosigkeit schien ihn zu umhüllen, wenn er die Klänge seiner kleinen, meist selbstgebauten elektronischen Geräte zum Leben erweckte. „Soweit ich kann, lasse ich es selbst spielen; aber wenn es das nicht tut, dann greife ich ein“ – seine minimal invasive Haltung beschränkt sich darauf, das Geschehen in Gang zu bringen, in Fluss zu halten und sich ansonsten selber leiten zu lassen – die Rede von den „Triebkräften des Materials“ ist hier einmal wörtlich zu nehmen.
23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht
„Unter Strom und zwischen Welten“ Eine Lange Nacht für die Literatur des Donauraums
Moderation: Maike Albath Regie: Hans Dieter Heimendahl
„Unter Strom und zwischen den Welten“: Die Schwerpunkt-Reise der diesjährigen Buchmesse führt die Donau hinab und stöbert spannendes literarisches Treibgut auf, das im Literatursalon des Deutschlandradios in angenehmer Weise präsentiert wird: in Gesprächen mit den Autor*innen (z.T. mit Übersetzungen), mit Kostproben aus den Werken und schwungvoller Musik.