Radiotipps für den 26.8.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Avantgarde unter anderen Voraussetzungen“ Neue Musik in der DDR – ein Rückblick
Von Florian Neuner Deutschlandfunk Kultur 2020
In den späten Jahren der DDR konnte sich die neue Musik relativ unbehelligt entfalten. Was ist von diesem Aufbruch geblieben?
18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Karsten Frehe
Smile Fi Mi Sunshine
Der junge jamaikanische Artist Mortimer (Foto) überraschte 2024 mit seinem Album „From Within“ die Reggaewelt. Tiefgründige Texte, interessante Features und sein schöner Gesang bezirzte nicht nur Offbeat-Fans. Aktuelle ist er wieder auf Tour. Am Anfang der heutigen Sendung wird er euch mit den Tracks „In My Time“ und „Bruises“ nochmals ans Herz gelegt. Neue Musik gibt es heute von Glen Washington, Skarra Mucci & Manudigital, Noiseshaper („Smile Fi Mi Sunshine“), Double Tiger meets Sly & Robbie, Flying Vipers & Earl Sixteen, Reggae Roast sowie von Haghbin & Annananda (im Peguin Sound Remix). Zudem wird an das zehnjährige Jubiläum des Ausnahmealbums „FM“ von den Skints aus London erinnert und L’Entourloop präsentieren mit einem Tune ihren „Hip Hop in a yardy style“. Carl Meeks wird ebenfalls mit seinem Track „Hey Bad Boy“ von 1988 präsentiert.
19:00 Uhr ByteFM Trail Of Songs mit Arne Schumacher
Ride Into The Sun
Das neuste Werk des Pianisten Brad Mehldau, bekannt vor allem als Jazz-Mann, ist eine umfangreiche Hommage an Singer-Songwriter Elliott Smith. Der war 2003 mit gerade mal 34 gestorben – eine sensible Persönlichkeit, die ihrer Dämonen einfach nicht Herr wurde. Smiths Songschaffen wirkt heute stärker denn je. Das Trio Sons Of The East aus dem Osten Australiens verkörpert dagegen gutgelaunte Leichtigkeit, liefert dabei aber Songqualität. Mit Unterstützung von Americana-Meister Jason Isbell hat die Kandierin Kathleen Edwards ihr aktuelles Album auf handfeste Beine gestellt. Unkonventionell und reizvoll verrätselt wirken die Songfantasien von Jayne Dent aus dem nordenglischen Newcastle, passend zum Pseudonym Me Lost Me. Kollegin Thea Gilmore hat ein paar Songklassiker – „quiet friends“, wie sie schreibt – auf’s Wesentliche gebracht. Zum Finale ein Altmeister: Van Morrison mit einem Track aus seinem üppig bestückten jüngsten Werk. In wenigen Tagen kann Van The Man seinen 80. Geburtstag begehen.
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
José Afonso: „Como Se Fora Seu Filho“ & mehr Musik grenzenlos
Wer heute durch Portugal reist, der stößt früher oder später auf Graffiti, die an ihn erinnern. Und seine Lieder tun es sowieso: José „Zeca“ Afonso, einer der bedeutendsten Künstler des Landes.
19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk
Die Daniel Küblböck Story: Haben wir dazugelernt?
Mit Alexandra Martini und Achim Bogdahn
19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature
Verkehrswende in der Autostadt – Von VW-Arbeitern, die keine Autos mehr bauen wollen
Von Matthias Becker und Gerhard Klas Regie: Eva Solloch Deutschlandfunk 2024
Wolfsburg ist VW – VW ist Wolfsburg. Doch der Autokonzern ist in der Krise, das E-Auto schwächelt. Was, wenn der Konzern ganz andere Wege ginge?
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Rheingau Musik Festival“ Kurhaus Wiesbaden
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zum Schauspiel „Coriolan“ op. 62
Frédéric Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21
Igor Strawinsky: Oktett für Blasinstrumente
Peter Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23
Jan Lisiecki, Klavier; Anna Vinnitskaya, Klavier
Mahler Chamber Orchestra
Leitung: José Maria Blumenschein
20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert
Klavierfestival Ruhr / Festival Acht Brücken
Klavierfestival Ruhr
Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826
Frédéric Chopin: Nocturne cis-Moll op. 27 Nr. 1
Nocturne As-Dur op. 32 Nr. 2
Scherzo Nr. 4 E-Dur op. 54
Dmitrij Schostakowitsch: Sonate Nr. 2 h-Moll op. 61
Präludium und Fuge Nr. 15 Des-Dur
Präludium und Fuge Nr. 24 d-Moll op. 87
Evgeny Kissin (Klavier)
(Konzert vom 2. Juli 2025 in der Tonhalle, Düsseldorf)
Festival Acht Brücken
Yiran Zhao: the unreachable shore (DEA, Kompositionsauftrag der ECHO, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung)
Unai Urkola Etxabe: what shines beneath (Uraufführung)
Christian Mason / Paul Griffiths: The Oddity Effect für Chor und Ensemble
Ensemble Modern; SWR Vokalensemble
Leitung: Ustina Dubitsky
(Konzert vom 18. Mai 2025 in der Philharmonie Köln)
20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel
„Kamina“ Von Lene Albrecht
Regie: Anouschka Trocker
Besetzung: Kathi Bonjour Komposition: Steve Heather
Gesang: Ameyo Dick Künstlerische Mitarbeit: Razakou Aboubakari, Samoudine Coubadja, Salif Le Dou
Ton und Technik: Lukas Wilke und Frank Klein
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Julia Tieke Deutschlandfunk Kultur 2025
Bevor die deutsche Kolonialmacht 1914 in Togo besiegt wird, zerstört sie ihre eigene Funkstation. Wohin heute mit den Ruinen? Mit den Dokumenten? Wer sendet, wer empfängt? Wer hält die Fäden der Geschichte in der Hand?
