Radiotipps

Radiotipps für den 6.3.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

ZEROTH LAW – das nullte Gesetz. Von gamut inc
Libretto: Frank Witzel
Stimme: Ursina Lardi
Chor: RIAS Kammerchor
Dirigent: Olaf Katzer
Roboter Orchester: Logos Foundation, gebaut von Godfried-Willem Raes
Robotertechnik: Kristof Lauwers
Realisation: gamut inc Autorenproduktion 2025 (Ursendung)
RIAS Kammerchor trifft Roboterorchester: Aber in diesem Hörspiel stehen Mensch und Maschine einander nicht als Antipoden gegenüber, sondern sie gehen komplexe Verbindungen ein. Das Libretto stammt von Frank Witzel, die Musik von gamut inc.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

Manu Delago und Douglas Dare im April 2025 in Prag
Der Tiroler Manu Delago ist ein höchst vielseitiger Musiker; er hat Akkordeon und Klavier gelernt und klassisches Schlagwerk und Jazzschlagzeug studiert. Sein großer internationaler Erfolg aber ist eng mit jenem jungen, aus der Schweiz stammenden Instrument namens Hang verknüpft, dessen betörende Klänge ganz besonders in Bann ziehen, wenn sie von seinen Händen aus dem Stahlblech dieser „Klangskulptur“ gezaubert werden.
Neben Größen wie Anoushka Shankar, Bugge Wesseltoft oder Björk, die ihn an ihre Seite geholt haben, ist auch der englische Pianist und Singer-Songwriter Douglas Dare ein deklarierter Fan von Manu Delago. Und umgekehrt! Immer wieder haben die beiden in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet und waren auf Alben des jeweils anderen zu hören – kongeniales Zusammentreffen zweier Klangkünstler, die beim gemeinsamen Musizieren nicht nur das Beste aus sich herausholen, sondern vor allem auch aus ihrem Gegenüber.


19:00 Uhr NDRKultur Musica

JazzBaltica 2025: Les Égarés
Heute präsentieren wir das Highlight der JazzBaltica 2025: „Les Égarés“ („diejenigen, die sich verirrt haben“) mit Ballaké Sissko (Kora), Vincent Segal (Cello), Èmile Parisien (Sporansaxofon) und Vincent Peirani (Akkordeon) – eine ungewöhnliche Besetzung voller Experimente und Überraschungen!


19:00 Uhr ByteFM Tiefenschärfe mit Dirk Domin

Viele Baustellen
Viele verschiedene Baustellen werden diesmal in der Sendung bearbeitet und viele Fässer aufgemacht. Unter anderem pure Hypnose von Soundtrek, von DJ Koze, von Move D und Malakoff Kowalski.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Aly Keïtas „Balafon Evolution“ & mehr Musik grenzenlos
Geboren in Abidjan, aufgewachsen in Mali, jetzt in Berlin, ist Aly Keïta eine feste Größe in der deutschen Jazzszene. Einer, der die Möglichkeiten improvisierter Musik auslotet, tief in afrikanische Rhythmen eintaucht und sie mit Jazzelementen verbindet.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Der Rest ist Geschichte

Der Geschichtspodcast: „Nepal“ Kleine Eliten mit großer Macht. Von Jörg Biesler
Seit mehreren Jahrhunderten teilen wenige Familien die Macht in Nepal fast ununterbrochen unter sich auf. Im Herbst 2025 gab es dagegen Massenproteste, Anfang März 2026 folgen Wahlen. Doch ob sich dadurch wirklich etwas ändert, ist offen.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

„Poetischer Störfaktor“ Die Zukunft der Lyrikkritik. Von Nadja Küchenmeister
Gedichte gelten oft als „schwierig“. Darum ist es umso wichtiger, dass das Gespräch über Lyrik nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet. Die Plätze für Besprechungen im Feuilleton sind allerdings rar und werden immer knapper. Davon weiß auch Lyrikerin und diesjährige Peter-Huchel-Preisträgerin Nadja Küchenmeister zu berichten. Sie fürchtet, dass Lyrikkritik sich zunehmend unter Lyrikerinnen und Lyrikern und fern der literarischen Öffentlichkeit abspielen könnte. Weil die Frage nach der Krise der Lyrikkritik in der Zwischenzeit eher noch drängender geworden ist, wiederholen wir ein Feature von 2023. Damals war einer der wichtigsten Lyrik-Kritiker der vergangenen Jahrzehnte, Michael Braun, wenige Monate zuvor verstorben.


