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Wie New Wave in Sheffield begann „Das Space Age landete in einer britischen Doppelhaushälfte“

Von Sylvia Prahl (TAZ). Bands wie Human League und Clock DVA schufen um 1980 in Sheffield visionäre Musik. Das Debütalbum von Clock DVA ist wieder erhältlich.

Da war doch was im Trinkwasser! An dieser Vermutung ist sicherlich etwas dran, sie reicht aber nicht aus, um das Talente-Cluster zu erklären, das Ende der 1970er Jahre Sheffield zum popmusikalischen Mittelpunkt Englands und dann auch von Westeuropa machte.

Bands wie Cabaret Voltaire, The Human League, Heaven 17, Clock DVA und ABC fluteten im Geist von DiY-Punk die nordenglische Stadt mit elektronisch grundiertem Pop; Elemente von Krautrock, Freejazz und Dada kamen ebenfalls in ihrem Sound zum Vorschein, der damals New Wave genannt wurde. Und doch klangen diese Sheffielder Bands so eigenwillig wie zukunftsweisend. Songs, wie etwa „Don’t You Want Me“ (Human League), „(We Don’t Need This) Fascist Groove Thang“ (Heaven 17), oder „Nag Nag Nag“ (Cabaret Voltaire) waren nicht nur Hits, sie trugen ganz grundsätzlich zur Genese der Genres Synthiepop, Gothic und Industrial bei.

Jamie Taylor: „Studio Electrophonique – The Sheffield Space Age, from The Human League to Pulp.“ Manchester University Press, 2025, 292 S., ca. 15 Euro

© TAZ, Kultur, Musik, 11.12.2025

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