Radiotipps

Radiotipps für den 26.2.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Auf dem Wege zu einer neuen Klangkunst“ Gerhard Steinke im Gespräch mit Gerhard Schwalbe
Sendereihe des Rundfunks der DDR

(15/16): Luigi Nonos Experimente mit elektronischen und konkreten Klängen
Produktion: Deutschlandsender 05.04.1966
Vorgestellt von Stefan Fricke


17:30 Uhr Ö1 Spielräume

Kuba, Chile und New York auf einer LP
Musik aus allen Richtungen mit Xavier Plus. Das neue Album der Saxofonistin Melissa Aldana
Das spanische Wort „Filin“ klingt nicht zufällig dem englischen „Feelings“ sehr ähnlich: „Filin“ ist die Bezeichnung einer musikalischen Strömung auf dem Kuba der 1940er – bis 1960er Jahre, die sich an die US-amerikanische Jazz-Song-Tradition anlehnt. Inspiriert von Sänger:innen wie Nat King Cole, Frank Sinatra oder Ella Fitzgerald, aber auch Close Harmony Groups wie den Andrew Sisters, interpretierten kubanische Musiker:innen Liebeslieder aus ihrer Heimat, die auch die Heimat des seit langem in New York lebenden Pianisten Gonzalo Rubalcaba ist.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Hautnah mit Marco Mezquida & mehr Musik grenzenlos
Der spanische Jazzpianist ist ein lieber Bekannter an der Hörbar. Er steht für Flamenco, Klassik und jazzige Begegnungen mit der Weltmusikszene. Mit seinem Trio feiert auf dem neuen Album „Táctil“ die Kraft der Berührung – von Saiten, Tasten und Herzen.


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Lahav Shani am Pult der Münchner Philharmoniker
Münchner Philharmoniker, Dirigent: Lahav Shani; Renaud Capucon, Violine.

Unsuk Chin: subito con forza
Henri Dutilleux: Violinkonzert ‚L’arbre des songes‘
Michael Seltenreich: The Prisoner’s Dilemma
Paul Ben-Haim: Symphonie Nr. 1
(aufgenommen am 11. September 2024 in der Isarphilharmonie, München)


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Das Gegenteil vom Nichts“ Auf der Spur der Schwarzen Löcher. Von Dirk Lorenzen
Schwarze Löcher. Ein Begriff mit magischem Klang. Hochverdichtete Materie, eine ganze Welt aufs Kleinste zusammengepresst. Schwarze Löcher spielen im Kosmos eine überragende Rolle: Sie sind die Leichen riesiger Sterne. Sie lassen Raum und Zeit erzittern. Sie befinden sich in den Zentren fast aller Galaxien. Womöglich sind sie schon beim Urknall entstanden, haben Sterne und Galaxien wachsen lassen und bilden die geheimnisvolle Dunkle Materie. Ihr Inneres bleibt ein Mysterium. Und doch gelingt es der Wissenschaft immer besser, ihnen ihre Geheimnisse zu entreißen.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Flagey Piano Days 2026 „Flagey Brüssel“
Alexander Malofeev, Klavier
Edvard Grieg: Suite im alten Stil „Aus Holbergs Zeit“ op. 40 Fassung für Klavier
Sergej Prokofjew: Klaviersonate Nr. 2 d-Moll op. 14
Arthur Lourié: „5 Préludes fragiles“ op. 1
Einojuhani Rautavaara: Klaviersonate Nr. 2 op. 64 „The Fire Sermon“
Aufzeichnung vom 14.02.2026


20:03 Uhr BR Klassik – Konzertabend

Minnesota Orchestra
Leitung: Edward Gardner; Solist: James Ehnes, Violine

George Walker: „Folksongs“; Antonín Dvořák: Violinkonzert a-Moll, op. 53; Bedřich Smetana: „Mein Vaterland“, Tabor; Leoš Janáček: Sinfonietta, op. 60
Aufnahme vom 16. Mai 2025 in der Orchestra Hall, Minneapolis


20:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Lost in Music

Wie ist es schön zu leben und all das zu hören – Musik und Texte osteuropäischer Roma
Von Winfried Roth

