Radiotipps

Radiotipps für den 24.2.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Drehmomente und Hebelwirkungen“ Positionen der kinetischen Klangkunst. Von Hubert Steins
Kunstwerke mit beweglichen Elementen werden in der Kunsttheorie als kinetische Kunst bezeichnet. Auch in der Klangkunst ist die Kinetik in vielen unterschiedlichen Ausprägungen ein wichtiges Prinzip.


18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass

Thing In Itself
Der französisch-britische Musiker FLOX arbeit seit mehr als 20 Jahren an seiner ganz eigenen Vision von Reggae und Dub. Dabei scheut er sich auch nicht davor, experimentell Grenzen zu testen. Mit „Thing In Itself“ liegt aktuell sein achtes Studioalbum bei Underdog Records vor. Wiedereinmal präsentiert er sich darauf äußerst vielseitig. Der Infotext beschreibt das Album in einem markanten Auszug so: „Mit vielschichtigen Grooves, hypnotischen Rhythmen und einer reichen Klangpalette, widmet sich FLOX dem Spannungsfeld zwischen Individualismus und kollektiver Erfahrung. Das Album ist zugleich philosophisches Statement und musikalische Reise und bittet seine Hörer und Hörerinnen eindringlich, die Sichtweisen anderer als essenziell für jede Form von Einheit zu betrachten“. In der heutigen Sendung könnt ihr mittels drei Songs dieser Intention nachspüren. Zudem sind folgende Artists mit dabei: Cornel Campbell, Peter Tosh, The Skatalites, Gregory Isaacs, Alpha Steppa & Nai-Jah, Ranking Levy, Indra MC & Simma, THK & Youthstar, Vibronics & Bungalo Dub, Tasheeno & Nes Mburu/Charlie P und Total Hip Replacement.


19:00 Uhr ByteFM Trail Of Songs mit Arne Schumacher

Going Up in Rubber Boots
Mehr Neo-Americana als Punk: Ratboys aus Chicago, Illinois, sind einer dieser Fälle, bei denen Bandname und Sound nur sehr bedingt zusammengehen. Ihr sechstes Album ist ein herrlich vielseitiges Songwerk mit Indie-Rock-Charme, produziert von Chris Walla (ex-Death Cab For Cutie). US-amerikanisch träumen Reverend Stomp, agile Bayern aus Wien. In ihren Songs kurven sie groovebetont zwischen Strand und Wüstensand. Tiefe Innen-Einsichten geben Jana Horn, Texanerin, und die Südkoreanerin Youn Sun Nah aus Paris, letztere einst bekannt geworden als Jazzsängerin. Die deutsche Songwriterin Rosa Hoelger versteht sich offenkundig glänzend mit Duett-Partnerin Dota Kehr. Und hat wie sie ihren eigenen Ton gefunden jenseits mainstreamiger Reim-Klischees. Derweil scheinen es The Lone Bellow, vor Jahren aus Brooklyn, NY, nach Nashville, TN, gezogen, mit dem jüngsten Album stärker denn je auf Breitenwirkung anzulegen.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Hypnotische Jazzrhythmen von Mammal Hands & mehr Musik grenzenlos
Elektronische Tanzmusik – aber eben akustisch, handgemacht, als Jazz. Mal fiebrig nervös, mal gediegen. Das sind Mammal Hands, das junge Jazztrio aus London, in dessen neues, von Improvisation geprägtes Album „Circadia“ wir schon mal reinhören können.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Generation U“ Junge Ukrainer in Deutschland
Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Deutschlandfunk/SWR Kultur 2025

Auch 350.000 Kinder sind seit 2022 aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Nach dreieinhalb Jahren fragen sich viele, wo ihre Zukunft liegt. Einige sehnen sich trotz des Krieges nach der Heimat. Andere haben sich in Deutschland eingelebt.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Prinzregententheater München
Arvo Pärt: Cantus in Memory of Benjamin Britten
Benjamin Britten: Nocturne für Tenor und Kammerorchester op. 60
Benjamin Britten: Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31
Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie classique“
Ian Bostridge, Tenor; Rodrigo Ortiz Serrano, Horn
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Gemma New
Aufzeichnung vom 18.01.2026


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Das London Philharmonic Orchestra hat in der Londoner Royal Festival Hall unter Vladimir Jurowski ein Gedenkkonzert für die Ukraine gegeben.
Sergej Prokofjew: „Semyon Kotko“ (Auswahl)
Modest Mussorgsky: „Lieder und Tänze des Todes“ (Auswahl)
Borys Mykolayovych Lyatoshynsky: Sinfonie Nr. 3 h-Moll op. 50 „Peace shall defeat War“
Matthew Rose, Bass; London Philharmonic Orchestra
Leitung: Vladimir Jurowski
Aufnahme vom 2. April 2025, Royal Festival Hall, London


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

Die Frau mit den vier Armen (2/2) Von Jakob Nolte
Bearbeitung und Regie: der Autor
Komposition: Silvan Koch
Musiker: Max Kämmerling, Silvan Koch, Janos Mijnssen, Tillmann Ostendarp
Ton und Technik: Alexander Brennecke und Frank Klein
Regieassistenz: Assunta Alegiani
Dramaturgie: Felix Lehmann
Deutschlandfunk 2026
Zwei Männer sind tot. Spuren in einer Dating-App deuten auf weitere Opfer hin. Rita Aitzinger jagt eine skrupellose Serienmörderin. Zwischen Oper, Kneipe und Burgerladen gerät die Kommissarin in ein Netz aus falschen Fährten.


21:00 Uhr SWR Kultur JetztMusik

ECLAT 2026 – Ensemble Ascolta
Leitung: Friederike Scheunchen
Alvaro Carlevaro: Taschenstücke für Ensemble
Bernhard Gander: Sludgelines für Ensemble
Malte Giesen: Latent diffusion with slop für Ensemble und Elektronik
(Konzert vom 7. Februar 2026 im Theaterhaus Stuttgart)
„Kleine musikalische Fresken“ hat Alvaro Carlevaro für das Ensemble Ascolta komponiert, in denen er verschiedene argentinische Tanzstile aufgreift. Bernhard Ganders „Sludgelines“ sind „zu Klang gewordene, träge und meist tief klingende Linien, die sich langsam und schlammig durch den klanglichen Untergrund schlängeln, um am Ende zu gesäuberten Melodien zu werden.“ Digital wird es schließlich bei Malte Giesen, der die Musik KI-gesteuert aus weißem Rauschen herausbildet.


21:00 Uhr HR 2 JetztMusik

Das Stuttgarter Ensemble Ascolta
Ensemble Ascolta beim ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart 2026


21:00 Uhr radio 3 Neue Musik

Neue Musik Aktuell. Mit Andreas Göbel
Was gibt es Neues in der Welt der Gegenwartsmusik? Aktuelle Entwicklungen in der Szene der neuen Musik werden beleuchtet und bewertet, Neuerscheinungen auf dem CD-Markt kritisch unter die Lupe genommen. Und immer liegt der Fokus auf Events in der zeitgenössischen Musik, die man auf keinen Fall verpassen sollte.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

„Songkunst und Klavierzauber“ Olivia Trummer solo
Aufnahme vom 18.5.2025 beim Jazzfest Bonn

Brillante Sängerin und Pianistin mit einem intimen Soloprogramm: leichthändig, warm und bezaubernd.
Sie kann Jazz, Klassik und Pop, alles geschmackvoll, und sie singt so gut wie sie Klavier spielt: Olivia Trummer ist in Deutschland eine Ausnahmeerscheinung. Als der US-amerikanische Starproduzent Russ Titelman (Eric Clapton) die 1985 geborene Stuttgarterin erstmals im Internet hörte, war er begeistert und wollte unbedingt mit ihr zusammenarbeiten. Das Ergebnis ist Trummers 2025 veröffentlichtes Soloalbum „Like Water“ Beim Jazzfest Bonn hat die Wahl-Berlinerin diese Musik einem gebannten Publikum vorgestellt, darunter kunstvolle eigene Songs, persönlich verwandelte Soulklassiker von Stevie Wonder und Brenda Russell, aber auch das Spiritual „Swing Low, Sweet Chariot“, das sie bruchlos mit einer späten Beethoven-Sonate kreuzt. Leichthändig, warm und bezaubernd.


22:00 Uhr HR 2 Open World

The Klezmatics – Kult seit 40 Jahren
Ab 1986 führte die innovative New Yorker Band das weltweite Klezmer-Revival mit an. Ihr 40. Jubiläum feiern die Musiker jüdischer Herkunft mit einer Welttournee. Antje Hollunder feiert The Klezmatics.


