Radiotipps

Radiotipps für den 5.4.2026 Ostersonntag

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:03 – 06:00 Uhr ARD Jazz. Die Nacht

Kammerjazz und Powersounds von Bayerischen Festivals
Highlights vom Festival „Sparks & Visions“ aufgezeichnet im Theater Regensburg mit kammermusikalischem Jazz von Makiko Hirabayashi, Nitai Hershkovits, Marius Neset und anderen
Highlights von der 55. Internationalen Jazzwoche Burghausen mit Powersounds von Mike Stern, Cory Henry, Theo Croker und anderen
Next Level in Burghausen
Junger Jazz von herausragenden Musiker*innen aufgezeichnet bei der Jazzwoche Burghausen mit Shuteen Erdenebaatar, Amy Gadiaga, Jakob Bänsch und anderen.


00:05 Uhr Ö1 Jazznacht

Scott LaFaro & Jimmy McGriff + Spirituals & Gospels
Der US-amerikanische Bassist Scott LaFaro hätte am 03. April 2026 seinen 90. Geburtstag gefeiert. Ebenso der bemerkenswerte afroamerikanische Soul-Jazz-Organist, Jimmy McGriff, bekannt für sein Spiel auf der Hammond-B3-Orgel.
01:03 bis 03:00 Uhr
Jazznachtstunden aus dem Archiv: Konzertmitschnitte vom Festival „Glatt & Verkehrt“ in Krems an der Donau

Das Quartett Klaus Paier (Akkordeon, Bandoneon), Asja Valcic (Cello), Rolf Kühn (Klarinette) und Patrice Héral (Percussion/Schlagzeug) gastierte am Sonntag, 28. Juli 2019, beim Festival „Glatt & Verkehrt“ in Krems an der Donau. Das Konzert eröffnete den dreiteiligen Finalabend unter dem Motto „Inselklang“ im ausverkauften Hof der Winzer Krems.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Mit allen Ohren, mit allen Sinnen sein“ Der polnische Komponist Wojtek Blecharz
Von Thomas Groetz (Wdh. v. 31.03.2026)

Mit seinen multimedialen Installationen möchte der Komponist die „hörenden Körper freilegen“, damit sie „ganz Ohr werden“.


03:05 Uhr Deutschlandfunk Heimwerk

„Time remembered“
Bill Evans: Time remembered
Girolamo Frescobaldi: Canzon dopo la pistola
Carl Philipp Emanuel Bach: Fantasie Es-Dur, Wq 58 Nr. 6
Tōru Takemitsu: Rain Tree Sketch II
Matthias Kirschnereit, Klavier


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Der Geigenbauer Peter Greiner im Gespräch mit Raoul Mörchen
Berühmte Solisten lassen ihre Stradivari daheim und spielen lieber auf einem Instrument von Peter Greiner. Mit modernster Physik hat er die Geheimnisse der alten Meister erforscht und sagt doch: „Ich mache keine Kopien. Ich mache Originale!


14:04 Uhr SWR Kultur Spielraum – Hörspiel

Die Chroniken von Narnia: Der letzte Kampf (1/2)
Nach dem gleichnamigen Fantasy-Roman von C. S. Lewis
Aus dem Englischen von Wolfgang Hohlbein und Christian Rendel
Teil 1: Der falsche Aslan
Musik: b. deutung
Hörspielbearbeitung und Regie: Robert Schoen
(Produktion: SWR/NDR 2026 – Premiere)


14:04 Uhr HR 2 Hörspiel

„Isabellas Welt“ von Christian Oelemann
Bearbeitung:Heidi Knetsch & Stefan Richwien
Regie: Götz Fritsch
Musiker: Uli Edelmann und Max Hossner hr/rbb 2007
Isabella hört in Noten: Wenn die Tür quietscht, jemand lacht oder niest – für sie sind das Töne in A, Dis oder Gis, mal im Fünfviertel-, mal im Dreivierteltakt. Doch keiner ahnt etwas von Isabellas Begabung.


