Radiotipps

Radiotipps für den 29.12.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


15:04 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Die neapolitanische Saga“ (5/18) von Elena Ferrante
Die Geschichte eines neuen Namens (1/5)

Aus dem Italienischen von Karin Krieger
Ton und Technik: Marcus Huber und Fabian Zweck
Produktionsassistenz: Stefanie Ramb
Bearbeitung und Regie: Martin Heindel und Katja Langenbach
Dramaturgie und Redaktion: Katarina Agathos BR 2020/2022


17:00 Uhr ByteFM Kaleidoskop mit Alice Peters-Burns

Der Bruchteil einer Sekunde
Nicht nur um sich vor guten Vorsätzen zu drücken, zweifelt Moderatorin Alice am Jahreswechsel, der nur in der westlichen Welt gilt und selbst dort nur so ungefähr und abhängig von der Ortszeit. Das alte und das neue Jahr trennen nur ein winziger Bruchteil einer Sekunde – same procedure as every year also eigentlich. Was soll sich schon ändern, denn die Zeit fließt (dahin). Aber vielleicht kann man die Tage „zwischen den Jahren“ (dieser grausig inkorrekte Ausdruck) nutzen, um doch ein wenig zu reflektieren und zumindest mal kurz anzuhalten.
So ist die heutige Ausgabe auch zwischen Winter und Frühling, zwischen Dämmerung und Tageslicht, an Küstenzonen und in Häusern, mal Heim, mal nicht, platziert und es wird geträumt, revolutioniert, Unkraut ausgemerzt und sich im Kreis gedreht. Vor allem haben sich feine Musiker*innen aber vorgenommen, uns auch im neuen Jahr Gutes zu tun und sie brechen zum Glück ihre Vorsätze nicht. Happy new (y)ears!


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Henning Schmiedt spielt Theodorakis & mehr Musik grenzenlos
Die Bedeutung des griechischen Musikers, Komponisten, Widerstandskämpfers und Politikers Mikis Theodorakis für das 20. Jahrhundert ist kaum zu unterschätzen. Der Berliner Pianist Henning Schmiedt bekam seltene Einblicke in Theodorakis‘ Archiv – bewegend!


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk Gästemix

Karl Hyde (Underworld) Aufnahme vom 15. März 2008. Mit Ralf Summer
Heute ein „Zündfunk Gästemix“ aus dem Jahr 2008 von dem Musiker Karl Hyde von der Band Underworld. Begleitet wird dieser Gästemix von meinem Kollegen Ralf Summer. Viel Spaß!


19:30 Uhr Ö1 On Stage

„50 Jubilee: Happy Birthday“: Thomas Gansch mit Gansch & Roses und Stargästen im Wiener Konzerthaus
Manchmal im Leben sollte man weder abergläubisch noch ein Fan von terminlichen Punktlandungen sein. Denn wenn man als Musiker an einem 31. Dezember geboren ist und das halbe Jahrhundert an Lebensjahren entsprechend zünftig mit Star-gespickter Besetzung vor standesgemäß würdiger Publikumskulisse feiern will, dann lautet die naheliegende Devise: vorfeiern! Selbiges hat Trompeter Thomas Gansch, geboren am 31. Dezember 1975 in St. Pölten, am 12. November 2025 im Großen Wiener Konzerthaussaal getan. Und dabei sich selbst und das Auditorium aus Anlass des nahenden 50. Geburtstags mit einem großartigen Konzertabend beschenkt. Das Ö1 Aufnahmeteam war natürlich dabei und hat dieses musikalische Ideenfeuerwerk für die Nachwelt festgehalten.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Gut gestimmt?“ Der Kammerton: Eine Konstante mit Spielraum. Von Juliane Schiemenz
Der Kammerton A ist eine feste Größe der Musikwelt. Standardmäßig schwingt er bei 440 Hertz. Doch das war nicht immer so. Er wandelte sich über die Jahrhunderte und ist auch heute noch eine äußerst lebendige Konstante.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert

„Rudolstadt-Festival“ Große Bühne, Heinepark: Baba Sissoko & Mediterranean Blues
Aufzeichnung vom 04.07.2025
Baba Sissoko ist einer der umtriebigsten Akteure der westafrikanischen Musikszene. Mit Bands wie Taman Kan, African Griot Groove und Baba Sissoko Jazz@Evolution ist der Sohn einer malischen Griot-Familie aktiv – und wo immer er auftritt, hält es das Publikum nicht lange auf den Stühlen. Beim Rudolstadt-Festival war Baba Sissoko mit „Mediterranean Blues“ zu erleben, einer siebenköpfigen Band mit Musikern aus Westafrika und aus Sissokos Wahlheimat Italien. Baba Sissoko & Mediterranean Blues – das ist eine unterhaltsame Reise durch Afrobeat, Funk, Wüstenblues und Psychedelic Rock.


