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Release Tipp: Luca Perciballi – Sacred Habits / Kohlhaas Records

Das ist die aufregendste Musik, die ich seit langem gehört habe, und auch nach mehrmaligem Hören hält die Faszination an. Es ist unglaublich, wie Luca Perciballi hier mit Gitarre und Elektronik, Foot Percussion und Prepared Speakers arbeitet. Hoch-musikalisch, kompromisslos und mit einer Dringlichkeit, die ich so lange nicht gehört habe. Das ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme, weil sie neue Horizonte und die Ohren öffnet und eine große Schönheit offenbart. Jetzt ist es an euch, sie zu entdecken! Und: dies ist ein großer Favorit für meine Best-of 2024!


Die Performance für Sologitarre und Objekte Sacred Habits ist das jüngste Soloprojekt des in Modena lebenden Komponisten und Musikers Luca Perciballi, der bereits seit zehn Jahren die Möglichkeiten der Gitarre als reiner Klangerzeuger erforscht.


Perciballi setzt die Elektronik mit Intelligenz und großer Musikalität ein und hat eine persönliche Stimme an den sechs Saiten; der Dialog mit seinen beiden Begleitern ist eng und flüssig, fast telepathisch (der vulkanische und unruhige Jazz-Rock von ‚Breeding Cycle III‘ ist ein Beweis dafür): die Inspiration kennt keine Grenzen, die Stücke sind voller Ideen, die nie banal oder didaktisch sind, sehr gut gespielt und noch besser durchdacht. Ich persönlich kann es kaum erwarten, das Trio live zu hören: Die CD weigert sich hartnäckig, meinen Player zu verlassen. Eine der schönsten Überraschungen des Jahres 2021 für die kreative Szene, nicht nur in Italien. — Nazim Comunale – Il Giornale della Musica




Das jüngste Soloprojekt des in Modena lebenden Komponisten und Musikers Luca Perciballi (an den sich die treuesten Hörer des Kohlhaas-Katalogs vielleicht noch erinnern, weil er auf Alessandro Bosettis Album Didone elektrische und akustische Gitarre spielte). Das Ergebnis ist ein Kontinuum von Geräuschen, archaischen Melodien und Polyrhythmen, das von der vollen elektrischen Verstärkung über den reinen akustischen Klang bis hin zur Verwendung von präparierten Lautsprechern reicht und als obskure, vibrierende Perkussion erscheint, die teils elektrisch, teils akustisch ist.



Körper, Objekte, Raum und Klang bilden ein mögliches Theater für einen einzelnen Interpreten. © Text: Label.



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