Über Jahrhunderte war das Leben der Roma zwischen Sarajevo und Odessa, Krakau und Sankt Petersburg überschattet von Verachtung und Diskriminierung, manchmal aber auch aufgehellt von Verständnis oder Sympathie. Unauslöschlich ist die Erinnerung an den Völkermord während des Zweiten Weltkriegs. Die traditionelle Musik der osteuropäischen Roma klingt träumerisch, leidenschaftlich, düster, ausgelassen …


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Glückwunsch: Nordwestdeutsche Philharmonie 75
Nordwestdeutsche Philharmonie
Leitung: Jonathan Bloxham
Aufnahme vom 10. Oktober 2025 im Stadtpark Schützenhof, Herford


20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos

Versuchslabor Kinderheim (7/8) – Verschickt Ein vergessener Medizinskandal in Deutschland
Podcast in acht Teilen. Von Ilona Toller

Mitarbeit: Anouk Millet, Lena von Holdt und Jack Butcher
Storyeditor: Martin Schneider
Regie: Robert Nicholson Sounddesign: Volker Pannes
Redaktion: Wolfgang Schiller, Lisa Steck
Whistledown für Deutschlandfunk 2026
Nach dem Krieg werden millionenfach Kinder zum „Aufpäppeln“ verschickt. Auch Rüdiger Beck, der an schwerem Asthma leidet. Fernab von zuhause erlebt er wie viele andere Gewalt und Medikamentenmissbrauch.


21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik

Mal wieder sexy? – Neues Musiktheater zwischen Verführungskraft und Welterzeugung
Von Sebastian Hanusa

Seit der Jahrtausendwende drängt die Neue Musik verstärkt ins Theatrale: Mit der intermedialen Erweiterung der kompositorischen Mittel, mit Performanz und Immersion, singenden Körpern, inszenierten Musiker*innen und dem Arrangement von Erfahrungsräumen. Aber warum? Was macht den besonderen Reiz des Musiktheaters aus – für die Menschen, die es produzieren, und für die, die es hören, sehen, fühlen, erleben? Und welche Rolle spielt dabei eine Erotik des Hörens, Schauens und Spielens? Gibt es ein Komponieren mit dem Parameter „Verführungskraft“? Oder aber auch ein Sich-Hingeben an jenes Genre, das einen mit seiner Sexyness dazu verführt, Welterfahrung zu komponieren? Der Metier-Kenner Sebastian Hanusa sucht nach Antworten.


21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts

Fragebogen – Gast: der Saxofonist Philipp Gropper
Am Mikrofon: Thomas Loewner

Nachdenklich und entschlossen: Gespräch mit einem der innovativsten Musiker der aktuellen Berliner Jazz-Szene.
Seit vielen Jahren zählt der Saxofonist Philipp Gropper zu den Vordenkern des zeitgenössischen Jazz in Berlin. Bei allem Bestreben, neues Terrain zu erforschen, verliert er aber niemals auch die Tradition aus dem Blick. Groppers Beschäftigung mit dem Jazz begann schon früh während seiner Kindheit. Als Fünfjähriger hörte er mit wachsender Begeisterung Aufnahmen von Charlie Parker oder John Coltrane aus der Plattensammlung seiner musikbegeisterten Eltern. Auch wenn er inzwischen mit eigenen Bands wie PHILM oder dem Kollektiv Tau auf der permanenten Suche nach Wegen ist, den Jazz rhythmisch und harmonisch weiterzuentwickeln, ihn stilistisch zu öffnen und die Rolle des Saxofons innerhalb einer Band zu hinterfragen, betont der 1978 geborene Berliner stets die große Bedeutung dieser frühen Hörerfahrungen für sein eigenes Spiel.


22:00 Uhr radio3 / NDRKultur Jazz

„Rollende Murmeln“ Die dänische Bassistin Anne Mette Iversen
Mit Mauretta Heinzelmann

Als Anne Mette Iversen um 1998 in Kopenhagen bei Nils-Henning Ørsted-Pedersen Kontrabass studierte, bekam sie ein Stipendium nach New York. Es gefiel ihr dort so gut, dass sie 14 Jahre blieb. 2012 zog die Bassistin mit ihrer Familie nach Berlin, denn von hier aus konnte man gut durch Europa touren. Dynamik fasziniert die Künstlerin: „Marbles“, das neue Album, ist inspiriert vom Spiel ihrer Söhne mit Murmeln und Kugelbahnen. Als Komponistin schuf sie Bahnen, in denen die Klänge rollen konnten, komplex und kreativ. „Ich glaube, ich habe bewusst versucht, die Stimme von Berlin mit einzukomponieren!“


22:03 Uhr BR Klassik – Jazztime

Zum 70. Geburtstag des Gitarristen Geoff Goodman. Marcus Woelfle im Gespräch mit dem Gitarristen.


