Radiotipps

Radiotipps für den 31.5.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht

Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Mit Ssirus W. Pakzad


01:03 Ö1 Jazznacht-Stunden aus dem Archiv

Criss Cross im RadioCafé Wien 2015
Am 10. September 2015 gastierte die österreichische Pianistin und Komponistin Adriane Muttenthaler mit ihrem 1983 gegründeten Sextett Criss Cross im RadioCafé in der Wiener Argentinierstraße und präsentierte die jüngste CD „OASEN“.
Criss Cross sind neben Adriane Muttenthaler (Klavier), Chris Kronreif (Sopransaxofon), Viola Falb (Altsaxofon), Michael Erian (Tenorsaxofon), Heinrich Werkl (Bass) und Patrice Héral (Schlagzeug).


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die Journalistin Gilda Sahebi im Gespräch mit Julius Stucke
Sie ist Iran-Expertin, Ärztin und Demokratiediagnostikerin: Gilda Sahebi bezieht öffentlich Position, vor allem dann, wenn Menschenrechte missachtet werden. Sie sucht nach dem, was uns verbindet.


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel

„Wer schwitzt, stirbt“ von Tom Heithoff
Regie: Tom Heithoff hr 2026

Flachlandtiroler und Hörspielautor Tom Heithoff hat einen kühnen Plan: Mit Rucksack und Zelt solo über die Alpen. Ganz schwindelfrei ist er nicht. Mit Bergen kennt er sich nicht besonders gut aus. Erfahrung mit Wildcamping hat er auch nicht. Aber das macht nichts. Erstmal losgehen. Irgendwann ist immer das erste Mal.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

100 und Mama – Die Reise von drei Schwestern zu ihrer toten Mutter
Von Miriam Arndts (Produktion: NDR/RBB 2019)

Miriam Arndts verlor am 3. Juni 1998 beim Zugunglück von Eschede, bei dem 101 Menschen starben, ihre Mutter. Erst zwanzig Jahre danach beginnt sie mit ihren beiden Schwestern, die jüngste selbst Überlebende des Unfalls, über die familiären Auswirkungen der Katastrophe zu sprechen …
Dieses Feature lebt von seiner zärtlichen emotionalen Intelligenz. Die Durchdringungstiefe des Traumas durch die drei Schwestern ist bemerkenswert und frei von jedem Jargon. Das Schlimmste, was einem passieren kann, wird hier besprochen. Eine radikale Verweigerung des Schweigens. Eine Sendung wie ein großer Trost.


15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie

Robert Schumann – Die Innere Stimme (5/10) Wieck gegen Wieck
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Jōhatsu in Japan – Wenn Menschen verdunsten. Von Andreas Hartmann
Jedes Jahr verschwinden in Japan Tausende Menschen spurlos. Bekannt als Jōhatsu, oder „die Verdunsteten“, geben sie ihr altes Leben auf. Um ihr Untertauchen perfekt zu organisieren, lassen sich einige von professionellen Dienstleistern unterstützen.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

Eklektizistischer Funkenflug seit sechs Jahrzehnten“ Das US-amerikanische Brüderduo Sparks
Von Fabian Elsäßer (Wdh. v. 25.5.2025)

Die Karriere von Sparks ist ein ziemliches Auf und Ab. Und wenn dem Brüderduo Ron und Russell Mael aus Pacific Palisades im US-Bundesstaat Kalifornien mal wieder ein Hit gelang, war nie klar, in welcher Gegend der Welt das diesmal sein würde: Mal erwischten sie den Geschmack des deutschen Publikums, mal den des britischen, dann wieder in Frankreich. In ihrer Heimat USA hingegen blieben sie stets ein Fall für ein Nischenpublikum, das das Skurrile schätzt. Das Sparks-Debüt erschien 1971, der Durchbruch gelang kurze Zeit später mit einer überdrehten, durchaus vertrackten Mischung aus Glam- und Artrock. In den 80er-Jahren wandten sich die Brüder dem Disco- und Electropop zu, später sogar Eurodance, bis um die Jahrtausendwende die Gitarren wieder hörbarer wurden. Sparks ist eines der wandlungsfähigsten Duos der Popgeschichte, bis heute.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Schwarze Spiegel“ von Arno Schmidt
Komposition: Klaus Buhlert Regie: Klaus Buhlert BR 1997

Der utopische Prosatext „Schwarze Spiegel“ wurde erstmals 1951 publiziert. Arno Schmidt legte den als Niederschrift eines namenlosen Ich-Erzählers konzipierten Text in die nahe Zukunft, genau in den Zeitraum von 1. Mai 1960 bis Ende August 1961. Schauplatz sind provinzielle Randbezirke in der Lüneburger Heide. „Atombomben und Bakterien hatten ganze Arbeit geleistet.“ Der Erzähler hält sich für den einzigen Überlebenden, ist „der letzte Mensch“ und bewegt sich fünf Jahre nach einem atomaren Krieg mit dem Fahrrad über zerbröckelte Straßen.


16:00 Uhr radio 3 Hörspiel

Illusionen – Die Grosse Liebe Ein Irrtum
Übersetzung: Stefan Schmidtke Regie: Oliver Sturm rbb 2012

Das falsche Leben gelebt? Zwei befreundete Paare – alle weit über Achtzig – machen sich Geständnisse. Was, wenn das ganze Leben lang ein anderer Mensch begehrt wurde? Hörspiel über Liebe, Leidenschaft und falsche Fürsorge.


17:00 Uhr radio 3 Das Gespräch

„Ich hatte zwei Mütter in einer“ Die Journalistin und Schriftstellerin Pascale Hugues im Gespräch
Am Mikrofon: Frank Meyer

Pascale Hugues ist eine französische Berlinerin. Seit 1989 berichtet sie für französische Zeitungen aus der deutschen Hauptstadt. Sie schreibt auch für den „Tagesspiegel“: Über die Macken und Schönheiten Berlins, zum Beispiel über die Ähnlichkeiten der Stadt mit Straßburg, ihrer Heimat im Elsass. In ihrem neuen Buch „So voller Leben“ erzählt Pascale Hugues von ihrer Mutter, die an einer bipolaren Störung litt und sich das Leben nahm. Doch außerhalb der depressiven Phasen hat Pascale Hugues ihre Mutter auch als mutige und freie Frau erlebt, sie hatte „zwei Mütter in einer“, wie sie schreibt. Frank Meyer hat mit Pascale Hugues gesprochen.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

„Wir haben jeden Tag auf der Straße gespielt, bis wir unsere Studiengebühren abbezahlt hatten.“ – Die Geigerin Lea Hausmann
Lea Hausmann ist eine echte Weltenbummlerin. Mit gerade einmal 15 Jahren ist die Violinistin auf eigene Faust von Langenselbold in die USA gezogen, um sich voll und ganz ihrer Leidenschaft zu widmen: der Musik. Es folgten prägende Stationen am Mozarteum Salzburg bei Lukas Hagen und am Konservatorium in Amsterdam.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

Zum 80. Todestag von Gerhart Hauptmann am 6. Juni 2026 „Der Biberpelz“
Eine Diebeskomödie von Gerhart Hauptmann
Hörspielbearbeitung und Regie: Cläre Schimmel (Produktion: SDR 1956)


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Der Kontrolleur“ Von Werner Wilk
Regie: Heinz von Cramer. Ton und Technik: Klaus Kiehn, Gisela Hegner RIAS 1959

Ein Zirkus, schwankend zwischen Artistik und Sensationsgier. Da macht ein Gerücht die Runde: Ein staatlicher Kontrolleur sitzt im Publikum. Plötzlich wachsen die Artisten über sich hinaus, bis die Angst vor dem Blick der Autorität eine Tragödie auslöst. Ein Hörspiel über Integrität, Druck und die Macht des Glaubens.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Der amerikanische Jazzmusiker Michael Mayo (1)
hr-Bigband feat. Michael Mayo, cond. by Magnus Lindgren, Hessischer Rundfunk, hr-Sendesaal, Frankfurt, März 2026, Teil 1