15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie

GUSTAV MAHLER: Sommerfrische – Mahler als Urlaubskomponist
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (5/10)


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Indien und die Beatles – Auf den Spuren einer anhaltenden Faszination
Auf den Spuren einer anhaltenden Faszination. Von Sigrid Pfeffer


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Eine Jugend in Deutschland“ (2/3) von Ernst Toller
Komposition: Jakob Diehl Regie: Katja Langenbach BR 2008

Die am 7. April 1919 ausgerufene erste Münchner Räterepublik ist der Versuch, einen sozialistischen Staat in Form einer Rätedemokratie zu schaffen. Toller wird der Vorsitzende ihres Zentralrates, der aber nach nur sechs Tagen von den Kommunisten abgesetzt wird – die zweite Münchner Räterepublik wird ausgerufen. Auch daran beteiligt Toller sich aktiv. Doch auch diese Räterepublik wird durch Freikorps und Reichswehren mit viel Blutvergießen niedergeschlagen.


16:00 Uhr radio 3 Hörspiel

Schöne Neue Welt (1/2)
Das Jahr 632 nach Ford: Armut, Krankheit, Alter und Emotionen sind abgeschafft. Alphas kontrollieren die Macht, Epsilons bedienen Maschinen. Jede*r hat seinen Platz, auch Alpha-Plus Bernard, bis er die verbotene Zone besucht.
Aus dem Englischen von Uda Strätling
Komposition: Michael Rodach
Ton: Peter Avar und Benjamin Ihnow
Assistenz: Sarah Krüger
Regie: Regine Ahrem
Redaktion: Michael Becker SFB 2016


18:00 Uhr HR 2 ARD-Radiofeature

Überreichtum – Wie Vermögensungleichheit Demokratie angreift von Gilda Sahebi und Kristin Langen
Vermögen ist in Deutschland extrem ungleich verteilt – mit Folgen für Politik und Demokratie. Das ARD-Feature geht der Frage nach, wie Vermögende ganz legal politischen Einfluss ausüben können. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen im Land nicht mehr repräsentiert.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

Die Entdeckung des Himmels (1/2) – Der Plan
Nach dem gleichnamigen Roman von Harry Mulisch

Aus dem Niederländischen von Martina den Hertog-Vogt
Hörspielbearbeitung: Valerie Stiegele
Regie: Hans Gerd Krogmann (Produktion: NDR 1999)


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

Stolz und Vorurteil (2/3) Nach dem Roman von Jane Austen
Übersetzung: Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié
Bearbeitung und Regie: Kai Grehn

Komposition: Murat Parlak
Musikproduktion: Philipp Knop, Lisa Harnest und Lutz Keller
Ton: Jean Szymczak
Produktion: HR/Deutschlandfunk Kultur/Hörverlag 2022
Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets unter die Haube zu bringen. Das ist alles andere als leicht für eine Familie, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Der Klassiker der Weltliteratur als dreiteiliges Hörspiel.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Der Saxofonist Joshua Redman (2)
hr-Bigband feat. Joshua Redman cond. by Jim McNeely, Hessischer Rundfunk, hr-Sendesaal, Frankfurt, Januar 2020, Teil 2


