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„Wie aus Reimund Heiner wurde“ Heiner Müllers Bruder rekonstruiert Kindheit und Jugend des Dramatikers

Vier Jahre nach dem Tod Heiner Müllers begibt sich sein jüngerer Bruder Wolfgang auf Spurensuche ins sächsische Eppendorf, den Geburtsort des Schriftstellers. Er spricht mit Verwandten und Bekannten über Kinder- und Jugendzeit seines Bruders. Bereits Anfang der 1960er Jahre war Heiner Müller im DDR-Literaturbetrieb mit seinen Stücken an die Grenzen des Erlaubten gestoßen.

Von Wolfgang Müller

1965 wird er aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Als Reaktion darauf weicht der Schriftsteller in seinen Werken auf mythische Stoffe aus. Trotz aller Querelen erhält er 1986 den Nationalpreis 1. Klasse der DDR.

Nach dem Fall der Mauer belegten Dokumente, dass Heiner Müller von der Staatssicherheit zehn Jahre als Inoffizieller Mitarbeiter geführt worden war. Eine Verpflichtungserklärung oder Berichte wurden nicht gefunden. Die Akte selbst ist verschwunden.

 

 

Wie aus Reimund Heiner wurde

Heiner Müllers Bruder rekonstruiert Kindheit und Jugend des Dramatikers

Mit Elsa Grube-Deister, Martin Seifert, Sylvester Groth

Regie: Sabine Ranzinger
Produktion: MDR 1999

© kulturradio, Feature, 9.1.2019

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