Musiktipps

TAZ: „Die Macht der Arroganz“ Vor 40 Jahren veröffentlichte die Bristoler Pop Group ihr Album „Y“. Wie gut ist es gealtert? Eine Bestandsaufnahme zur Wiederveröffentlichung.

Die Geschichte der Pop Group ist die Geschichte von bösen Menschen, die wider Willen Gutes bewirken. Und von gescheiterten Ambi­tio­nen, die wider Willen Gutes bewirken. Von den knapp 500.000 Menschen, die in Bristol im Südwesten Englands leben, ist nur die Hälfte weiß.

Von Klaus Walter

 Das ist eine Spätfolge des boomenden Handels mit Sklaven im 18. Jahrhundert, der ebenso zu Wachstum und Wohlstand der Hafenstadt beitrug wie die ausgedehnte Welttournee englischer Eroberer zwecks Errichtung von Kolonien fürs Vereinte Königreich.

Die Spätfolgen dieser Menschheitsverbrechen wiederum klingen super: „Musikalisch hat die Stadt den Bristol Sound hervorgebracht.“ So steht es ganz oben im Wikipedia-Eintrag, weit vor dem Sklaven- und Kolonialismus-Gedöns. Unter Bristol-Sound versteht das Onlinelexikon Trip-Hop-Bands und -Künstler:innen wie Massive Attack, Tricky und Por­tishead….

Weiter lesen … !

© Taz, Kultur, 27.12.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert