„Song of the Earth“ von den /s oder Waldbrände vorm Fenster und Gustav Mahler im Ohr
Ein Musiktipp von Johanna Schmidt (TAZ). Die US-Band Dirty Projectors befasst sich mit der Klimakrise. Und mit Mahlers Zyklus „Das Lied von der Erde“. Über beiden Werken liegt die Vergänglichkeit.
Begriffe, um unsere gegenwärtige Zeit in Worte zu fassen, gibt es viele. Termini wie Anthropozän, Spätkapitalismus oder Informationszeitalter, analytische oder diskursive Konzepte wie das des Postfaktischen. Welches davon sich schlussendlich durchsetzen wird, das entscheidet sich wohl erst in der Zukunft.
Gut möglich, dass man dann noch einmal eine andere Richtung einschlagen und unsere Gegenwart auch in ihrer begrifflichen Beschreibung auf die der Klimakrise herunterbrechen wird. Vielleicht noch eingeteilt in eine Vorher-Phase, in der die weltweite Katastrophe noch hätte verhindert werden können, und in eine danach.
© TAZ, Kultur, Musik, 7.4.2025