Release Tipp: KRENG – Wormhole / Miasmah
Schon die ersten Minuten lassen aufhorchen. So beginnen Filme normalerweise wenn gleich etwas Schreckliches passiert. Oder ist es nur unheimlich? Wie heißt es so schön in den Liner Notes: „Der Meister der Spannung, der Melancholie und des Verrückten ist zurück.” Pepijn Caudron, auch bekannt als KRENG, hat mit diesem Werk seine Erfahrung als Komponist für Theater und Film voll zur Geltung gebracht. Es ist ein wahrhaft beunruhigendes Werk. Manchmal läuft es mir einfach kalt den Rücken herunter. Also: „Vergiss alles, was du weißt, und tritt durch die geheime Tür…“

Mit „Wormhole“, seinem ersten Album seit über einem Jahrzehnt, entführt uns Kreng durch die wirbelnde Dunkelheit ins Unbekannte.
Wie klingt eine Reise in eine andere Welt? Wir sind dabei, es herauszufinden. Der Meister der Spannung, der Melancholie und des Verrückten ist zurück, nach einer langen Zeit, in der er in der Welt des Theaters und des Kinos tätig war. Zuletzt auf Miasmah mit dem von Trauer geprägten „The Summoner“ zu hören, kehrt Kreng nun mit „Wormhole“ zurück und tritt damit näher in die Fußstapfen der Kultklassiker „L’Autopsie Phénoménale de Dieu“ und „Grimoire“.

Beginnend mit „You Are Here“ reist der Hörer durch ein Vakuum aus weitläufigem Minimalismus und atemberaubender Spannung. Auf dieser Reise werden wir zu einem mystischen inneren Kern und darüber hinaus gezogen und gelockt, wobei wir unterwegs auf treibende Fragmente von Nostalgie der alten Welt stoßen: Echos leerer Jazzbars stehen neben höllischen, Hieronymus-Bosch-artigen Szenarien.
Gibt man sich dem Album hin, offenbart sich eine überraschend nachdenkliche Schönheit unter seiner Dunkelheit; es ist ein wahres Juwel für zu Hause, das sich wie ein kosmisches Horror-Mysterium à la Lovecraft entfaltet, wie es nur Kreng zu liefern vermag.
Vergiss alles, was du weißt, und tritt durch die geheime Tür…© Texte: Liner Notes