22:00 Uhr radio3 Jazz

„Vogelfrei“ Das David Murray Quartet beim Jazzfest Berlin 2025
Am Anfang stand eine Idee: Der US- Amerikanische Saxophonist David Murray wollte eine Platte über Vögel machen und hat sich dabei von einem Gedicht leiten lassen. Was „Paradiesvögel“ also mit seiner Musik zu tun haben, das erfahren wir im Konzert, das er und sein neues Quartett ( u.a. mit Pianistin Marta Sánchez und Luke Stewart am Bass) am 31. Oktober 2025 beim Berliner Jazzfest gespielt hat: Eine inspirierende Reise durch Latin, Bop und Spoken Word.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

The Treniers – „Live And Wild At The Flamingo“
Bekannt durch Funk & Fernsehen… Selten war dieser Spruch zutreffender als bei der R&B-Showtruppe „The Treniers“. Nur ihre Platten liefen nicht besonders. Götz Alsmann stellt ihr Album von 1970 vor.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Musikszene

„Mehr Opern als Orangenbäume“ Ursprünge und Gegenwart des finnischen Opernbooms
Von Hildburg Heider

Opernfestspiele sind das wichtigste kulturelle Ereignis Finnlands. Und die Nationaloper hat jährlich eine Viertelmillion Besucher!


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„Coming Out“ Die Geschichte des ersten und letzten queeren Kinofilms der DDR
Nach dem Roman von Anthony Andrew

Regie: Eva Solloch
Ton und Technik: Hendrik Manook, Oliver Dannert und Valentin Brockmann
Dramaturgie: Anna Seibt Deutschlandfunk 2026
Was kostete es, Ende der 1980er-Jahre in der DDR den ersten DEFA-Film über schwule Liebe zu produzieren? Die Hauptdarsteller Dirk Kummer und Matthias Freihof erzählen, wie sie für „Coming Out“ ihre Karrieren riskierten.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

Dark Americana. Mit Jay Rutledge
Nur mehr matt leuchtet der Mythos der USA. Wolken sind aufgezogen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Hastig angeworbene ICE-Patrioten patroullieren die Straßen. Katerstimmung hat sich breit gemacht. Bad Bunny ist zum letzten Verfechter des American dream geworden. Einzig ein wenig Nostalghie ist vielleicht noch übriggeblieben. Dark Americana hier in der nächsten Stunde, melancholisch, düster gelegentlich sogar verzweifelt. Der exzentrische Pokey LaFarge liefert mit Arkansas einen Abgesang auf eine Region, die ihre goldenen Zeiten hinter sich hat. Johanna Rose aus New Orleans bucht sich down and out in ein billiges Motel ein, Raucherzimmer bitte, nur eine Nacht. Und Sam Williams, der queere Enkel der Folklegende Hank Williams, arbeitet sich am Mythos seines Großvaters ab. Einzig der Afroamerikaner Eric Bibb versprüht auf seinem Album „One Mississippi“ noch ein wenig Hoffnung auf ein geeintes Amerika. Großartige neue Songs aus der Americanawelt von Sängern und Sängerinnen die sich auskennen mit dem Gefühl down and out zu sein vorgestellt von Jay Rutledge.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Seidenstraße – Eine musikalische Handelsreise (2/5). Mit Sylvia Roth


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

Das Album „Spomyn“ von Katarina Gryvul oder Flüchtige Erinnerungen im Schatten des Krieges
Für das ORF musikprotokoll im steirischen herbst 2022 schuf Katarina Gryvul ihr erstes Stück nach dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der heute vor vier Jahren begann. Der Schock saß so tief, dass Gryvul die ersten fünf Monate gar nichts komponieren konnte. „Ich hatte Angst, dass dieser Schock, den der Krieg bei mir ausgelöst hatte, auch von meiner Musik Besitz ergreift“, erzählte sie damals in einem Zeit-Ton Interview, „dass meine Musik vollends vom Krieg durchdrungen ist, von diesem Gefühl des Zorns, der Abscheu und der Angst; dass der Krieg letztendlich auch das zerstört, was ich am meisten liebe.“ In diesen ersten Kriegsmonaten wurde Gryvul immer wieder von nächtlichen Panikattacken heimgesucht. Um sich zu erden, begann die Künstlerin ihren durch die Panik beschleunigten Atem aufzunehmen. Diese Aufnahmen bildeten schließlich das musikalische Ausgangsmaterial für ihr elektroakustisches Stück „Zemlya“. In noch heller Erinnerung ist die beklemmende Stimmung, die sich während der Uraufführung im Grazer Dom ausbreitete.


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