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„Seid realistisch, verlangt das Unmögliche“ Wildes Denken versucht das Unmögliche

„Was geht?“, fragt sich nicht nur die Jugend der Welt. Warum aber geht scheinbar nur das, was sowieso schon da ist?! Oder das ritualisierte Neue – das Update -, das sich gerade so viel Innovation erlaubt, das es niemanden verunsichert.

„Seid realistisch, verlangt das Unmögliche“, soll Maurice Blanchot im Mai 68 gefordert haben, jener Intellektuelle, der den Studenten entgegenrief, die sich den streikenden Arbeitern anschließen wollten: „Was wollt Ihr hier, morgen seid Ihr sowieso Juristen!“ Nur das Unmögliche versprach eine Zukunft, die mit den Verhältnissen brach. Oder war es doch Che Guevara, von dem dieser Ausspruch stammt, den allerdings hat das Mögliche relativ schnell eingeholt. Wildes Denken, Öl im Getriebe der Zukunft, das ultimativ volksnahe Magazin, reiht sich ein in die Phalanx der Revolutionäre, die sich das Morgen nicht einmal ausmalen konnten. Wir verlangen das Unmögliche – eine Sendung, die alles auf den Kopf stellt, was Radio je sein wollte. Unmöglich? Natürlich!

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© Bayern 2, Nachtstudio, Wildes Denken, 28.3.2017

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