19:04 Uhr WDR 3 Jazz

The Jazz Messenger – Art Blakey. Mit Karsten Mützelfeldt
Er war einer der Väter des modernen Schlagzeugspiels und Leiter der legendären „Jazz Messengers“. als Förderer präsentierte er immer wieder junge Talente, aus denen später Größen des Jazz wurden.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Dresdner Musikfestspiele“ Martin-Luther-Kirche Dresden
John Tavener: „Svyati“ für Chor und Violoncello
Wolfram Buchenberg: „Splendor paterne glorie“ für Chor und Violine
Knut Nystedt: „Stabat Mater“ für Chor und Violoncello
Pēteris Vasks: „Plainscapes“ für Chor, Violine und Violoncello
Alexandra Soumm, Violine; Isang Enders, Violoncello
Sächsisches Vocalensemble
Leitung: Matthias Jung
Aufzeichnung vom 22.05.2026


20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Liz Remter

Oh, Sweet Nostalgia
Heute mit Neuveröffentlichungen von u. a. Kurt Vile, Paul McCartney, Ear und Boards Of Canada.


20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton

aushalten und standhalten. Liquid Loft und Radian.
Die Uraufführung von „HOLD&RESIST_ a springrite“ von Liquid Loft und Radian beim Donaufestival 2026.

Seit einiger Zeit hat die Band Radian mit Manu Mayr einen neuen Bassisten. Nun hat das Trio beim Kremser Donaufestival das erste in dieser Besetzung neu komponierte Projekt präsentiert, das in Zusammenarbeit mit der Tanz- und Performancecompany Liquid Loft entstanden ist. In „HOLD&RESIST_ a springrite“ loteten die Künstler:innen gemeinsam „das Potenzial des Körpers im Konflikt mit dem Diktat der Schwerkraft“ aus. „Eine Pose überdehnen, die Erschöpfung ausreizen, eine Spannung aushalten, die den Naturgesetzen widerspricht“, – für Radian und Liquid Loft ist das auch Ausdruck einer widerständigen Haltung, die den „erdrückenden Umständen und autoritären Tendenzen trotzt“. Es gelte die Hoffnung „auf das Unwahrscheinliche, aber eben doch Mögliche“ zu bewahren. Damit ist das gemeinsame Werk auch eine Antwort auf die Leitfrage des diesjährigen Donaufestival, das unter dem Motto „Mad Hope“ dazu einlädt darüber nachzudenken, ob im „Zeitalter der multiplen Krisen“ dem Prinzip Hoffnung eine transformative Kraft innewohnen kann.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Live in Europe: Seltene Rundfunkaufnahmen von Miles Davis
Zum 100. Geburtstag von Miles Davis am 26. Mai: Mehrere internationale Radiostationen haben in den Archiven bislang unveröffentlichte Konzertmitschnitte entdeckt. Sie stammen aus den 1960er, 70er und 80er Jahren. Darunter eine Aufnahme aus dem Jahr 1967 mit dem legendären zweiten Miles Davis Quintett in Helsinki. Aber auch Mitschnitte aus Brüssel, Belgrad oder Melbourne.


20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert

Schwetzinger SWR Festspiele 2026
SWR Vokalensemble: Ritual & Ekstase
Leitung: Yuval Weinberg

Joby Talbot: „Roncesvalles“ aus „Path of Miracles“ für gemischten Chor
Georgy Sviridov: Nr. 7 „Having witnessed a wondrous birth“ aus dem Zyklus „A wondrous birth“
György Kurtág: „Omaggio à Luigi Nono“ für gemischten Chor a cappella op. 16
Eran Dinur: „Ne‘ ila“ für gemischten Chor
Samuel Barber: „Agnus Dei“ op. 11, Fassung für gemischten Chor
Jay Schwartz: „Arbor vitae“ für 32-stimmigen Chor a cappella
Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR
(Konzert vom 15. Mai 2026 im Speyerer Dom)


20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature

„Der Krieg von morgen“ Wie Drohnen den Kampf um die Ukraine verändern
Von Fritz Espenlaub und Christian Schiffer BR 2025