22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Jazz and More

Blues’n’Roots. Von Dagmar Fulle
Blues-Rekordproduzent und -Songschreiber Tom Hambridge singt und spielt selbst auf „Down The Hatch“ | Miss Emily aus Kanada mit neuen Songs auf „My Medicine“ | Bostons Bluesgitarrist Monster Mike Welch und sein Album „Keep Living Til I Die“


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Von Debut bis Umbesetzung: Neuerscheinungen aus NRW
Der 1998 im Westerwald geborene Saxofonist und Bandleader Paul Scheugenpflug
veröffentlicht sein Debutalbum „Who I Am“ mit seinem Quartett. Manuela Krause stellt diese und weitere neue CDs vor.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel

„Kurzstrecke 164“ Feature, Hörspiel, Klangkunst – Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene
Moderation: Ingrid Wenzel und Johann Mittmann

Produktion: Autor*innen/Deutschlandfunk Kultur 2025 (Ursendung)
Neue Hörkunst aus der freien Szene. Heute mit einem Hörspiel, das seine eigenen Mechanismen seziert: Was sagen die Figuren zu der Hörspiel-Geschichte, in der sie vorkommen?


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Michael von Hintzenstern, Komponist
Als Michael von Hintzenstern 1970 elektronische Musik von Karlheinz Stockhausen im Radio hört, ist der 14-jährige geflasht. Er muss den Komponisten kennenlernen. Aber wie? Er lebt in Weimar, Stockhausen in Köln. Dazwischen die Mauer; doch sechs Jahre später gelingt es. Beginn einer lebenslangen Künstlerfreundschaft.


23:03 Uhr BR Klassik – Horizonte

In memoriam Rolf Riehm: Weil das Politische in allem steckt
Von Kristin Amme

Der 1937 in Saarbrücken geborene Komponist Rolf Riehm, der seit seiner Studienzeit mit ein paar Unterbrechungen in Frankfurt lebte, war bekannt dafür, frei und weit zu denken: klanglich, konzeptuell, menschlich. Über die letzten sechs Jahrzehnte hinweg hat er eine individuelle Klangsprache entwickelt, die Klangschönes genauso zulässt wie Spröde-Geräuschhaftes. Riehm war Solo-Oboist, Dozent an der Musikschule und Professor für Komposition und Tonsatz in Frankfurt. Er gehörte dem „Sogenannten linksradikalen Blasorchester“ an, hielt Vorträge und Workshops rund um den Globus. Ob Rolf Riehm wirklich gänzlich ohne System arbeitete, wie es in diversen Artikeln heißt, wie sich der Musikbetrieb in seinen Augen seit seiner Studienzeit bei Wolfgang Fortner verändert hat und was dabei gleich geblieben ist – darüber sprach Kristin Amme mit dem Komponisten anlässlich seines 80. Geburtstages im Juni 2017. Am 3. Januar ist Rolf Riehm in seinem 89. Lebensjahr verstorben.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Seidenstraße – Eine musikalische Handelsreise (4/5). Mit Sylvia Roth


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Kunst zum Hören

„Raumbilder“ r a u m t i e f von Johannes S. Sistermanns
In die Sound-Totale des hellwachen Manhattan hineinhorchen. Mittig in der Wirklichkeit eines anfangslosen Hallraums in Berlin stehen. Den Raumton im schmalen Hohlraum eines Stahlträgers in der unterirdischem New Yorker Metrostation gesungen hören, während die Subway einfährt. Das Raumbild hören von Film-Szenen ‚Der 3. Mann‘ in der Wiener Kanalisation entstehen lassen. Sowie die 437m langen und 20m breiten Resonanzen als Trägermaterial im Hohlraum den Autoverkehr samt Straßenbahnen von einer zur anderen Rheinseite im Hohlraum der Kölner Deutzer Brücke verfolgen.
Räume treffen aufeinander, gegeneinander, schieben sie im inneren Ohr mal drängend mal sich überlappend zueinander. Der Stereo-Hör-Raum selbst wird verstanden als die äußerste Abstraktion einer sonst 360° umläufigen, längst vertrauten Klangwirklichkeit.


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