Radiotipps

Radiotipps für den 6.7.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Klassik

Moderation: Haino Rindler
„Seine Musik lächelt und weint zugleich.“ Der Pianist Szymon Nehring über Frederic Chopin. In der Tonart spricht der Künstler über sein Vorhaben, das gesamte Klavierwerk Chopins aufzunehmen. Das Großprojekt ist gerade bei der Hälfte angelangt. Worum es ihm dabei geht und was er auf dieser Reise schon gelernt hat über das Mysterium Chopin, das verrät er in der Sendung.


17:00 Uhr ByteFM La France, en confidence mit Uli Patzwahl

Lieder vom Schnee, vom schlechten Schlaf und vom Schlauchboot
Der Reihe nach: Der Schnee ist in Québec, in Kanada, immer eine Alternative. So viele Redewendungen, so viele Wortspiele, in denen er vorkommt. Die siebenköpfige Band Comment Debord aus Montréal hat sich ein paar eigene Gleichungen ausgedacht und vertont: „Du kannst nicht wissen, wie die Geschichte ausgeht, genauso wenig wie Du wissen kannst, ob der Niederschlag als Regen fällt – oder als Schnee“ („Tough Luck“). Comment Debord machen dazu eine Musik, die genauso entspannt und tanzbar ist wie ihre Sprüche.
Der schlechte Schlaf plagt eine Kanadierin namens Marie Claudel, die von einer frankophonen Insel kommt, die auf den Namen Salaberry-de-Valleyfield hört. Warum schläft Marie Claudel schlecht? Eigentlich nichts besonderes: Liebeskummer. Aber besonders in Text und Musik gefasst („Toujours Ailleurs“).
Bleibt das Schlauchboot. Es ist – französisch: „Zodiac“ – Titel eines der Stücke auf dem neuen Album „Megaptera“ des Elektronikers Rone, der auf diesem Album ganz im Ernst seine Wal-Erlebnisse in Musik gesetzt hat. „Megaptera“ ist ganz sicher ein Elektro-Album der Stunde in Frankreich, und „Zodiac“ vermittelt Euphorie und Aufbruch, wie das – in der elektronischen Musik – nur Rone schafft.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar & mehr Musik grenzenlos

Cécile McLorin Salvant hat die Lizenz zur großen Jazz-Diva
Dass Cécile McLorin Salvant das Potential dazu hat, war schon bei ihren Vorgängeralben zu ahnen. Ihr großartiges, neues Songbook-Album mit opulenten Orchester-Arrangements ist jetzt der Beweis dafür. “With Every Breath I Take” ist intensiv und voller Leidenschaft.


19:30 Uhr Ö1 On Stage

30 Jahre Die Strottern
Geburtstagskonzert des Wienerlied-Duos Die Strottern alias Klemens Lendl/David Müller im April 2026 im Wiener Konzerthaus

Im Jahr 1996 haben sich Sänger und Geiger Klemens Lendl und Sänger und Gitarrist David Müller zum Duo Die Strottern zusammengetan, um dem Wienerlied-Genre aus ihrer eigenen, unpuristischen Perspektive neues Leben einzuhauchen. 30 Jahre später sind die beiden nicht nur immer noch da, sondern längst selbst zur Marke und zum Symbol des Neuen Wienerlieds geworden, dessen Tradition sie ins Hier und Heute weiterführen, ohne auf Grant und Melancholie, auf das Hadern mit dem Leben wie auch mit dem Tod und andere wichtige Zutaten zu vergessen.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert

„Jazzdor-Festival Straßburg-Berlin“ Club Gretchen, Berlin
Hélène Duret SYNESTET feat. Nils Wogram:

Hélène Duret, Klarinette
Sylvain Debaisieux, Saxofon
Benjamin Sauzerau, Gitarre
Fil Caporali, Kontrabass
Maxime Rouayroux, Schlagzeug,
Nils Wogram, Posaune

POLYBAHN:
Michael Attias, Saxofon
Benoît Delbecq, Piano
Samuel Ber, Schlagzeug
Aufzeichnungen vom 03.06.2026
Moderation: Matthias Wegner


20:03 Uhr ARD Konzert

Creative Partner Brett Dean
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Leitung: Martyn Brabbins

Pasquale Punzo: „Arcipelaghi insonni“ für Orchester (Uraufführung)
Brett Dean: „Pastoral Symphony“ für Kammerorchester und Tonband
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“
(Konzert vom 19. Juni 2026 im Großen Sendesaal des SR, Kaiserslautern)
Welch unglaubliche Quelle von Freude und Schönheit, ganz zu schweigen von Inspiration die Natur ist, zeigt die Masse und Vielfalt der Oden in der klassischen Musik, allen voran Beethovens „Pastorale“. Doch wenn man – so Brett Dean – in der heutigen Zeit diesen wunderbaren Reichtum an Schätzen preisen will, fällt es zunehmend schwer, die Liebe für die Klänge der Natur von einem immensen, wachsenden Verlustgefühl zu trennen. Seine „Pastorale“ ist „ein Stück über den herrlichen Gesang der Vögel, seine Bedrohungen, seinen Verlust und den seelenlosen Lärm, der übrig bleibt, wenn alle verschwunden sind“.