Krieg klingt heute anders als früher. „Shellshocked“ nannte man im Ersten Weltkrieg die zitternden Soldaten, die Granatenbeschuss traumatisiert hatte. Heute kreisen surrende Drohnen am Himmel und suchen nach Zielen. Das Geräusch quält die, die überleben noch lange nach ihrem Einsatz.
Krieg funktioniert heute anders als früher. Der Angriff Russlands auf die Ukraine begann „klassisch“ mit Panzern und Artilleriefeuer. Heute zerstören kleine billige Drohnen schwer gepanzerte Fahrzeuge und töten tausende Soldaten. Laut ukrainischem Militär gehen 70 bis 80 Prozent der Verluste auf sie zurück.
Im „Radiofeature“ erzählt ein Drohnen-Pilot, der in der Ukraine gekämpft hat, von seinem spannendsten Einsatz. Ein niederbayerischer Drohnenproduzent hat bei einer Halben Bier eine entscheidende Idee und Experten mahnen, dass die Bundeswehr umdenken muss.
Die Autoren Fritz Espenlaub und Christian Schiffer erzählen Geschichten vom Krieg von morgen; was ihn ausmacht und wie er klingt.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Angst haben fast alle“ Gewalt im Leben von Obdachlosen
Von Johanna Tirnthal und Timo Stukenberg
Regie: Johanna Tirnthal
Technische Realisation: Eric Michels
Redaktion: Thomas Nachtigall, Wolfgang Schiller WDR/Deutschlandfunk 2023
Brandattacken, Streit im Milieu, Angriffe durch Rechtsextreme – das Leben wohnungsloser Menschen ist von Gewalt geprägt. Sie werden von Securities vertrieben und von Unbekannten beleidigt. Warum werden sie zur Zielscheibe?


20:58 Uhr Ö1 Zeit-Ton

Cantando Admont singt Krenek und Ockeghem
Ein musikalischer Dialog über Jahrhunderte beim Osterfestival Tirol

Wie sehr das Osterfestival Tirol bemüht ist, über Zeit und Raum hinauszugreifen und das Verbindende ins Zentrum zu stellen, zeigt das Konzert von Cantando Admont, aufgenommen am 3. April 2026 im Salzlager Hall. Das Vokalensemble unter der Leitung von Cordula Bürgi verknüpft Johannes Ockeghems um 1460 entstandenes Requiem, das als die erste vollständige Totenmesse der Musikgeschichte gilt, mit Ernst Kreneks „Lamentatio Jeremiae Prophetae“. Krenek, der sein Werk 1941/42 im Exil in den USA geschrieben hat, spürte eine besondere Nähe zu Johannes Ockeghem, der Meisterwerke polyphoner Satzkunst geschaffen hat. Krenek war mit einer Biographie über den flämischen Komponisten, die er in den 1950er Jahren veröffentlicht hat, einer der ersten, die sich mit Ockeghems komplexer Musik beschäftigt haben. Seine eigenen Lamentationen – auch sie sind ein kunstvolles Gewebe aus Stimmen – begann er in einer schwierigen Zeit, kurz vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Cantando Admont singen aus dem einstündigen Chorwerk die beiden ersten Lamentationen.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

zamus:early music festival 2026
Werke von Giovanni Legrenzi, Johann Rosenmüller und Philipp Friedrich Buchner
Ensemble Primary Colours
Benedetto Marcello
„Cassandra“-Kantate für Alt und Basso continuo
Sonate B-Dur für 2 Violoncelli und Basso continuo
Sonate c-Moll für 2 Violoncelli und Basso continuo
Ciaconna
Ensemble tiefsaits
Yongbeom Kwon, Alt
Daniel Trumbull, Cembalo, Orgel
Aufnahme vom 27.5.2026 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln
Am Mikrofon: Thilo Braun
Ein Konzert, das warnende Rufe der Klimabewegung mit denen der trojanischen Seherin Kassandra verbindet.
Kassandras Rufe sind drastisch: Sie warnt vor blutigen Körpern, zertrümmerten Mauern und weinenden Frauen – und kann den Untergang Trojas doch nicht abwenden. Barockkomponist Benedetto Marcello hat ihre Visionen in seiner Kantate „Cassandra“ effektvoll vertont. Sein Werk bildet das Zentrum eines von zwei Konzerten, die beim zamus:early music festival im Deutschlandfunk Kamermusiksaal gespielt werden. Das ensemble tiefsaits verknüpft darin die Kassandrarufe mit Zitaten aus Reden in den vergangenen 50 Jahren Klimabewegung: Droht auch uns der Untergang? Das andere Konzert kreist um die Sonatensammlung „Plectrum Musicum“ von Philipp Friedrich Buchner. Als er sie 1662 komponierte, war der größte Terror seiner Zeit schon Geschichte: Bis 1648 tobte der Dreißigjährige Krieg in Europa und verwüstete mehrfach auch Buchners Geburtsstadt Wertheim. Seine Sonaten mischen italienische Dramatik mit deutscher Satzkunst – und bilden somit ein Paradebeispiel friedlicher Symbiose in der Kunst.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

Das Landei und der große Apfel – Die Pianistin Yvonne Rogers. Von Konrad Bott
Aus dem hintersten ländlichen Winkel des US-Bundesstaats Maine ist Yvonne Rogers ausgezogen, um das Improvisieren zu lernen. Mittlerweile ist die Pianistin in New York zu Hause und bei dem Who is Who der aufstrebenden Jazzmusikerinnen und -musiker sehr gefragt als Mitspielerin. Weil sie gefühlvoll begleiten und anderen Mut zum Strahlen machen kann, auch wenn sie den selbst oft suchen muss. Im Mai hat Yvonne jetzt ihr erstes Solo-Album herausgebracht. Ein mutiger Schritt und nicht die einzige Überraschung die ihre voneinander beeindruckend unabhängigen Finger in die Tasten zaubern.


23:00 Uhr radio 3 The Voice

LHASA DE SELA
Mit Susanne Papawassiliu

Die Singer-Songwriterin mit mexikanischen und US-amerikanischen Wurzeln wurde nur 37 Jahre alt. Sie hat der Welt aber drei beeindruckende Alben hinterlassen, als sie 2010 ihrer Krebserkrankung erlegen ist. Lhasa de Selas Musik begegnet man heute oft in Filmen und Serien. Berühmtheit erlangte sie vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Denn wer ihrer Musik begegnet, ist schnell verzaubert von ihrer natürlichen authentischen Art, ihre Geschichten zu erzählen.


23:03 Uhr BR Klassik – Musik Der Welt

Jewish Music Today 2026
Aufnahmen vom Internationalen Festival für jüdische Musik in Fürth


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

Bellavista 3 – Vom zweifelhaften Glück, im Sommer ein Zuhause zu haben. Von Rafael Jové
Alle Sommer der Kindheit hat Rafael Jové in der katalanischen Heimat seines Vaters verbracht, hat Pinien gerochen, Salzwasser geschluckt, stundenlang an Tischen gesessen, kein Wort verstanden. Bis heute zieht es ihn jedes Jahr dorthin zurück, weil sich dort – anders als in Deutschland – alles nach Zuhause anfühlt. Aber wie kann da Heimat sein, wo immer Urlaub ist und man nie Post vom Finanzamt bekommt? Jové beobachtet sich dabei, wie er die Sehnsuchtsorte mit immer mehr Erwartungen zumüllt und neue Wege sucht, endlich in einem Katalonien anzukommen, das jenseits seiner Projektionen existiert.


23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik

Im Herzen des Klangs
Scelsi (1905–1988), der auf der Ondioline improvisierte, stellte den Kompositionsprozess radikal in Frage. Seine Besinnung auf die Kraft von Klang und Ritual löste Anfang der 1970er Jahre eine Art Kulturrevolution aus. Komponisten wie Gérard Grisey und Tristan Murail, später auch James Tenney und Mike Svoboda haben sich von Scelsi zu faszinierenden Werken inspirieren lassen.
Aitsi für verstärktes Klavier – Giacinto Scelsi
L’esprit des dunes – Tristan Murail
Le son du Coeur – Mike Svoboda
Scend for Scelsi – James Tenney
Okanagon – Giacinto Scelsi


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