19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk

„Wir brauchen Bass“ Peter Hook von „Joy Division“ und „New Order“ wird 70. Mit Ralf Summer
Ob „Love Will Tear Us Apart“ oder „Blue Monday“ – bei zwei prägenden Songs der 80er Jahre gab er den Ton an: Peter Hook. Er war lange Jahre der Bassist von „Joy Division“ und ihrer Nachfolgeband „New Order“. Kennengelernt haben sich Joy Division bei einem Sex-Pistols-Konzert in Manchester. Damit sind sie nicht alleine, denn irgendwie jeder, der einen frühen Auftritt der Punk-Urgesteine sah, gründete am Ende eine Band. Im Publikum 1976 standen neben den späteren Joy-Division-Mitgliedern daher auch Musiker kommender Bands wie „The Fall“, „The Smiths“, Buzzcocks, Magazine und „Simply Red“. In dieser Stunde erzählt „Hooky“ von der Geschichte und den Hits beider Bands. Dazu erklärt der Münchner Musiker Martin Peter, was den ungemein druckvollen Bass-Sound so charakteristisch macht. Nachdem sich „New Order“ und Peter Hook – nicht im Guten – trennten, gründete er die Band „Peter Hook & The Light“. Sie spielen seither die zwei Joy-Division- und acht New Order-Alben, an denen er beteiligt war. Am 13. Februar wurde der streitbare, aber freundliche Mancunian, die Bezeichnung für jemaden, der aus Manchester stammt, 70 Jahre alt.


19:05 Uhr Ö1 Zeit-Ton Magazin

Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Philharmonie Berlin
Samy Moussa: Neues Werk für Orchester (Uraufführung – Auftragswerk des DSO)
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“
Mao Fujita, Klavier; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Kent Nagano
Aufzeichnung vom 28.03.2026


20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert

Brahms und Skrijabin mit den Berliner Philharmonikern
Berliner Philharmoniker; Janine Jansen (Violine)
Leitung: Kirill Petrenko
Johannes Brahms: Violinkonzert
Alexander Skrijabin: Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Le divin poème“
(Konzert vom 30. Januar 2026 in der Berliner Philharmonie)


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

25 Jahre Trio Ivoire
Tiefe Erfahrungen im Jazz, in europäischer und afrikanischer Musik treffen im TRIO IVOIRE aufeinander. Balafon, Klavier, Schlagzeug & Elektronik kreieren einen einmaligen Sound.
Aufnahme vom 22. Februar 2026 aus dem Loft, Köln.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Iolanda“ Adaption des gleichnamigen sardischen Features „Iolanda mi nant de nòmini“
Von Giorgia Cadeddu und Vittoria Soddu

Übersetzung, Bearbeitung und Regie: Christian Lerch und Ingo Kottkamp
Mit: Imogen Kogge und Franziska Krol
Ton: Christoph Richter
Regie der Originalfassung: die Autorinnen
Deutschlandfunk/SWR Kultur 2026
Wer die Stimme von Orlanda Sassu (1924-2015) gehört hat, vergisst sie nicht. Zum Glück hat die sardische Poetin, Sängerin und Ökologin ihr Leben auf Kassetten aufgezeichnet. Wiedergehört und neu montiert entsteht eine Zeitreise durch Sardinien.


20:58 Uhr Ö1 Zeit-Ton

„Unjust Malaise“ von Julius Eastman
Afroamerikanische Minimal Music. Die schillernden Welten des Julius Eastman

„Unjust Malaise“, also in etwa: Ungerechte Not: Ein treffender Titel für ein Album, das 2005 auf drei CDs zum ersten und bisher einzigen Mal sechs Hauptwerke von Julius Eastman versammelt, bei denen er selbst beteiligt war.
Eastman (1940-1990) ist der vielleicht unbekannteste Künstler der Minimal Music, und dabei arbeitete er mit Größen wie Morton Feldman, war Teil der experimentellen Pop-Szene New Yorks und für einen Grammy nominiert.
Der afroamerikanische, offen schwule Komponist, Pianist, Dirigent, Sänger und Choreograf und seine kraftvolle, ebenso sarkastische wie minutiös durchgearbeitete Musik werden seit einigen Jahren wiederentdeckt. Eine Spurensuche.
1968 kam Julius Eastman mit einem Stipendium an die State University Of New York (SUNY) in Buffalo, wo er Mitglied einer Gruppe von Kunstschaffenden um Morton Feldman wurde: den Creative Associates. Zudem war er Mitbegründer der Improvisationsgruppe S.E.M. Ensemble, die Werke etwa von Muhal Richard Abrams aufführte. Für seinen Gesangspart in „Eight Songs For A Mad King“ des Komponisten Peter Maxwell Davies war Eastman 1974 für einen Grammy nominiert. Außerdem arbeitete er mit Pierre Boulez und sang für Meredith Monk.
Julius Eastman war einer der ersten Schwarzen überhaupt in der Minimal Music. Flamboyant und konfrontativ wollte er nicht nur seine „Unsichtbarkeit“ sichtbar zu machen, sondern auch das Selbstbewusstsein stärken und er reflektierte dies in Stücken wie „Evil Nigger“, „Crazy Nigger“ und „Gay Guerilla“.
1976 ging er nach New York, wo er sowohl mit Komponisten der Uptown-Szene, als auch den Pop- und Underground-Künstler:innen der Downton-Szene wie Arthur Russell spielte.
Doch ab den mittleren 1980er Jahren wurde sein Leben unstetig und geriet zum freien Fall: Alkohol, Drogen, psychische Probleme.
Bei seiner Delogierung gingen Teile seines Notenarchivs verloren, es folgten Jahre der Obdachlosigkeit und er starb so unbemerkt, dass der erste Nachruf erst acht Monate später erschien, verfasst von dem Komponisten und Autor für „The Village Voice“ Kyle Gann.
Seit einigen Jahren findet eine Wiederentdeckung von Julius Eastman statt, etwa wenn es um die Diskussion um afroamerikanische Kreative in der klassischen und zeitgenössischen Musik geht.
In den USA wird er besonders mit der Black Lives Matter-Bewegung in Verbindung gebracht. In Österreich haben v.a. Interpretationen des Ensembles Studio Dan stattgefunden, etwa 2022 im Rahmen des ImpulsTanz Festivals.
Grenzgänge in Kunst und Leben
In diesem Zeit-Ton hören wir in das Album „Unjust Malaise“ mit bisher kaum gespielten Stücken wie das repetitive „Stay On It“, einem frühen Hauptwerk Eastmans von 1973, das Improvisation und Pop-Ästhetiken verbindet. Dann zwei Stücke, die er auch dirigierte: ein Bläser-Orchester in „If You’re So Smart, Why Aren’t You Rich?“ (1979) und eine quasi Vorwegnahme von Techno mit „The Holy Presence of Joan d’Arc“ (1981) für ein zehnköpfiges Cello-Ensemble.
Zusammen mit den ausführlichen Linernotes von Kyle Gann ist „Unjust Malaise“ eine der wesentlichen Veröffentlichungen zu Julius Eastman.
Ermöglicht wurde „Unjust Malaise“ durch die akribische Archiv-Arbeit der Komponisten Mary Jane Leach, die diese Konzertaufnahmen zusammenstellte. Zu Eastmans Lebenszeit war keines seiner Stücke auf Tonträger erschienen.
2015 brachte Leach zusammen mit Renée Levine Packer, einer Kollegin Eastmans bei den Creative Associates, den Sammelband „Gay Guerrilla: Julius Eastman and His Music“ heraus.


21:03 Uhr Bayern 2 Radiomitschnitt

Salvador Sobral auf Schloss Ehrenburg in Coburg
Aufnahme des Konzerts vom 18. Mai 2025 auf Schloss Ehrenburg in Coburg


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

British Festival 2025
James MacMillan: Sinfonie Nr. 4
Gustav Holst: „Die Planeten“. Suite für großes Orchester
Philharmonischer Chor Dresden; Dresdner Philharmonie
Leitung: Sir Donald Runnicles
Aufnahme vom 22.11.2025 aus dem Kulturpalast Dresden
Zwei Schotten in Dresden: James MacMillan und Donald Runnicles kennen und schätzen sich seit Jahren. Beim British Festival in der sächsischen Landeshauptstadt präsentieren sie klangvolle Musik.


22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in Concert

Janis Ian zum 75. Geburtstag
Mitschnitt vom 11. Oktober 2004, Sendesaal, Bremen

Janis Ian gehört zu den großen Songschreiberinnen des 20. Jahrhunderts. Am 7. April 2026 wird die Musikerin aus New York 75 Jahre alt. Anlässlich ihres Geburtstags können sie unseren Konzertmitschnitt aus dem Sendesaal, Bremen mit 26 Songs der Künstlerin noch einmal in Gänze hören.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

Kluge Weisung und Betörende Klänge – Die Pianistin Kirke Karja. Von Ssirus Pakzad
Ihr ursprünglicher Plan: Dirigentin werden oder Konzertpianistin. Letztendlich sind die Möglichkeiten und Verlockungen des Jazz schuld, dass Kirke Karja einen anderen Weg eingeschlagen hat. Heute gilt die aus Estland stammende Klavierspielerin als eine der größten Jazz-Begabungen des Kontinents. Mit ihrem eigenen Trio wahrt sie die Balance aus kompositorischer Strenge und improvisatorischer Freiheit. Wenn Kirke Karja nicht unter eigenem Namen musiziert, dann im Duo mit dem Pianisten Felix Hauptmann oder in Formationen der Saxofonisten Phillip Dornbusch und Leonhard Skorupa.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

„Oobliadooh!“ Die deutsche Literatur und der Jazz. Von Helmut Böttiger
Zu Synkopen lässt sich schlecht marschieren – die deutschen Schriftsteller setzen nach 1945 auf den Jazz.
Auf den Jazz reagierte man im Deutschland der Nachkriegszeit genauso aggressiv wie im Nationalsozialismus: Da war rassistisch von „Urwald“ und von „Dschungel“ die Rede. Die auflagenstarke Zeitschrift „Hörzu“ startete eine massive Kampagne gegen „antideutsche Rhythmen“, nachdem der NWDR „Ein Abend mit dem Radiotanzorchester“ und mildem Bigband-Swing ausgestrahlt hatte. Der ungeheure Wirbel, den der Roman „Die Blechtrommel“ von Günter Grass im Jahr 1959 entfachte, ist nur vor diesem Hintergrund zu erklären. Der kleine Oskar Matzerath versteckt sich mit seiner Trommel unter der Tribüne einer Nazikundgebung und bringt die Marschmusik mit gegenläufigen Jazzrhythmen durcheinander: Jazz war Ausdruck des Widerstands gegen Kleinbürgertum und NS-Ideologie. „Denn unser Herz und unser Hirn haben denselben heißkalten Rhythmus: den erregten, verrückten und hektischen, den hemmungslosen“, heißt es in Wolfgang Borcherts aufrüttelndem „Das ist unser Manifest“ vom Frühjahr 1947. Es ist ein aufregendes Kapitel der deutschen Literatur nach 1945 bis heute, wie sie den Jazz einsetzt.


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

Popcast – Neue Musik aus Deutschland. Mit Angie Portmann
Am ersten Sonntag im Monat um diese Zeit auf dieser Welle: der „Popcast“ – die Kooperation vom Goethe Institut und dem „Zündfunk“ von Bayern 2. Monat für Monat stellen wir fünf Alben vor – mit Stimmen der Bands und Acts zu ihren neuen Werken. In der „Popcast“ April-Ausgabe können wir empfehlen: Modeselektor (Berlin), Frau Lehmann (Leipzig), Lucy Kruger & The Lost Boys (Berlin), KMRU (Berlin/Nairobi) und Kabeaushé (Berlin/Nairobi).


23:03 Uhr SWR Kultur ars acustica

„Immer jetzt“ Hörstück von Johannes S. Sistermanns
Komposition, Interpret und Regie: der Autor (Produktion: SWR 2024)


23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik

Gottes hörbare Gegenwart. Mit Karl Ludwig
Mit Musik von Isabel Mundry, Steve Reich und Samir Odeh-Tamimi geht Karl Ludwig musikalischen Resonanzen von Ostern, Pessach und Eid al-Fitr nach.


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