Studio Neue Musik: homeoffice [4] BRuCH Ensemble

Die Corona-Krise wirkt sich auf alle Bereiche der Gesellschaft aus. Auch auf das Musikleben, das seit Anfang März praktisch zum Erliegen gekommen ist. Was machen Ensembles, wenn sie keine Konzerte geben, nicht mehr reisen, ja in vielen Fällen nicht einmal mehr gemeinsam proben können?

Folge 4 widmet sich dem Kölner BRuCH Ensemble. Das sind vier junge Musikerinnen, die das Engagement für neue und neuste Musik vereint. Regelmäßig vergibt die Gruppe Aufträge an junge Komponist*innen, um in ihrer Stammbesetzung – mit Flöte, Cello, Klavier und Stimme – kontrastreiche Programme zu entwickeln und das Repertoire zu erweitern.

Für den WDR haben die Musikerinnen Werke aufgenommen, die ihnen besonders am Herzen liegen. Dabei betätigen sie sich auch als vielfältige Performerinnen. Etwa wenn sie – im Falle von Simon Steen-Andersens Rerendered – im Inneren des Flügels agieren, um das Klavier in eine Art Super-Instrument zu verwandeln. Oder wenn sie Extrageräte bedienen, wie bei Ricardo Eizerik, der sich mit „Do It Yourself“-Kassettenkultur beschäftigt, also auch mit Vor- und Zurückspulen sowie Aufnehmen und Wiedergeben.

Mit Ausschnitten aus:

Gordon Kampe „Feedbacks, Löffel, Tanzbares“ (2011) für Flöte, Violoncello und Klavier

Julien Jamet „Visage de l’écho“ (2015) für Flöte, Stimme, Violoncello und Klavier

Ricardo Eizirik „rewind/rewrite“ (2014-16) break version for cello and piano and 2 performers

Simon Steen-Andersen „rerendered“ (2003) für Klavier und zwei Assistenten

Helmut Lachenmann „temA“ (1968) für Flöte, Mezzosopran und Violoncello

BRuCH Ensemble
Marie Heeschen – Stimme
Sally Beck – Flöte
Ella Rohwer – Violoncello
Claudia Chan – Klavier

c© WDR 3, Studio Neue Musik, 14.6.2020

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: