Wieder im Kino: Yi yi – Eine Eins und eine Zwei von Edward Yang
Der Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes 2000 den Preis für die beste Regie erhielt, kommt jetzt in einer restaurierten 4K-Version wieder in die Kinos. Man sollte wissen, dass dieser Film zu den zehn wichtigsten Filmen weltweit zählt. Ich werde ihn mir jedenfalls noch einmal anschauen müssen. Wahnsinn!

Eine Hochzeit in Rosarot, ein scheinbar von den Sternen begünstigter Tag, den Bräutigam A-Di extra ausgesucht hat. Die Braut ist hochschwanger, Kinder machen Unsinn, A-Di trinkt viel zu viel und überall fliegen Luftballons herum.
Regisseur Edward Yang begleitet in YI YI die taiwanesische Familie Jian aus Taipeh: Vater N.J., Computeringenieur, Mutter Min-Min, deren Bruder A-Di, ständig in finanziellen Schwierigkeiten, die Teenagertochter Ting-Ting, deren Träume mit der Realität konfrontiert werden, und der kleine, so phantasievolle wie selbstständige Sohn Yang-Yang.
Noch am Abend der Hochzeit ereignen sich zwei einschneidende Vorfälle:
N.J.s Schwiegermutter erleidet einen Schlaganfall und seine alte Jugendliebe Sherry taucht nach 20-jähriger Abwesenheit plötzlich auf.
Auf Anraten der Ärzte sollen die Familienmitglieder mit der im Koma liegenden Großmutter sprechen, aber die stumme Zuhörerin überfordert ihre Tochter Min-Min, die eine erdrückende innere Leere fühlt und sich auf eine Kur begeben muss.
N.J.s Firma, kurz vor der Pleite, denkt über eine Kooperation mit dem innovativen japanischen Geschäftsmann Ota nach, die N.J. einfädeln soll. Während seiner Geschäftsreise trifft sich N.J. mit Sherry – die gemeinsame Zeit fordert beide heraus und stellt sie vor wichtige Entscheidungen.
Die Fotos des Jungen Yang-Yang, der Menschen stets von hinten fotografiert, um ihnen sichtbar zu machen, was ihnen verborgen bleibt, stehen als hilfreiches Symbol für die Mitglieder der Familie Jian. © Pressetext.