20:00 Uhr radio3 Konzert

Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2026. Teil 1. Mit Andreas Göbel
Ultraschall Berlin präsentierte auch in diesem Jahr vom 14. bis zum 18. Januar Uraufführungen, Deutsche Erstaufführungen und Werke der jüngsten Vergangenheit ebenso wie Klassiker der Avantgarde – das Heterogene, das irisierend Vielfarbige der Neuen Musik. Frei von Aktualitäts- und Uraufführungszwängen ließ das Festival wesentliche Entwicklungen, die die Musik der Gegenwart prägen, aufscheinen und warf einen Blick auf die jüngere Vergangenheit, um ausgewählte Werke in einem veränderten Kontext neu zu beleuchten. An vier Abenden präsentieren wir auf radio3 die Konzerte von Ultraschall Berlin.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Schumann-Tschaikowsky-Festival“ Großer Sendesaal des NDR, Hannover
Robert Schumann: Konzert-Allegro mit Introduktion für Klavier und Orchester d-Moll op. 134
Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr.1 g-Moll op. 13 „Winterträume“
Pierre-Laurent Aimard, Klavier; NDR Radiophilharmonie
Leitung: Stanislav Kochanovsky
Aufzeichnung vom 27.02.2026


20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal

LIVE – Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt
Nikolaj Szeps-Znaider, Violine und Leitung
Chin: subito con forza
Bruch: 1. Violinkonzert g-Moll op. 26
Dvořák: 7. Sinfonie d-Moll op. 70
(Übertragung aus dem Großen Saal)
Als Dirigent habe er die Chance, mit einem „riesengroßen Pinsel zu malen“, sagt Nikolaj Szeps-Znaider. Als Geiger sei der Pinsel eben deutlich kleiner. Szeps-Znaider kennt und kann beides: Er ist einer der wenigen, die als Violinsolist wie als Dirigent gleich erfolgreich sind, gerne auch beides an einem Abend – so wie in diesem Konzert des hr-Sinfonieorchesters.


20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert – LIVE

SWR Symphonieorchester – Preisträgerkonzert
Leitung: Gemma New

Samuel Barber: Adagio für Streichorchester op. 11
Astor Piazzolla: „Aconcagua“, Konzert für Akkordeon und Kammerorchester
Radu Ratoi (Akkordeon)
Sergej Prokofjew: Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
Hana Chang (Violine)
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie classique“
(zeitversetzte Übertragung aus der Liederhalle Stuttgart)


20:03 Uhr Bayern 2 Hörspiel & Podcast

Telephobia – Tereza und der Typ mit dem Fisch (3/6)
Mit ihren türkischen Wurzeln wollte Tereza lange nichts zu tun haben. Jetzt, als Erwachsene, macht sie sich auf die Suche: nach ihrer türkischen Familie – und nach sich selbst.
Von Lea Utz und Amelie Hörger BR 2025

Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Ein Fall für die erste autonom handelnde KI-Kommissarin. Berlin, in einer nahen Zukunft. Dank boomender Robotik können sich Menschen künstliche Partner:innen bestellen. Doch statt dem Glücksfaktor steigen die Selbstmordraten. Die Roboter-Kommissarin Roberta soll Angehörige von Suizidopfern ermitteln, um der Stadt Bestattungskosten zu sparen.
Von Emma Braslavsky
Komposition und Regie: Lorenz Schuster BR 2022


20:03 Uhr BR Klassik Konzert Live aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz

Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Alain Altinoglu

Solist: Frank Peter Zimmermann, Violine
Arthur Honegger: „Pacific 231“; Frank Martin: Violinkonzert; Nikolaj Rimskij-Korsakow: „Scheherazade“


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Zwiespalt und Zwiesprache“ Die komplizierte Freundschaft zwischen einer Linksdenkenden und einer Querdenkerin. Von Manuel Gogos Regie: Giuseppe Maio
Produktion: Deutschlandfunk 2022
Dies ist die Geschichte von zwei besten Freundinnen, die sich in Zeiten von Corona und Ukrainekrieg von einander entfremdet haben, die aber um ihre Freundschaft kämpfen.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

Warren Haynes Band (USA) (1/2) Aufnahme vom 3.7.2025 beim „Kunst!Rasen“-Festival Bonn
Am Mikrofon: Tim Schauen

Haynes zählt zur Weltspitze, egal ob er Blues, Rock oder Americana spielt: wiedererkennbar, entspannt, großartig!
Erfahren. Gelassen. Weltklasse. Mehr müsste man nicht über den Auftritt des US-amerikanischen Sängers und Gitarristen Warren Haynes und seiner Band sagen. Der 65-Jährige aus North Carolina ist eine Ausnahme im Musik-Zirkus, ob (damals) als Gitarrist der Allman Brothers Band, mit seiner Stammformation Gov’t Mule oder seinem Solo-Projekt, der 2010 gegründeten Warren Haynes Band. 2024 hat Haynes das Album „Million voices whisperer“ herausgebracht, ein starkes Werk mit guten Songs und hervorragendem Gitarrenspiel zwischen Blues, Americana und Soul. Beim Auftritt in Bonn an diesem sonnigen Juli-Tag war der Amerikaner ganz entspannt, unterhielt sich hinter der Bühne mit Veranstalter Ernst-Ludwig Hartz oder Pianist Jon Cleary und der Band von Bonnie Raitt, die nach ihm auftreten sollte. Dann ging Haynes auf die Bühne, nahm seine rote Gibson Les Paul, schaute den Schlagzeuger an und los ging es: erfahren, gelassen. Weltklasse.


22:00 Uhr ByteFM The Good Nightz mit Sebastian Hampf

In The Mix (Always Something)
Die Tage werden wieder länger und vor allem wärmer – dazu gibt es hier den passenden Mix. Soulful, jazzy HipHop Beats mit den Jazz Liberators, Janet Jackson, Seeed, Run-DMC, DJ Shadow, Main Source und vielen anderen.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

The Sorcerer – Der Gitarrist Gabor Szabo. Mit Niklas Wandt
Der Ungar Gabor Szabo war einer der wiedererkennbarsten Stilisten der Jazzgitarre im Jazz der 1960er und 1970er Jahre, in dessen Musik auch das reiche Erbe der Volksmusik seiner Heimat Anklang fand.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Lied- und Folkgeschichte(n)

„Bandolica und das Revival des Bandoneons“ Der argentinische Musiker Mariano Godoy
Am Mikrofon: Camilla Hildebrandt

Mariano Godoy hat das in Deutschland erfundene Bandoneon weiterentwickelt: die Bandolica mit Knöpfen und USB-Anschluss.
Bandoneon spielen? Zu schwierig, zu teuer, außerdem das Instrument des Tango. Stimmt, sagt der Argentinier Mariano Godoy und schmunzelt, „aber nur zum Teil.“ Das Bandoneon ist eine deutsche Erfindung und zu erlernen wie jedes andere Instrument auch. Zu teuer? Dafür hat Godoy eine Alternative erfunden: die Bandolica. Eine quadratische Platte mit Knöpfen, man benötigt nur einen Computer und USB-Anschluss, und schon kann gespielt werde. Mariano Godoy wurde 1983 in Buenos Aires geboren, er ist Komponist, Bandoneonist und gründete das erste Bandoneon-Schulorchester „OEB”. Das Revival des Bandoneons?


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Die Goldene Generation“ Rumänische Avantgarde hinter dem Eisernen Vorhang
Von Corinna Thaon

In Rumänien stand in den 1960er- bis 1980er-Jahren die Musik isoliert vom Westen, unter Aufsicht der Politik. Dennoch gelang es einem kleinen Komponistenkreis, genannt „die Goldene Generation“, eine rumänische Avantgarde zu bilden. Tiberiu Olah, Anatol Vieru, Aurel Stroe, Stefan Niculescu, Miriam Marbe und einige andere sammelten sich damals um den Professor und Komponisten Mihail Andricu, der privat und auf eigenes Risiko die neuen Strömungen der westlichen Musik lehrte. Einige der Komponisten bekamen später auch die Möglichkeit, im Ausland zu studieren. In ihren Kompositionen kombinierten sie nationales Kulturerbe mit modernen europäischen Stilmitteln. Sie prägten mit ihren Ideen spätere Generationen und trugen dazu bei, Rumänien in die internationale zeitgenössische Musik einzubinden.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

„Als Kind habe ich mich gerne im Cellokasten versteckt!“ – die Cellistin Julia Hagen
Das Cellospielen war ihr in die Wiege gelegt. Und das nicht nur, weil der Cellokasten beim Fangenspielen so ein gutes Versteck ist.


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

Lost and Found: Perlen aus der Popgeschichte. Mit Michael Bartle
In die heutigen Freitags-Ausgabe haben es unter anderem Musik-Perlen von Neil Young, The Notwist, Miles Davis, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und die Rebirth Brass Band aus New Orleans geschafft!


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Aus-gerechnet (5/5). Mit Sabine Weber


23:03 Uhr Ö1 Zeit-Ton extended

Das Black Page Orchestra bei Wien Modern 2025
Gleißende Hitze, eine schrille Pfeife und die befreiende Kraft des Schreis

Auch 2025 fand wieder eines der Konzerte, die das Black Page Orchestra im Wiener Musikverein gestaltet, im Rahmen des Wien Modern Festivals statt. Zwei Stücke – „Halucinatio (II) End of the Work Day“ von Jung an Tagen aka Stefan Juster und „For Roughness“ von Katharina Ernst feierten an diesem Abend ihre Uraufführung. Der schrille Klang einer Bootsmannspfeife lieferte die Inspiration für das Stück „Halucinatio (II) End of the Work Day“, in dem Jung an Tagen otoakustische Emissionen als kompositorisches Gestaltungselement einsetzt. „For Roughness“ ist eine musikalische Studie des Schreis, den Katharina Ernst als ein geeignetes Mittel betrachtet, „um auf die Gegenwart zu antworten“.
Auf dem Programm standen weiters eine Reihe von österreichischen Erstaufführungen: „Sidra na Nebu s Dijamantima – Rainbow Hoodie“ hat Mirela Ivicevic Sona, einem kleinen palästinensischen Mädchen gewidmet, das im Februar 2024 während eines Bombenangriffes auf die Stadt Rafah im Gazastreifen getötet worden ist. In „thermo_doxa“ untersucht Zara Ali die Beziehung zwischen heißen Klimazonen und dogmatischen Religionen. In „DW 16.4. SongBook 1.4“ zertrümmert Bernhard Lang Popsongs, zu denen er eine starke persönliche Beziehung hat, um sich in den Textsplittern schließlich selbst zu spiegeln. Und Pierre Jodlowski reflektiert in „numbers“ auf humorvolle Weise die allgegenwärtige Präsenz von Zahlen in unserer durchdigitalisierten Gesellschaft. Unter anderem.


23:03 Uhr BR Klassik Jazztime

Schroffe Klänge, zarter Kern
Live-Aufnahme des legendären Free-Jazz-Saxofonist Peter Brötzmann aus Bayern

Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer


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