21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live
Die erweiterte Kunst des Dialogs: Das Trio KoKo
Taiko Saito, Marimbafon
Niko Meinhold, Klavier
Moritz Baumgärtner, Schlagzeug
Aufnahme vom 7.2.2025 beim J.O.E.-Festival, Zeche Carl Essen
Am Mikrofon: Thomas Loewner
Normalerweise treten Taiko Saito und Niko Meinhold als Duo auf, gelegentlich gesellt sich der Schlagzeuger Moritz Baumgärtner zu ihnen. Das hat hörbare Auswirkungen auf die Gruppendynamik, wie das Konzert beim diesjährigen J.O.E.-Festival zeigte. Seit über 20 Jahren spielen die Vibrafonistin und Marimbaspielerin Taiko Saito und Pianist Niko Meinhold als Duo Koko zusammen und haben ihre Form der musikalischen Kommunikation zur Perfektion gebracht. Vor einiger Zeit ergab sich erstmals die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Schlagzeuger Moritz Baumgärtner aufzutreten. Das Repertoire, aus dem die Drei schöpfen, ist zwar im Grunde das Gleiche, allerdings wählen Saito und Meinhold bestimmte Kompositionen aus, die besonders gut zu dieser Konstellation passen. Dadurch unterscheiden sich die Konzerte vom Duo und Trio KoKo in Ablauf und Dynamik deutlich voneinander.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
„Selbst gemachtes Leben“ Der Tapir im Birkenwald
Von Gabi Schaffner“ Regie: die Autorin Deutschlandfunk 2016
Volkskunst, Wahnsinn oder Methode? Der finnische Videodokumentarist Erkki Pirtola stand für eine Kunstrichtung, die in den Tiefen der finnischen Wälder und Tundren ein einzigartiges Dasein fristet.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„Zu früh dran“Mit Noe Noack
Um Pete Shelley einen der mutigsten, schlauesten und innovativsten Erneuerer des britischen Pop geht es in dieser Stunde. Der Mann aus Manchester hat die schönsten
Power-Pop Ohrwürmer des Punks geschrieben und bei den Buzzcocks gespielt und gesungen. Mit seinen Solo-Alben hat er den Siegeszug des elektronischen Pop eingeleitet und sogar Techno beeinflußt. Pete Shelley vöffentlichte 1981 sein Solo Album „Homosapien“ und landete mit dem Titelsong einen Club-Hit und sogar in den Charts in Australien und Kanada. In Großbritannien sperrte die BBC den Song wegen angeblicher Verweise auf schwulen Sex. Pete Shelley war zu früh dran mit seinem Synthesizer Pop. Am 17. April 2025 wäre der Musiker 70 geworden. Aber leider ist er bereit 2018 nach einem Herzinfarkt gestorben. Jetzt wurden seine beiden wegweisenden Solo-Alben „Homosapien“ und „XL-1“ wiederveröffentlicht. Noe Noack stellt sie vor.
23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz
Geir’s Goodbye – Geir Lysne und die NDR Bigband. Von Henry Altmann
„Polar Soundscapes“ – am 25.6. gab Geir Lysne in der Elbphilharmonie seinen Abschied als Chef-Dirigent der NDR Bigband.
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton
„Der Wolke Verlag“ Das besondere Verlagsprogramm von Peter Mischung
Der Wolke Verlag: für (Free)Jazz Liebhaber:innen und solche der free music ist der Wolke Verlag einer der zentralen Verlage. Aber auch Liebhaber und Kenner zeitgenössischer komponierter Musik werden hier fündig. Und immer wieder gibt’s auch Verwandtes, etwa wenn Bücher über Mahler oder Rachmaninov über Zeitgenössisches hinausweisen und dennoch Bezüge ins Hier & Jetzt aufweisen.
2023 hat der Wolke Verlag den Hessischen Verlagspreis erhalten. So spät, weil man sich als Verlag selbst bewerben muss. Und dazu war Peter Mischung wohl viele Jahre lang zu bescheiden. Peter Mischung: Verleger, leidenschaftlich. Ebenso leidenschaftlich: Musikhörer und Kenner. Egal ob zeitgenössische komponierte Musik, ob Improvisiertes, ob Jazz. Ästhetische Aspekte oder politische Konnotationen. Ein Zeit-Ton über ein ganz besonderes Verlagsprogramm und seinen langjährigen Mastermind.