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„Verschwindende Orte“ Hörspiel von Eva-Maria Baumeister

Wenn, Braunkohlebagger die Heimat zerstören. Im Rheinischen Braunkohlerevier fressen sich riesige Bagger durch die Landschaft. 21 Dörfer mit 1500 Jahren Geschichte fallen in ein 200 Meter tiefes Loch. Und was wissen wir darüber?

Der Kampf um den Hambacher Forst war in den Medien sehr präsent, die Aktivistinnen und Aktivisten teils laut und radikal. Aber Garzweiler II? Die Umsiedlungen und Enteignungen? Menschen, die 400 Jahre Familiengeschichte zurücklassen müssen? Eva-Maria Baumeister hat Fieldrecordings aus den Dörfern Keyenberg und Kuckum gesammelt, Interviews mit Umgesiedelten geführt und Aufnahmen im Tagebau gemacht. Ihr Hörspiel zeigt die verschiedenen Stufen eines jahrzehntelangen Protests und die schleichenden Auflösungserscheinungen im öffentlichen Leben. Und es fragt danach, wie lange persönliche Opfer für gesellschaftliche Großprojekte eigentlich legitimiert sind. Man könnte fast meinen, die Menschen vor Ort waren uns allen schon immer egal, Hauptsache der Strom fließt.



„Verschwindende Orte“ Hörspiel von Eva-Maria Baumeister
Komposition: Oxana Omelchuk und Constantin Herzog
Regie: Eva-Maria Baumeister / WDR 2020

WDR 3, Hörspiel, 23.10.2022

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