Radiotipps

Radiotipps für den 25.3.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Chormusik

„Zwischen Tradition und Trend Die Neuerfindung des Männerchorgesangs
Moderation: Olga Hochweis

Lange Zeit wurde der Männerchorgesang mit deutschtümelnder Rührseligkeit und patriarchalem Spießertum gleichgesetzt – vor allem nach Ende der nationalsozialistischen Diktatur. Während der Studentenproteste der 1960er Jahre fiel Theodor W. Adornos Urteil zu dieser Gattung vernichtend aus: „Daran stimmt nichts mehr, gesellschaftlich so wenig wie musikalisch“. Heute will eine neue Generation junger Sänger das Narrativ ändern. Ensembles wie „Sonat Vox“ oder „ffortissibros“ knüpfen an frühe bürgerliche Traditionen des Männergesangs an und beschreiten zugleich andere Wege, z.B. mit zeitgenössischem Repertoire und einem neuen, so ernsthaften wie coolen, Selbstverständnis.


15:00 Uhr HR 2 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen

Ein Zar als Protagonist – Die frühen Opern von Kurt Weill
Vor 100 Jahren kam „Der Protagonist“, die erste Oper von Kurt Weill, auf die Bühne. Zur Premiere musste der junge Komponist sich noch einen Frack ausleihen. So richtig berühmt wurde er erst zwei Jahre später mit den jazzigen Songs aus der „Dreigroschenoper“.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Falk Zenkers Innenwege – Saiten, Zauber & mehr Musik grenzenlos
Seit über dreißig Jahren schlägt Falk Zenker souverän Brücken zwischen Klassik, Flamenco, Weltmusik, Jazz‑Impro und kunstvollem Live‑Looping – eine Mischung, die ihn zu den markantesten Nylon‑Gitarristen des Landes macht.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Die Sonne“ Geschichten eines Himmelskörpers. Von Ulrich Land
Die Sonne ist der einzige Himmelskörper, den wir am hellen Tag sehen können. Aber ansehen können wir sie nicht, jedenfalls nicht mit bloßem Auge. Sie ist viereinhalb Milliarden Jahre alt, und sie wird wohl noch einmal so lange leuchten. Kein Wunder, dass die Menschheit sie als Lebens- und Energiespender mit außergewöhnlicher Symbolkraft aufgeladen hat. Im alten Orient wurde sie vergöttert, sie durchstrahlt immer wieder auch Judentum und Christentum, in den Psalmen des Alten Testaments leuchtet sie als Urkraft auf. In den Zeiten des Klimawandels könnte sie ein Rettungsanker sein. Oder ist sie bereits unser Feind geworden?


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Philharmonie Berlin „Turbulenzen“
Richard Strauss: Tod und Verklärung op. 24
Karol Szymanowski: Konzert für Violine Nr. 1 op. 35
Sir George Benjamin: Concerto for Orchestra
Claude Debussy: La Mer
Bomsori Kim, Violine; Junge Deutsche Philharmonie
Leitung: Sir George Benjamin
Aufzeichnung vom 17.03.2026


20:03 Uhr ARD Konzert

Das Hohelied der Liebe
Chor des BR; Leitung: Krista Audere

Torbjørn Dyrud: „The Bride‘ s Dream“ für gemischten Chor a cappella
Robert Schumann: „Vier doppelchörige Gesänge“ für gemischten Chor a cappella op. 141
Louis Andriessen: „Un beau baiser“ für gemischten Chor a cappella
Alma Mahler: „Drei frühe Lieder“ für gemischten Chor a cappella, transkribiert von Clytus Gottwald
Pierre Villette: „Hymne à la Vierge“ für gemischten Chor a cappella op. 24
Jean-Yves Daniel-Lesur: „Le cantique des cantiques“ für 12-stimmigen gemischten Chor a cappella
(Konzert vom 14. Februar 2026 im Prinzregententheater, München)


22:00 Uhr ByteFM Hidden Tracks mit Kai Bempreiksz

Boink!
Etwas Kuddelmuddel von Flying Lotus und MT Gemini. Anadol & Marie Klock melden sich mit einem zweiten Album als Duo zurück. Dazu 80er-Jahre-Souvenirs u. a. mit GiGi Girls und Micha Phonem gibt es wie gewohnt mit einer Plattenpolytour.


22:03 Uhr ARD Jazz

Das Magazin. Von Ulrich Habersetzer


22:05 Uhr Deutschlandfunk Spielweisen

Auswärtsspiel – Konzerte aus Europa
Mirrored: Maurice Ravel im Spiegel

Maurice Ravel: Pavane pour une infante défunte, M.19
Trois Chansons, M.69
Adagio assai, aus dem Klavierkonzert in G-Dur, M.83
Eriks Ešenvalds: Stars
Julien Libeer, Klavier; Cappella Amsterdam
Leitung: Daniel Reuss
Aufnahme vom 30.11.2025 aus dem Muziekcentrum De Bijloke, Gent
Am Mikrofon: Oliver Cech
Der Pianist Julien Libeer und das Ensemble Cappella Amsterdam huldigten dem Jubilar Maurice Ravel.
„Miroirs“, also „Spiegelbilder“ hat Maurice Ravel 1905 seinen berühmten Zyklus von Klavierstücken genannt; eines der Schlüsselwerke des französischen Impressionismus. Die Erfahrung der Welt löst sich hier auf in ein schillerndes Spiel von Klangfarben. Davon inspiriert war das Konzert „Mirrored“, „Gespiegelt“, im November letzten Jahres. Der Pianist Julien Libeer und das Ensemble Cappella Amsterdam huldigten dem Jubilar Maurice Ravel mit einem Konzert, das ausgewählte Werke Ravels wie in Spiegelungen neu erfahrbar machte. So wird etwa die „Pavane pour une infante défunte“, ursprünglich ein Klavierstück, hier reflektiert zu einem wehmütigen Chorgesang mit Klavierbegleitung – auf den Text eines Liebesliedes aus dem 16. Jahrhundert, „Belle qui tiens ma vie“, ebenfalls eine Pavane.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„In Arbeit“ Hörspiel zum Wandel des tätigen Lebens. Von willems&kiderlen
Komposition: Frank Böhle
Ton und Technik: Alexander Brennecke, Sonja Maronde und Frank Klein
Regieassistenz: Felix Lehmann, Delia Lang
Dramaturgie: Barbara Gerland Deutschlandfunk Kultur 2023
Seit dem 19. Jahrhundert war Magdeburg vom Maschinenbau geprägt, zu DDR-Zeiten vor allem vom Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“. Nach der Wende wurde es abgewickelt. Nun gilt „Customer Care“, wo früher Walzstraßen waren.


23:00 Uhr ByteFM Ein Topf aus Gold mit Diviam Hoffmann

Female Rage
„Today I Choose Violence“ heißt ein Song von Christin Nichols, in dem sie Phrasen wiederholt, die sich Frauen im Patriarchat anhören müssen. Auch Diviam Hoffmann ist wütend. Sie war zu viel im Internet, hat zu viel gelesen über (digitale) sexualisierte Gewalt. Auch Musiker:innen sind wütend. Sie heißen: Feige Flittchen, Deutsche Laichen, Ebow & Mariybu oder Tough Luck. Und sie zeigen: Musik ist ein guter ein Ort sein, Gefühle rauszulassen, wieder Hoffnung zu kriegen. Und nicht zuletzt: Das Gefühl von Gemeinschaft zu erzeugen. Darum diese Woche in Ein Topf aus Gold: wütende Songs, die Hoffnung machen. Patriarchy Over And Out.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Barbara Schmutz, „Alles Liebe“
Die Autorin Barbara Schmutz, hat sich intensiv in einem Buch mit der Liebe beschäftigt hat. „Alles Liebe“ heißt es und dafür hat die Journalistin, Publizistin, Dokumentarfilmerin ungewöhnliche Orte aufgesucht.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

Zündfunk Playback: 25 Jahre Gorillaz
Das Gästezimmer des Pop
Wiederholung vom 21. März 2026

2001 kam es raus: das erste Album der Gorillaz. Die zunächst virtuelle Band von Damon Albarn – er war zuvor Sänger der Brit-Pop-Legende Blur – und Illustrator Jamie Hewlett. Bekannt als Zeichner des Comics „Tank Girl“. Er zeichnete die vier Figuren der Comic-Band: 2D (Gesang, Keyboard / Damon Albarn), Murdoc Niccals (Bass), Noodle (Gitarre / Gesang) und Russel Hobbs (Perc / Drums). Längst gelten die Gorillaz als „erfolgreichste virtuelle Band“. Wir lassen die Geschichte des Londoner Projekts Revue passieren und hören wichtige Gorillaz-Songs aus dem letzten Vierteljahrhundert. Wie das dubbige „Clint Eastwood“ vom Debüt, das ihre Liebe zum jamaikanischen Reggae zeigt. Oder ihr Streaming-Hit „Feel Good Inc.“ – er hat über zwei Milliarden Plays – als Gäste: De La Soul. HipHop-Stars am Mikro – wie so oft. Wenn die Gorillaz rufen, sagen die meiste angefragten Artists gern zu, zum Einsingen ins Studio zu kommen bzw in eines zu gehen. Im Interview zählt Albarn aber auch Absagen auf: Morrissey und Sade hatten keine Lust auf die Feature-Könige Gorillaz. Ansonsten gilt jedoch: bei ihnen trifft sich die globale Musik-Elite. Sie sind sozusagen die Voll-Versammlung des Pop. Und Damon Albarn ist der neue David Byrne (Talking Heads): je älter er wird, desto weiter wächst sein Musikgeschmack, desto globaler sein Netzwerk.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Musikalische Annäherungen an Else Lasker-Schüler (3/5). Mit Stefan Franzen


23:03 Uhr WDR 3 Open

Folk-Nachwuchs: Das Jugendfolkorchester
Sie sind jung und spielen deutsche Volksmusik: Instrumentales, bei dem sich schon Bach und Beethoven bedient haben, und Lieder über das Leben. Babette Michel stellt das Jugendfolkorchester vor.


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