Werkschau der Solinger Band S.Y.P.H. „Als Umkehrung von Rousseau“
Von Robert Mießner (TAZ). Wahre Betonkunst: Neu aufgelegte Werkschauen der Solinger Punker S.Y.P.H. ermöglichen die Wiederbeschäftigung mit einer eigenständigen und seltsamen Band.
„Für Punk waren wir zu alt“, glaubt Gitarrist und Sänger Peter Braatz (alias Harry Rag). „Für Punk ist man nie zu alt“, widerspricht Bassist Jojo Wolter kurz darauf. Und der andere Gitarrist Uwe Jahnke erklärt unmissverständlich: „Punk fand ich schnell langweilig.“
Braatz, Wolter und Jahnke sind drei Viertel der Solinger Band S.Y.P.H., deren Musik sich als Punk mit erweitertem Horizont beschreiben ließe. In den Chroniken des westdeutschen Punk haben S.Y.P.H. jedenfalls ihren festen Platz, von Anfang an sang die 1978 gegründete Band ihre Texte auf Deutsch.
Bekannt geworden sind allerdings andere wie die Düsseldorfer Bands Mittagspause und Fehlfarben. Zu beiden sollte einer der S.Y.P.H.-Mitbegründer bald wechseln: „Thomas Schwebel wollte weiterkommen.
© TAZ, Kultur, Musik, 20.12.2024