21:00 Uhr Ö1 Blaue Stunde

Prix Palma: neue europäische Radiokunst
Denken mit den Ohren, Miniatur 22 von Sam Auinger: Lärm
„rocococorecore“ von Antonia Alessia Virginia Beeskow (SWR/ORF 2025)
„Skywave“ von Jacob Kirkegaard (WDR 2026)

Seit 2013 wird der Prix Palma Ars Acustica als ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, der von der Ars Acustica Gruppe der Europäischen Rundfunk Union organisiert wird. Herausragende Radiokunstproduktionen werden gefördert: Radiokunst, Klangkunst, Medienkunst, Text-Klang-Kompositionen, elektroakustische Musik, Live-Electronica, etc. – für all diese Sparten ist der Wettbewerb offen. Eingereicht werden Stücke von den Mitgliedern der Ars Acustica, also Radiokunst-Redaktionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in ganz Europa.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama

Klavierfestival Ruhr 2026
Eric Lu, Klavier

Robert Schumann: Waldszenen, op. 82
Frédéric Chopin:
Polonaise in B-Dur, op. 71 Nr. 2
Polonaise-Fantasie in As-Dur, op. 61
und weitere Werke
Franz Schubert: Impromptu in f-Moll, op. 142 Nr. 1
Aufnahme vom 5.6.2026 aus der Zeche Zollern, Dortmund
Hochsensibel und tief melancholisch: In den Händen von Eric Lu bekommen die Polonaisen Chopins ein besonderes inneres Leuchten.
Eric Lu wurde 1997 in Massachusetts geboren, er zählt zu den herausragenden Pianisten seiner Generation und wird als „poetischer Klangmaler“ bezeichnet. Zweimal nahm der Musiker am renommierten Chopin-Wettbewerb in Warschau teil. 2015 wurde er im Alter von 17 Jahren einer der jüngsten Preisträger der Geschichte. Zehn Jahre später landete er auf dem ersten Platz, als zweiter US-Amerikaner in der Geschichte der Klavier-Olympiade. Daraufhin folgte ein regelrechter Konzertmarathon in Hallen rund um die Welt. Aber auch kleinere Räume bespielt Eric Lu bis heute gerne. Zum Beispiel das Magazin der Dortmunder Zeche Zollern. Dort gab der Pianist am 5. Juni 2026 sein Debüt beim Klavierfestival Ruhr – natürlich mit Stücken von Frédéric Chopin, aber auch mit Kompositionen von Robert Schumann und Franz Schubert.


21:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Einstand

„Diese Besetzung braucht klangliches Aufhellen“ Das Trio Ariadne
Von Miriam Stolzenwald

Die Kombination aus Oboe, Horn und Klavier ist selten in der Kammermusik. Myriam Navarri, Thomas Mittler und Josefa Schmidt haben sich aber genau auf diese Nische gestürzt. Das Trio Ariadne ist immer auf der Suche nach neuen Repertoireschätzen, dabei gilt das Interesse besonders auch den Werken von Komponistinnen. Manchmal arrangieren sie aber auch andere Werke eigens für ihr Trio. Das junge Ensemble wurde erst vor zwei Jahren gegründet, alle drei sind Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs.


22:00 Uhr ByteFM Rock The Casbah mit Burghard Rausch


22:03 Uhr ARD Jazz Spotlight

Brutal Sanft – Ein Berliner Jazz-Trio der Superlative besinnt sich auf klassisches Songwriting
Von Wolf Kampmann

In Berlin werden die Trends für den Jazz von morgen gesetzt. Drei gestandene Jazzgrößen proben nun mit einer Hommage an das klassische Songwriting den Aufstand gegen den Aufstand. Pianist Wolfgang Köhler, Saxofonist Peter Weniger und Sänger Marc Secara haben gemeinsam mit einer Streichergruppe unter dem Titel „Come What May“ das womöglich sanfteste Album seit Erfindung des Jazz eingespielt. Warum diese Antithese zu allem, was man landläufig mit Jazz aus Berlin verbindet trotzdem nur in Berlin entstehen könnte, findet Wolf Kampmann im Gespräch mit den Musikern heraus.


23:00 Uhr ByteFM PopKocher mit Goetz Steeger

Meshell Ndegeocello – Don’t Let Me Be Misunderstood
Tief in die Schatzkiste des PopKochers gegriffen und eine Perle aus dem Jahr 2012 zu fassen gekriegt: Meshell Ndegeocellos Version von „Please Don’t Let Me Be Misunderstood“ aus ihrem Album „Pour une âme souveraine: A Dedication To Nina Simone“. What You Hear Is What You Get: Wurlitzer-Piano, E-Gitarre, Bass, Drums, sparsam und au point gespielt.
In der restlichen Stunde stellt Goetz Steeger das Album „Joka“ von Gidon Carmel und Kyle Morton vor. Aufbewahrte Briefe von Gidon Carmels Großmutter Joka, Ausschwitz-Überlebende, die dann bis 1978 in Israel gelebt hat. Track für Track geht der PopKocher durch das bewegende, zutiefst humanistische Album, hier mal ohne musikalische Detailbeschau, sondern mit dem Schwerpunkt auf dem Inhalt. Not to be missed!


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Barbara Schmutz: „Alles Liebe. 18 Gespräche über ein großes Gefühl“
Die Autorin Barbara Schmutz, hat sich intensiv in einem Buch mit der Liebe beschäftigt hat. „Alles Liebe“ heißt es und dafür hat die Journalistin, Publizistin, Dokumentarfilmerin ungewöhnliche Orte aufgesucht.


23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde

Einfachheit – Der perfekte Start in den Tag (1/5)
Mit Sophie Emilie Beha


23:03 Uhr WDR 3 Open

Miss Cumbia: Lido Pimienta. Mit Noelle O’Brien-Coker
Verwurzelt in der afrokaribischen Cumbia-Tradition schreckt die kolumbianische Musikerin Lido Pimienta vor keinem Genre zurück, ob Avant-Pop oder europäische Klassik. Noelle O’Brien-Coker stellt sie vor.


(Visited 55 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.