21:00 Uhr ByteFM Was ist Musik mit Klaus Walter

Das Gedächtnis ist ein seltsamer Prozess. Oden an Booker T & The MG’s
Memory is a strange process.“ Mit diesem Satz beginnt David Toop seine Erinnerungen an Steve Cropper, der am 3.Dezember mit 84 gestorben ist. Weiter schreibt Toop: „I recall fragments from distant events, like incomplete snapshots weathered by time as if moments are frozen, clipped and given fragile permanance in the chemistry archive of the body. Of the March 1967 Stax/Volt European tour, staged in the Finsbury Park Astoria, I remember the sweat of Sam & Dave, a glimpse of Sharon Tandy (the often forgotten opening act), Otis Redding’s escalating frenzy, a blur of Carla Thomas and then Steve Cropper (lean, back then, in a sharp suit), raising up on one toe to add another millimetre’s string bend to his solo in „Green Onions“. I think I became a Telecaster player for life in that second.“


21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama

Der Ur-Klang Westsachsens
Richard Röbel (1988) – Stadt Mund(t)räume I-III Philipp Dulichius (1562-1631) – Ich hebe meine Augen auf Annette Schneider (1966) – Gungl
Christian Gottlob Neefe (1749-1798) – Das Große Halleluja
Paul Heinz Dittrich (1930-2020) – Singbarer Rest
Ensemble AuditivVokal Dresden
Schwanenschloß Kinder- und Jugendchor Zwickau
Schülerinnen und Schüler des Robert Schumann-Konservatoriums Zwickau
Ltg.: Olaf Katzer
Aufnahmen vom 24.8.2025 in der Jakobikirche Chemnitz
Zum Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 bot das Ensemble AuditivVokal Dresden einen besonderen Beitrag: Die experimentelle Vokalformation widmete sich Dialekt und Klang der sächsischen Städte Zwickau und Chemnitz und verband dabei Frühbarock mit zeitgenössischem Komponieren. Material und Inspiration für die Uraufführung der zentralen Komposition „Stadtmund(t)räume“ lieferte eine Bergmannsliedersammlung von 1531. Komponist Richard Röbel suchte hier eine intuitiv-klangliche Auseinandersetzung mit seiner Heimatstadt Chemnitz. Ein Triptychon für vier Vokalsolisten stellte Komponistin Annette Schneider aus Zwickau gegenüber. Sie bezog die kindlichen Stimmen des Schwanenschlosschores mit ein, wobei sie den „Gungl“, den kleinen Jungen eines erzgebirgischen Volksliedes zitierte. Das Konzert ist Teil einer Initiative von AuditivVokal, in ostdeutschen Regionen, in denen alte Dialekte und Mundarten aussterben, auf Spurensuche nach lokalen Sprachklängen zu gehen.


21:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Einstand

„Track 1“ Debütalbum des Novo Quartetts
Moderation: Carola Malter
Die Reise des international gefeierten Streichquartetts begann 2018 in Kopenhagen. Bald folgten zahlreiche Wettbewerbspreise. Mit dem Debüt kehrt das Novo Quartett ganz zum Anfang zurück und feiert die Kammermusik und drei Werke, mit denen alles begann: das 8. Quartett von Schostakowitsch, „Hjerteblad“ von Matias Vestergard und das 1. Quartett von Carl Nielsen.


22:03 Uhr ARD Jazz. Spotlight

That`s Why the Lady is a Tramp – Hildegard Knef zum 100. Geburtstag. Von Karsten Neuschwender
Untrennbar verbunden ist der Name Hildegard Knef mit einem Lied: Für mich soll’s Rote Rosen regnen“. Das hat sie auch im Duett mit der Punk Band „Extrabreit“ gemacht. Sie hat viele Musikerinnen und Musiker beeinflusst. Von Nina Hagen bis Till Brönner, der 1999 das Album „17 Millimeter“ produzierte, das den „German Jazz Award“ erhielt. Karsten Neuschwender blickt auf die Musik der am 28. Dezember 1925 geborenen Hilde Knef und diejenigen, die sich mit ihren Liedern auseinandergesetzt haben.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Gabriele Stötzer, Schriftstellerin & Künstlerin
Gabriele Stötzer war Anfang zwanzig, als sie in den Fokus der Staatssicherheit der DDR gerät. Die junge Frau aus Thüringen steht am Beginn ihres Lebens, das sich von da an schlagartig ändert.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

„Die Klänge des Jahres“ Ein ganz persönlicher Rückblick. Mit Ralf Summer


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Die Überlebenskünstlerin – Hildegard Knef zum 100. (1/3). Mit Sylvia Roth
Als deutsches „Nachkriegsgesamtkunstwerk“ wurde sie einmal bezeichnet – weil sie nicht nur Schauspielerin, sondern auch Sängerin, Autorin und sogar Malerin war. Ein Leben allein hat Hildegard Knef nicht gereicht, sie hat sich immer wieder neu erfunden. „Ich will alles – oder nichts!“ Der Refrain ihres größten Hits scheint zugleich ihr Lebensmotto gewesen zu sein. Knefs Vita war voller Aufs und Abs: Mal reüssierte sie erfolgreich, dann wieder scheiterte sie schmerzhaft – immer verweigerte sie sich selbstbewusst den Schubladen und Erwartungshaltungen. Wir gratulieren dieser wunderbaren Ausnahme- und Überlebenskünstlerin zum 100. Geburtstag.


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

„In memoriam Hans Falb“ Ein Leben für den Jazz
„Europe begins in Nickelsdorf“, soll Marshall Allen gesagt haben. Der Saxofonist des Sun Ra Arkestra meinte damit das Festival Konfrontationen, das Hans Falb nach der Übernahme des elterlichen Gasthauses im burgenländischen Nickelsdorf ins Leben gerufen hat. Seit damals ist es auch Jazzgalerie. Heuer fand dort die bereits 45. Festivalausgabe statt. Am vergangenen Freitag ist Hans Falb im Alter von 71 Jahren verstorben. In memoriam ändern wir heute unser Programm und beginnen erst morgen mit unserem traditionellen Jahresrückblick.
Hans Falb war ein Freigeist. Als Besessener bezeichnete er sich selbst und diese Intensität, mit der er seine Liebe für den Jazz und für die freie und improvisierte Musik auslebte, übertrug sich unmittelbar auf seine Jazzgalerie und das Festival.


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