„Stephanie Nilles Trio“

Heute Abend 20.05 Uhr Nordwestradio „In Concert“

Stephanie Nilles Trio

Konzertmitschnitte vom 1. Dezember 2015 und 26. Januar 2011, Moments, Bremen

Die Bremer kennen und schätzen die quirlige Pianistin aus New Orleans. Sie schreibt eigenwillige Texte und bevorzugt ein Bar-Feeling. Im Rahmen des Frauenfestivals 2011 und der Breminale 2012 trat sie bereits mit anderen Musikern auf.

New Orleans ist zu ihrer neuen Heimat geworden. Dort scheint Stephanie Nilles in mehrfacher Hinsicht am Besten aufgehoben. Die musikalischen Traditionen zwischen groovender Song-Kunst, Jazz, Blues und Cabaret-Song verschmelzen bei ihr zu etwas ganz Eigenem. Auch textlich ist die Frau am Klavier eine ausgemachte Individualistin: wortgewandt, eigenwillig, humorvoll und manchmal gezielt provokant.

Nicht von ungefähr kommen die häufig bemühten Vergleiche mit Tom Waits. Dem gibt die Nilles auch dadurch Nahrung, dass sie bei der Produktion ihrer Alben nicht nach audiophilen Qualitäten strebt, sondern eine Ästhetik zwischen spontaner Wohnzimmer-Session und nächtlichem Bar-Feeling bevorzugt.

Von der Klassik zum Jazz

Stephanie Nilles stammt aus Chicago, Illinois. Als hochmusikalisches Tasten-Talent wählte sie eine Ausbildung zur klassischen Musikerin. Bald stellte sie fest, dass diese Welt nicht die ihre ist. Sie schmiss hin, zog einen Strich unter das Thema Musik und ging nach New York City. Dort erhielt ihre kreative Ader neue Nahrung. Sie besuchte Jazz- und Songwriter-Konzerte – und befreite sich schließlich vom Ballast der klassischen Ausbildung.

Ihre ersten Alben veröffentlichte Nilles in Eigenregie. Anfang 2011 gab sie ihre Europapremiere im Rahmen des „women in (e)motion“-Festivals in Bremen. Seither tourt sie regelmäßig durch Europa. Jetzt war die Frau aus dem US-amerikanischen Süden mit ihrem aktuellen Trio unterwegs, mit dem sie das Album „Murder Ballads“ aufgenommen hatte.

© Nordwestradio, In Concert, 31.1.2016

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